Franz Martin Lingens (* 9. August 1925 in Elberfeld; † 27. Juli 2023 in Stuttgart) war ein deutscher Biochemiker. Er war ab 1967 ordentlicher Professor für Mikrobiologe an der Universität Hohenheim.Nachruf auf Prof. Franz Martin Lingens Universität HohenheimFranz Lingens In: Ulrich Fellmeth, Kathrin Quast (Bearb.): Die akademischen Lehrer an der Universität Hohenheim 1968–2005. Scripta-Mercaturae-Verlag, Stuttgart 2008, S. 273f
Leben und Wirken Franz Lingens, Sohn von Adele Lingens, geborener Eicker, und des Studienrats Wilhelm Lingens, legte 1943 die Reifeprüfung in Krefeld ab. Er studierte Chemie und Medizin in Würzburg und Tübingen. Sein Studium der Chemie schloss er als Diplom-Chemiker ab. Seine Promotion zum Dr. rer. nat. erfolgte 1954 und die Habilitation 1959. Für die Habilitationsschrift erhielt er den Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft 1959.
Während seiner Tätigkeit als Wissenschaftlicher Rat im Chemischen Institut der Eberhard Karls Universität Tübingen, an der er seit 1955 in der Biochemischen Abteilung tätig war und 1966 außerplanmäßiger ProfessorDie Geschichte des Fachs Chemie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. wurde, nahm er den Ruf auf den Lehrstuhl und die Leitung des Instituts für Mikrobiologie an die Universität Hohenheim 1967 an. Auch nach seiner Emeritierung 1993 blieb er Hohenheim eng verbunden und vertrat bis 1996 den Lehrstuhl für Mikrobiologie.
Franz Lingens war katholisch, ab 1961 verheiratet mit Sibylle Lingens, geborener Kern, lebte in Stuttgart und hatte drei Kinder (Brigitte, Anita und Gundula).
Hauptforschungsgebiete Anaboler und kataboler Stoffwechsel von Mikroorganismen; Biosynthese von Aminosäuren, Riboflavin und Pyrrolnitrin; Mechanismus der Mutagenese; biologische Halogenierung und Dehalogenierung; mikrobieller Abbau von Arenen und Heterocyclen; Eigenschaften und Genetik von Mehrkomponenten – Enzymsystemen, Blähschlammorganismen
Literatur S. Kinas: Adolf Butenandt (1903–1995) und seine Schule. In: Veröffentlichungen aus dem Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft. Band 18, 2004, S. 123. Lingens, Franz. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 768.
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Einzelnachweise
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