Simon Orlik (geboren 6. Juni 1876 in Wien, Österreich-Ungarn; gestorben 10. April 1942 in Cricklewood) war ein österreichischer Schwimmer.

Leben Simon Orlik war ein vielseitiger Sportler und gewann mehrere Jahre im Doppelzweier das Rudern auf der Strecke Nussdorf-Greifenstein. Als Schwimmer war er zunächst Mitglied beim Wiener AC und dann im Schwimmclub Austria Wien. 1897 gewann er die Deutschen Meisterschaften über 1500 m Freistil. Er gewann auch Meisterschaften in Ungarn und in Österreich. Bei den Olympischen Zwischenspielen 1906 in Athen wurde er im Freistilschwimmen über eine Meile Zehnter.Laut Körner hatte Orlik auch am Schwimmwettbewerb der Olympischen Spiele 1900, ohne Platzierung, teilgenommen. Seine Schwimmstaffel mit Otto Scheff, Edmond Bernhardt und Leopold Mayer über 4x250 m wurde nicht platziert. Orlik war 20 Jahre lang als Wasserballer aktiv und wurde wiederholt in die Auswahlmannschaft berufen. Beim Schwimmen Quer durch Wien siegte er in den Jahren 1913 und 1914. Nach seinem Kriegsdienst wurde er hier 1919 noch einmal Sechster und war in den Jahren danach noch in der Seniorenwertung erfolgreich.

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 floh Orlik nach Großbritannien.

Literatur Orlik, Simon, in: Ignaz Hermann Körner: Lexikon jüdischer Sportler in Wien 1900–1938. Herausgeber Marcus G. Patka. Wien: Mandelbaum, 2008, S. 169.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Schwimmer (Österreich) Kategorie:Olympiateilnehmer (Österreich) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Zwischenspiele 1906 Kategorie:Sportler (Wiener AC) Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn) Kategorie:NS-Opfer Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus Kategorie:Österreichischer Emigrant im Vereinigten Königreich Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1876 Kategorie:Gestorben 1942 Kategorie:Mann