In der Liste der schwedischen Feuerschiffspositionen sind die Stationen der ehemaligen bemannten schwedischen Feuerschiffe mit ihrer geographischen Position verzeichnet. Dazugehörig sind chronologisch, soweit bekannt, die eingesetzten jeweiligen Feuerschiffe aufgelistet.

Geografisch sind die Feuerschiff-Stationen entlang der schwedischen Küste von Osten (Bottnischer Meerbusen) nach Süden (Ostsee) nach Westen/Norden (Öresund, Kattegat, Skagerak) aufgeführt.

Geschichte Mit der Entwicklung der Seeschifffahrt, besonders der Frachtsegler und dem enormen zahlenmäßigen Anstieg der Dampfschiffe, ging auch die navigatorische Sicherstellung durch den Bau von Leuchttürmen in Schweden im 18. und 19, Jahrhundert einher. Aufgrund der örtlichen Bedingungen der Küstenlinie sowie der Schifffahrtsrouten zu den klassischen Anlandehäfen wurde auch der Einsatz schwimmender bemannter und mit einem Leuchtfeuer ausgestatteter Schiffe erforderlich. Feuerschiffe sind beleuchtete Navigationshilfen, die in tiefem Wasser oder an gefährlichen Stellen verankert wurden. Sie sind an ihrer markanten Form, dem meist roten Rumpf und der mittschiffs erhöhten Laterne zu erkennen. In einem Zeitraum von über 140 Jahren schwedischer Seefahrtsgeschichte waren über 30 Leuchtfeuerschiffe im Einsatz. Nur wenige Feuerschiffe, mittlerweile über 100-jährig, sind heute noch als historisches Museum oder schwimmendes Freizeit- und Restaurant-Schiff erhalten geblieben und sind wichtige Kulturdenkmale und Zeitzeuge der schwedischen maritimen Geschichte.

Schwedische Leuchtfeuerschiffe Insgesamt gab es in schwedischen Seegebieten 37 Feuerschiffe. Wenn der Standort des Feuerschiffs geändert wurde, wurde auch der Name des Schiffs geändert, um ihn an den Standort der über 20 Feuerschiffs-Position anzupassen..

Die Halbinsel Falsterbo, ein Teil der schwedische Küste, ist dafür berüchtigt, dass dort die meisten Schiffe verunglückten. Rund um die Halbinsel waren auch die schwedischen Feuerschiffe auf derselben Position 55° 17' N, 12° 47' O vor der Untiefe Falsterborev am längsten im Einsatz.

No. 00 HERMINA (1831–1831); als Yacht aus Eichenholz mit flachem Heck und einem Mast mit Segel, tags mit einem Topp-Ball und nachts einer Linsenlaterne, vor der Untiefe des Falsterborev als erstes schwedisches Feuerschiff vor Anker. Es hatte sich aber nicht bewährt und wurde wieder eingezogen.

No. 0 CYKLOP (1844–1864); als zweites schwedisches Feuerschiff seit 1844 auf Station Falsterborev. Das Feuerschiff mit zwei Laternen auf den Masten, hatte rot gestrichene Seiten mit den weißen Buchstaben F. S. und hatte sechs Mann Besatzung mit einem Leuchtfeuerwärter als Kapitän. 1863 wurde das Feuerschiff an Privat verkauft, blieb aber noch bis 1864 auf Station im Einsatz.

No. 1 FINNGRUNDEN (1859–1900); auf Stationen Finngrunden, Sydostbrotten, Nordströmsgrund, Västra Banken. 1901 als Transportschiff verkauft und 1928 verschrottet.

No. 2A SYDOSTBROTTEN (1862–1894); auf Station Sydostbrotten. 1894 bis 1933 als Hilfsschiff FREJA im Einsatz, danach an Privat verkauft.

No. 2B ALMAGRUNDET (1896–1969); auf Stationen Almagrundet, Kopparstenarna, Hävringe, Malmö Redd. Nach der Außerdienststellung mehrfach restauriert und seit 1999 als Museumsschiff im Hafen von Västerås und seit 2015 nach Gävle.

No. 3 GRUNDKALLEN (1864–1903); auf Stationen Grundkallen, Svenska Björn, Kopparstenarna. Nach der Reserve vermutlich durch die Lotsenbehörde als Lastschiff eingesetzt.

No. 4 FALSTERBOREV (1865–1909); auf Stationen Falsterborev, Kalkgrundet. Von 1897 bis 1909 als Reserve und 1910 verkauft.

No. 5 UTGRUNDEN (1866–1966); auf Stationen Utgrunden, Svenska Björn, Finngrunden und bis 1962 wieder Svenska Björn. Danach als Lastschiff verkauft. 1999 in Västerås und Umbau/Restaurierung von privat.

No. 6 SVENSKA BJÖRN (1868–1970); auf Stationen Svenska Björn, Grundkallen, Kopparstenarna, Almagrundet. Von 1967 bis 1970 als Reserve, danach verkauft an Privat.

No. 7 VULKAN (1854–1899); als Holzboot, auf Stationen Grundkallen, Utgrunden, Svinbådan, Kalkgrundet, Finngrunden, Västra Banken. 1900 verkauft an Privat.

No. 8 SVINBÅDAN (1870–1972); auf Stationen Svinbådan, Falsterborev. 1973 verkauft an Privat, 1976 in Ystad verschrottet. Laterne in Skanör erhalten.

No. 9 DIANA (1870–1900); als ältestes schwedisches Feuerschiff (ex. ESPLENDIAN von 1782) auf Station Grepen und bis 1900 wechselnd auf Stationen als Reserve, danach verkauft.

No. 10A ODIN (1870–1892); auf Stationen Jerskullen und als Lotsenboot auf Malmö Redd (ohne Leuchtfeuer). 1893 verkauft und verschrottet.

No. 10B FLADEN (1892–1965); auf Stationen Fladen, Grisbådarna. 1967 verkauft an Privat, als Sportfischerboot, Umbau als Geschäfts- und Clubschiff und weiteres.

No. 11 IRENE (1873–1932); auf Stationen Kalkgrundet, Oskarsgrundet. 1932 Einsatz als Arbeitsschiff BJÖRN und 1942 verkauft.

No. 12 GREPEN (1875–1899); auf Stationen Grepen, Kopparstenarna, Finngrunden. Bis 1899 noch als Reserve-Feuerschiff und 1900 in Göteborg verkauft.

No. 13 KALKGRUNDET (1875–1961); auf Stationen Kalkgrundet, Malmö Redd. 1961 durch Leuchtturm ersetzt und 1962 verkauft. 1980 in Spanien verschrottet.

No. 14 SVINBÅDAN (1877–1934); auf Stationen Svinbådan, Sydostbrotten. 1938 verschrottet.

No. 15 UTGRUNDEN (1884–1959); auf Stationen Utgrunden, Norströmsgrund, Östra Kvarken. 1961 verschrottet.

No. 16 KOPPARSTENARNA (1888–1924); auf Stationen Kopparstenarna, Fladen. 1924 durch Brand an Bord zerstört und gesunken.

No. 17 SVINBÅDAN (1894–1960); auf Station Svinbådan. 1968 bis 1972 als Hilfsschiff LAGAREN, danach verkauft an Stiftung Skeppsholmgården.

No. 18 RESERV (1894–1957); Reserve-Feuerschiff auf ständig wechselnden Stationen. 1959 verkauft und verschrottet.

No. 19 NORSTRÖMSGRUND (1894–1955); auf Stationen Norströmsgrund, Utgrunden, bis 1955 Grepen. Danach Umbau zu Unterkunftsschiff und 1973 verkauft an Privat.

No. 20 GREPEN (1883–1952); auf Station Grepen. Heimathafen war Öregrund. 1917 wurde es versenkt, später wieder gehoben, repariert und bis 1947 wieder eingesetzt. 1953 zur Verschrottung verkauft.

No. 21 TRELLEBORGSREDD (1899–1961); auf Stationen Trelleborgsredd, Oskarsgrundet. Heute in Biskopsuddens Marina, Stockholm.

No. 22 VÄSTRA BANKEN (1900–1963); auf Stationen Västra Banken, Norströmsgrund, Öregrund. 1965 Umbau als Unterkunftsschiff und 1968 verkauft, 1969/70 zur Verschrottung nach Ystad.

No. 23 KOPPASTENARNA (1902–1970); auf Stationen Kopparstenarna, Grundkallen, Västra Banken. Aufgelegt als Museumsschiff am Hafen von Öregrund, der Schiffsrumpf wurde nach Grenada verkauft, im Ressort Le Phare Bleu.

No. 24 RESERV (1901–1965); auf Stationen Finngrundet, Fladen, Svenska Björn. 1965 verkauft an Privat, 2014 Laterne in Orrefors Stugby-Hostel.

No. 25 FINNGRUNDET (1903–1969); auf Station Finngrundet. Heimathafen war Öregrund. Heute in Stockholm am Pier des Vasa-Museum.

No. 26 RESERV (1903–1953); Reserve-Feuerschiff kurzzeitig auf wechselnden Stationen. 1960 verkauft und verschrottet.

No. 27 MALMÖ REDD (1906–1962); auf Station Malmö Redd. 1952 bis 1962 Reserve in Malmö, danach verkauft zur Verschrottung.

No. 28 RESERV (1910–1972); bis 1929 Reserve-Feuerschiff, 1930/31 Umbau danach bis 1972 auf Station Falsterborev,Foto von 1955 in: DM Trelleborgs Museum (schwedisch) 1975 verkauft an Privat. 1999 als Restaurantschiff in Nieuwpoort in Belgien. 2007 im Hafen von Le Havre gesunken. 2012 verschrottet, Laterne in Skanör erhalten.

No. 29 ÖLANDSREV (1919–1969); auf Stationen Ölandsrev, Hävringe, Fladen. Heute als Museumsschiff FLADEN in Göteborg.

No. 30 GRUNDKALLEN (1923–1972); auf Stationen Grundkallen, Svenska Björn. Heimathafen war Öregrund. 1969 bis 1972 Reserve, 1974 verkauft zur Verschrottung nach Ystad.

No. 31 MEGRUNDET (1883–1937); auf Stationen MegrundetLeserbrief: Als wir in Megrundet fast zu Mittag gegessen hätten. 2010 (schwedisch). 1937 verkauft an Privat, in den 70er Jahren umgebaut und 2022 in Stockholm.

No. 32 FLADEN (1926–1965); auf Stationen Fladen und Vinga, danach Wohn- und Hilfsschiff LEDAREN, bis 1978 Skeppsholmgården, seit 2009 finnisch als VINGA vor Hylkysaari, Helsinki.

No. 33 SYDOSTBROTTEN (1934–1970); auf Stationen Sydostbrotten, Norströmsgrund. 1970 verkauft an Privat, Umbau als Charterschiff.

Stationen Schwedischer Feuerschiffe