Ein Gefäßtumor ist ein Tumor, der von den Gefäßen ausgeht. Grundsätzlich können Gefäßtumore von allen Teilen der Gefäßwand ausgehen: von der Intima, der Media und der Adventitia. Oft wird die Bezeichnung aber nur auf Geschwulste des Endothels bezogen.E. S. Debus, W. Gross-Fengels und J. G. Müller: Tumorerkrankungen des Gefäßsystems: Diagnostik, Therapie und Nachsorge, 2016, e.Medpedia
Einteilung Folgende Klassifikation ist gebräuchlich:C.D. M. Fletcher, J. A. Bridge, P. C. W. Hogendoorn, F. Mertens (Herausgeber): WHO classification of tumours. Pathology & genetics tumours of soft tissue and bone. 2013, WHO Classification vom Endothel ausgehend: gutartig: Hämangiom, Angiomatose, Epitheloides Hämangiom, Lymphangiom, Chorangiom in der Plazenta semimaligne: Hämangioendotheliom maligne: Angiosarkom, Malignes epitheloides Hämangioendotheliom, Kaposi-Sarkom von anderen Teilen der Gefäßwand ausgehend: Glomustumor Paragangliom Hämangioperizytom Leiomyom, Leiomyosarkom Lymphangioleiomyomatose Angiomyolipom
Vorkommen und Ursachen Die Häufigkeit maligner Gefäßtumore wird für Deutschland mit 1–2 pro 10 Mio. Einwohner und Jahr angegeben. Das Kaposi-Sarkom tritt gehäuft bei AIDS auf, das Angiosarkom nach Strahlentherapie bei Mammakarzinom (Stewart-Treves-Syndrom). Gutartige Tumore sind wesentlich häufiger, besonders das Hämangiom kommt bei bis zu 50 % der Bevölkerung vor.
Einzelnachweise
Kategorie:Tumor Kategorie:Krankheitsbild in der Angiologie