mini|Haftbefehl des FBI gegen Li Fangwei in chinesischer Schrift und Sprache Li Fangwei oder Karl Lee (, IPA: [lìfɑ́ŋwèɪ]; * 18. September 1972 in der Provinz Heilongjiang, VR China) ist ein chinesischer Waffenhändler.

Biografie Über Lis früheres Leben sind wenig gesicherte Fakten bekannt. Sicher ist, dass er in Chinas Provinz Heilongjiang geboren wurde, zumindest einen Teil seiner Kindheit hat er wahrscheinlich in Cháhāyángxiāng (查哈阳乡), einer rund 16.000 Einwohner zählenden Gemeinde, welche wiederum dem Landkreis Gannan angehört, verbracht. Er soll außerdem später die Eliteschule Nummer 24 in Dalian besucht haben, welche zu den renommiertesten weiterführenden Schulen in China gehört. Als Erwachsener soll Li einige Zeit für den chinesischen Staat gearbeitet haben, wie lange und in welcher Position ist jedoch unbekannt. Über sein familiäres Umfeld ist nur bekannt, dass sein Großvater ein hochdekorierter Oberst der Volksbefreiungsarmee war, er hat zudem einen jüngeren Bruder.

Am 4. Juni 1998 gründete Li seine Firma bzw. ließ sie im Handelsregister eintragen, die er auf Englisch Limmt Economic and Trade Company, Ltd. nannte. Als gesetzlicher Vertreter fungierte damals sein Vater Li Guijian. Dies markierte den Beginn für Lis Karriere als Waffenhändler.

Li wird vom US State Department vorgeworfen, er liefere Waffen an den Iran. Insbesondere liefere er Komponenten für dessen ballistisches Raketenprogramm und umgehe Sanktionen gegen den Iran mit einem Firmengeflecht. Es ist deshalb ein Kopfgeld vom US-Außenministerium von fünf Millionen US-Dollar ausgelobt für Hinweise, die zu seiner Ergreifung führen. Als Wohnort wurde 2018 die Stadt Dalian angegeben, von wo er Graphit exportiert.

Weblinks

Hans Czerny: „ARD Story: Das chinesische Phantom“: Wer, zum Teufel, ist Karl Lee? prisma.de Bayerischer Rundfunk: „Das chinesische Phantom: Die Jagd auf den gefährlichsten Waffenhändler der Welt | DokThema | BR“ youtube.com

Einzelnachweise

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