Karolewko () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Bartoszyce (Landgemeinde Bartenstein) im Powiat Bartoszycki (Kreis Bartenstein (Ostpr.)).
Geographische Lage Karolewko liegt in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, südwestlich bzw. südöstlich der einstigen und heute auf russischem Hoheitsgebiet liegenden Kreisstädte Friedland (, 23 Kilometer entfernt) bzw. Preußisch Eylau (russisch Bagrationowsk, 8 Kilometer entfernt), und nordwestlich der heutigen Kreismetropole Bartoszyce (, 12 Kilometer entfernt).
Geschichte 1820 ist das Gründungsjahr des noch vor 1871 Carolinenhof geschriebenen Ortes Karolinenhof im ostpreußischen Kreis Friedland.Dietrich Lange: Karolinenhof, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Er setzte sich aus einem Vorwerk und einer – 500 Meter weiter westlich gelegenen – Försterei zusammen.
Vor 1908 in einen Gutsort umgewandelt gehörte Karolinenhof zu „Kissitten, Anteil Kr. Friedland“ zum Amtsbezirk Markienen im Kreis Friedland (ab 1927: Kreis Bartenstein).Rolf Jehke: Amtsbezirk Liekeim/Markienen
Am 1. November 1928 gliederte man den Gutsbezirk Karolinenhof aus dem Amtsbezirk Markienen in die Landgemeinde Legden im Amtsbezirk Beisleiden (polnisch Bezledy), Kreis Preußisch Eylau, um.Rolf Jehje: Amtsbezirk Beisleiden
Als in Kriegsfolge 1945 das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, bekam Kaolinenhof die polnische Namensform „Karolewko“. Heute ist das kleine Dorf eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Bartoszyce (Bartenstein) im Powiat Bartoszycki (Kreis Bartenstein (Ostpr.)), 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Kirche Bis 1945 war Karolinenhof in die evangelische Kirche St. Johann in Bartenstein in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Bruno der Kreisstadt im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt.
Heute gehört Karolewko katholischerseits zur Pfarrei Bezledy (Beisleiden) im jetzigen Erzbistum Ermland, evangelischerseits zur St. Johanneskirche Kętrzyn (Rastenburg) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, zu der die Filialgemeinde Bartoszyce heute gehört.
Verkehr Karolewko liegt an der verkehrsreichen polnischen Landesstraße 51 (im Abschnitt der früheren deutschen Reichsstraße 128), die von der polnisch-russischen Staatsgrenze Bezledy/Bagrationowsk (Beisleiden/Preußisch Eylau) über Bartoszyce (Bartenstein) und Lidzbark Warmiński (Heilsberg) bis zur Woiwodschaftshauptstadt Olsztyn (Allenstein) führt. Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1820 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Bartoszyce