Der Große Lindleinsee ist ein See bei Rothenburg ob der Tauber im mittelfränkischen Landkreis Ansbach in Bayern.

November 2025 wird der See aufgrund des Hochwasserschutzes entlang des Ufers weiträumig umgebaut.

Beschreibung Der See liegt auf etwa 3,5 km nordöstlich der Stadtmitte von Rothenburg in der noch recht flachen Talmulde des westwärts fließenden und ihn entwässernden Saubachs. Dieser entsteht im See, dem von zuletzt Osten her der Schweinsbach und von zuletzt Südosten der Bauerngraben zufließen. Diese beiden einzigen Seezuflüsse entstehen am Fuß der Stufenkante der Frankenhöhe, deren dortiger Abschnitt Rothenburger Hardt genannt wird, während der See davor im Nordöstliche Rothenburger Landwehr genannten Teil des Unter-Naturraums Östliche Hohenloher Ebene der Hohenloher und Haller Ebene liegt.

Der See liegt in den geologisch viel jüngeren quartären Talfüllungen, die in den am Hang anstehenden Lettenkeuper (Erfurt-Formation) eingelagert sind.

Der Große Lindleinsee hat eine Fläche von etwa 13,0 ha, ist etwas über 800 Meter lang und weniger als 250 Meter breit, sein Einzugsgebiet umfasst etwa 10,1 km². Er ist vor allem im Einlaufbereich seiner beiden Zuflüsse und am oberen südlichen Ufer von einer breiten Riedzone umgeben, abschnittsweise säumen deren Übergang in die Felder am Unterhang Feldhecken. Der unterhalb des Damms im Westen abfließende Saubach durchfließt schon nach gut hundert Meter den weniger großen Kleinen Lindleinsee, der hinter dem Straßendamm der St 2416 Rothenburg–Steinsfeld angestaut ist.

Beide Lindleinseen, eine schmale Randzone und etwas weiter ausgreifende Gebiete um die beiden Einlaufbereiches des Großen Lindleinsee stehen als Vogelfreistätte Großer und Kleiner Lindleinsee unter Naturschutz.

Die nächsten Orte sind die Einöde Chausseehaus von Steinsfeld am Damm des Kleinen Lindleinsee, das Kirchdorf Schweinsdorf der Gemeinde Neusitz im Osten und die Stadt Rothenburg ob der Tauber, deren Ortsrand mit 1,6 km am weitesten entfernt ist. Der See liegt zur Gänze gerade noch im Rothenburger Stadtgebiet.

Im November wird der See im Zuge des Hochwasserschutzes im Uferbereich weitgehend umgebaut.

Der See ist unter dem Namen Großer Lindelsee schon auf einer topographischen Karte aus dem 19. Jahrhundert eingetragen.

Einzelnachweise BayernAtlas („BA“) Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Großer und Kleiner Lindleinsee und Umgebung Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Höhe: Höhe nach blauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Amtliche Karte. Länge: Dimensionen abgemessen auf dem Hintergrundlayer Amtliche Karte. EZG: Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Amtliche Karte. Seefläche: Seefläche abgemessen auf dem Hintergrundlayer Amtliche Karte. Sonstige: Geologie nach dem Layer Geologischen Karte 1:500.000. Alter Name nach dem Hintergrundlayer Historische Karte.

Sonstige

Einzugsgebiet nach:

Literatur Amtliche Topographische Karte (ATK) 1:25.000 Nr. G06 Bad Windsheim des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Bayern

Weblinks Karte von Großem und Kleinem Lindleinsee und Umgebung auf:

Kategorie:See im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Rothenburg ob der Tauber) SGrosser Lindleinsee