mini|hochkant|Astrid Eichhorn (2018) Astrid Eichhorn (* 31. Dezember 1983 in Offenbach am Main) ist eine deutsche theoretische Physikerin und Professorin an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg.

Leben und Wirken Eichhorn studierte Physik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 2011 promovierte sie mit Auszeichnung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu Themen quantisierter Eichtheorien und Gravitationstheorien bei Holger Gies. Nach Forschungsaufenthalten am Perimeter Institute for Theoretical Physics in Waterloo (Ontario) und am Imperial College London übernahm sie 2016 die Leitung einer Emmy-Noether-Gruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Von 2019 bis 2024 war sie Professorin für theoretische Physik an der Süddänische Universität in Odense. Seit 2024 lehrt sie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Quantengravitation, Schwarze Löcher, Physik jenseits des Standardmodells und die Renormierungsgruppe.

Nachdem unter Annahme von asymptotisch sicherer Gravitation in Verbindung mit dem Standardmodell Christof Wetterich und Michail Schaposchnikow die Masse des Higgs-Bosons eingrenzten, gelang es Astrid Eichhorn und Aaron Held in Heidelberg im Jahre 2017, damit auch die Masse des Top-Quarks herzuleiten.

2018 wurde Eichhorn zum Mitglied der Jungen Akademie gewählt, und war 2021 bis 2022 deren Sprecherin. Seit 2021 ist sie Vorsitzende einer Arbeitsgruppe zur Klimanachhaltigkeit in der Wissenschaft der All European Academies (ALLEA). Seit 2022 ist sie eine der Gastgeberinnen des Podcasts "wissen ... handeln?" der Jungen Akademie.

Auszeichnungen Seit 2016 ist Eichhorn Mitglied von AcademiaNet. 2018 erhielt sie den Hengstberger-Preis der Universität Heidelberg. Sie ist seit 2017 Visiting Fellow am Perimeter Institute und seit 2019 Mercator Fellow im Graduiertenkolleg RTG 2522 der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 2024 erhielt sie einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC) für das Projekt „Probing the quantum nature of gravity at all scales“.

2025 erhielt Astrid Eichhorn für ihre Verdienste in der Wissenschaftskommunikation den mit 5000 Euro dotierten zweiten Forum Wissen Award Göttingen.Simon Enslin: Brückenbauerin zwischen Forschung und Alltag. Astrid Eichhorn erhält den Göttinger Forum Wissen Award für ihre Arbeit der Wissenschaftskommunikation. In: Göttinger Tageblatt, 15. November 2025, S. 15. (Unter anderem Titel auch online auf goettinger-tageblatt.de, 14. November 2025, abgerufen am 15. November 2025; Bezahlschranke.)

Publikationen (Auswahl)

Weblinks

Profil auf INSPIRE-HEP Astrid Eichhorn auf der Website an der Universität Heidelberg Website an der Jungen Akademie Where Some See Strings, She Sees a Space-Time Made of Fractals - Quanta Magazin

Einzelnachweise

Kategorie:Physiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Astrophysiker Kategorie:Hochschullehrer (Syddansk Universitet) Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1983 Kategorie:Frau