Urs Brunner (* 29. Januar 1944 in Bern) ist ein Schweizer Zeichenlehrer, Maler und Illustrator.

Leben Urs Brunner erwarb nach dem Primarlehrerpatent das Zeichenlehrerdiplom am Höheren Lehramt an der Kunstgewerbeschule und der Universität Bern. Anschliessend unterrichtete er am staatlichen Seminar Bern und erfüllte Lehraufträge am Zeichenlehrerseminar der Schule für Gestaltung Bern und Biel. An der Hochschule der Künste Bern lehrte er im Studiengang Bildnerisches Gestalten Bildkomposition und Malen und war Gastreferent im Vorlesungszyklus «Positionen der Malerei» von Peter J. Schneemann am Kunsthistorischen Seminar der Universität Bern. Einige der Studierenden entwickelten sich zu namhaften Künstler-Persönlichkeiten wie unter anderen Albrecht Schnider, Stefan Haenni und Julia Steiner. Aus dem Zeichenlehrerseminar wurde der Studiengang Vermittlung in Kunst und Design an der HKB.

Brunner ist Aktivmitglied von Visarte Schweiz. Er ist verheiratet und lebt in Bremgarten bei Bern.

Werk Stilistisch kann das Werk Brunners dem Fotorealismus zugeordnet werden. Er arbeitet bei inhaltlich mehrteiligen Kleinformaten in der Darstellungsart der Wissenschaftlichen Illustration vorwiegend mit Aquarellfarbe und Farbstift auf Papier. Bei grösseren Formaten verwendet er Acrylfarbe auf Leinwand. Der Tauchsport und Reisen in die Arizona-Sonora-Wüste im Südwesten der USA bilden die motivischen Grundlagen seiner Bildwelten.

«Hyperrealistisch und durchkonstruiert wirken seine Bilder, wie Gemälde mit wissenschaftlichem Anspruch. Doch da ist mehr als die Realität. Brunner gelingt es, eine Dimension des Fantastischen aufzuzeigen, ohne in surreale Interpretationen abzugleiten. Er nimmt sich die Freiheit, die Wahrheit eines einzelnen fotografischen Eindrucks durch weitere Aufnahmen des Gleichen zu ergänzen oder zu ersetzen. Indem er in einem künstlerischen Anachronismus Bildebenen und Zeiten zusammenbringt, für ein Bild eine ungewöhnliche Perspektive wählt oder in Doppelbildern mit Analogien verblüfft, verleiht er der Realität eine magische Patina.»Marianne Mühlemann in «Der Bund», 2012

Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen; Ankäufe erfolgten durch die Städte Bern, Biel und Burgdorf BE sowie den Kanton Bern.

Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 1991: Werkzyklus zur Arizona-Sonora-Wüste, Galerie Martin Krebs, Bern 1995: neue Bilder zum Zyklus Arizona-Sonora-Wüste, Galerie Martin Krebs, Bern 1999: Werkgruppen zu Vipern, Wracks und Wüsten, Galerie Martin Krebs, Bern 2005: Werkzyklus mare mediterraneum, Bilder zu Natur und Kultur des Mittelmeerraumes mit dem Oktopus als Leitmotiv, Galerie Krebs, Bern 2012: Werkgruppen von A bis Z und AZ (Analogie, Zeitreise, AriZona), Galerie Martin Krebs, Bern 2025: from sunrise to dusk, Galerie Beatrice Brunner, Bern

Gruppenausstellungen 2009: Beitrag zur Gruppenausstellung feu d’ART ifice 2015: Les trois ours de Berne (Urs Brunner, Urs Dickerhof, Urs Stooss) 2018: Menschenbilder (zusammen mit Pat Noser, Christina Wendt, Urs Stooss), Jahresausstellung Südsicht 18 in der Klinik Südhang in Kirchlindach

Literatur 1991: Künstlerverzeichnis der Schweiz 1980 – 1990. 1991: Junge Schweizer Kunst 1960 – 1990 / die Sammlung der Gotthard Bank Lugano. 1998: Biographisches Lexikon der Schweizer Kunst. Herausgegeben vom Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft Zürich

Weblinks Urs Brunner

Einzelnachweise

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