Kowpakowo (, , ) ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.
Die Ortsstelle befindet sich drei Kilometer östlich von Pobedino (Schillehnen/Schillfelde) und ist von dort auf einem Weg zu erreichen. Vor 1945 hatte der Ort einen Haltepunkt am nach Doristhal führenden Strang der Pillkaller Kleinbahn.
Geschichte mini|Die Gemeinde Hochfeld auf einem Messtischblatt von 1936 Eydgenischken wurde seit 1660 erwähnt.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Hochfeld (Ostpr.) Um 1780 war Eidgimischken ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 33. 1874 wurde die Landgemeinde Eidgimmischken in den neu gebildeten Amtsbezirk Wisborienen im Kreis Pillkallen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Grenzhöhe 1928 wurde der Gutsbezirk Bartkowen (s. u.) an die Landgemeinde Eydgimmischken angeschlossen und die so erweiterte Landgemeinde in Hochfeld umbenannt. 1940 erhielt sie die Zusatzbezeichnung (Ostpr.).
1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 erhielt er (als Eydgimmischken) den russischen Namen Kowpakowo und wurde gleichzeitig dem neu gebildeten Dorfsowjet Pobedinski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Kowpakowo wurde vor 1988 aus dem Ortsregister gestrichen.In der Административно-территориальное деление Калининградской области 1989 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1989 (mit Stand von 1988), herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei) taucht der Ort nicht mehr auf.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 56 1871 59 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 75 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 106 davon 26 litauischsprachige, 10 Juden 1910 84 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 81 einschließlich Bartkowen 1939 71
Bartkowen Bartkowen war um 1780 ein kölmisches Gut.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 10. 1874 kam auch der Gutsbezirk Bartkowen in den Amtsbezirk Wisborienen. 1928 erfolgte dann die Eingliederung in die Landgemeinde Hochfeld. Dort wurde ab 1938 der Name des Ortsteils nicht mehr verwendet.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867 14 1871 12 1885 12 1905 12 davon 4 litauischsprachige 1910 9 1925Zeitschrift des Preussischen Statistischen Landesamts, Band 67, 1927 26
Kirche Hochfeld/Eydgimmischken und Bartkowen gehörten zum evangelischen Kirchspiel Schillehnen. Die katholische Minderheit (1905 insgesamt 14 Bewohner) war bis 1930 in Bilderweitschen und dann in Schillehnen eingepfarrt.
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk