Siemoken, 1938 bis 1945: Hintertannen, , ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.
Lage Die Ortsstelle befindet sich fünf Kilometer nördlich von Pobedino (Schillehnen/Schillfelde) am Rande des les Scheschupski (dt. Weszkaller Forst, 1938 bis 1945: Staatsforst Waldlinden). Die südliche Grenze der ehemaligen Gemeinde bildet der kleine Fluss Staraja (dt. Alxnuppe, 1938 bis 1945: Hangwasser).
Geschichte mini|Die Landgemeinde Siemoken auf einem Messtischblatt von 1927 Der Ort ging 1560 als Abzweigung von der 1517 entstandenen Streusiedlung Derwinthin als Waischwill hervor und erhielt seinen späteren Namen durch den ersten Siedler Simon Cwyttaitis. 1660 hieß die Siedlung Symoken, 1664 Siemonkeitschen. Der bei der Großen Pest 1709/1710 entvölkerte Ort wurde 1719 als Simockayten neu besiedelt.Prästationstabellen von Siemoken, zusammengestellt von Erwin Speer Um 1780 war Siemocken ein königlicher Bauernort.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 150. 1874 wurde die Landgemeinde Simoken in den neu gebildeten Amtsbezirk Wisborienen im Kreis Pillkallen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Grenzhöhe Seit etwa 1885 schrieb man Siemoken. 1929 wurde das Forsthaus Siemoken in die Landgemeinde eingegliedert. 1938 wurde Siemoken in Hintertannen umbenannt. 1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Laut dem zweisprachigen Ortsverzeichnis der Oblast Kaliningrad von 1976 gehörten Überbleibsel des Ortes noch zu Liwny (Wisborienen/Grenzhöhe).Населенные пункты Калининградской области: краткий справочник. / Ред. В.П. Ассоров, В.В. Гаврилова, Н.Е. Макаренко, Э.М. Медведева, Н.Н. Семушина. - Калининград: Калининградское книжное издательство, 1976
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 35 1871 35 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 56 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 29 davon 13 litauischsprachige 1910 37 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 38 einschließlich Forsthaus Siemoken 1939 34
Kirche Siemoken/Hintertannen gehörte zum evangelischen Kirchspiel Schillehnen.
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk