Mellach ist eine Ortschaft in der Stadtgemeinde Straßburg im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten (Österreich). Mit einer Bevölkerung von Einwohnern (Stand ) ist es nach Straßburg-Stadt der einwohnerstärkste Ort in der Gemeinde Straßburg.

Lage Mellach liegt zentral in der Gemeinde Straßburg, östlich neben dem Gemeindehauptort Straßburg-Stadt am Talboden des Gurktals, an der Gurktalstraße.

Der Großteil der zu Mellach gehörenden Wohnhäuser bildet ein kleines Dorf (u. a. Zechner-Hube, Nr. 11, Mayer-Hube, Nr. 13, Moser-Hube, Nr. 16, und Wieser-Hube, Nr. 21) und eine 250 m nördlich davon befindliche Häuserzeile (u. a. Kohlbarren-Keusche, Nr. 9) am Ratschachbach. 50 Höhenmeter darüber liegt Helfer (Nr. 10).

Knapp 1 km südwestlich des Dorfs gibt es eine Gruppe von Häusern (u. a. Sumper, Nr. 7) und Betrieben (Metallbau Selinger, Sägewerk LSB Lärchenholz Buchhäusl). Rechts der Gurk liegt hier eine ehemalige Mühle (Nr. 8). Einst stand hier eine zur Pfarre St. Georgen unter Straßburg gehörende Filialkirche St. Agatha, die Ruine der 1930 profanierten Kirche wurde 1997 abgerissen.Agathenkirche, auf www.kleindenkmaeler.at

Zu Mellach gehören außerdem der Hof Mellacher (Nr. 5) am westlichen Ausläufer des Galgenkogels, der Hof Strohmaier (Nr. 1) an der Gurk, und die Eskurial Hube (Nr. 3, samt Schießstand).

Der meisten zu Mellach gehörenden Häuser stehen in der Katastralgemeinde St. Georgen; einzig der Hof Strohmaier befindet sich in der Katastralgemeinde Straßburg Stadt.

Geschichte 1164 wird Melach urkundlich genannt.August von Jaksch: Monumenta historica Ducatus Carinthiae: Geschichtliche Denkmäler des Herzogthumes Kärnten. 2. Band: Die Gurker Geschichtsquellen 1233 – 1269. Ferd. von Kleinmayr, Klagenfurt 1898. S. 221.

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurden Hinrichtungen des Landgerichts Straßburgs des Bistums Gurk am Galgenbichl bei Mellach durchgeführt. Die im Wald außerhalb der Ortschaft frei zugänglichen Reste des gemauerten GalgensGalgen Straßburg, auf lefnaer.com, abgerufen am 3. August 2023Straßburger legten einen Galgen frei, auf kleinezeitung.at, abgerufen am 3. August 2023 stehen unter Denkmalschutz ().

Seit Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts gehört Mellach zur Gemeinde Straßburg.

Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 14 Häuser, 109 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 67. 1880: 16 Häuser, 127 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 54. 1890: 14 Häuser, 124 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 55. 1900: 12 Häuser, 127 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 74. 1910: 16 Häuser, 107 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 37. 1923: 11 Häuser, 124 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 15. 1934: 128 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 15. 1951: 13 Häuser, 133 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Wien 1953. S. 175. 1961: 21 Häuser, 131 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 255. 2001: 30 Gebäude (davon 26 mit Hauptwohnsitz) mit 31 Wohnungen; 87 Einwohner und 2 Nebenwohnsitzfälle; 28 Haushalte; 3 Arbeitsstätten, 7 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 123. 2011: 29 Gebäude, 80 Einwohner, 28 Haushalte, 5 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 47. 2021: 31 Gebäude, 59 Einwohner, 24 Haushalte, 11 Arbeitsstätten

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Straßburg, Kärnten) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan