Das Dorf Wohlmuthausen ist ein Teilort der Stadt Forchtenberg im Hohenlohekreis in Baden-Württemberg.
Geographische Lage Die Wohnplätze auf den Hochflächen zwischen Hirschbach, Sall und Kupfer bilden sechs Siedlungsgruppen. Im Nordosten liegt Wohlmuthausen in einer flachen Quellemulde auf . Das Ortsbild wird geprägt von großen Bauernhäusern mit erweiterten Wirtschaftsräumen. Am südlichen Ortseingang dominieren das 1905 erstellte stattliche Rat- und frühere Schulhaus sowie das Gasthaus zum Hirsch. Im Nordwesten hat sich ab Ende der 1970er Jahre das Neubaugebiet Halsäcker entwickelt.
Verkehr Wohlmuthausen ist in wenigen Minuten von der Bundesautobahn 6, Anschlussstelle Neuenstein erreichbar. Die Landesstraße L 1046 bildet die Hauptachse (Hohenlohestraße) des kleinen Dorfes. An den Nahverkehr im Verkehrsverbund H3NV ist der Ort mit Buslinien angebunden.
Geschichte Der Ort Wohlmuthausen ist urkundlich erstmals 1231 erwähnt. Er ist sehr wahrscheinlich im 11. oder 12. Jahrhundert entstanden. Die gesamte Gemarkung Wohlmuthausen wurde von der Rodung erst recht spät erfasst. Wahrscheinlich war sie um 1050 noch völlig unbesiedelt. Wohlmuthausen gehörte ab dem 13. Jahrhundert den Reichsministerialen von Weinsberg. Bei der Landesteilung von 1553 kam Wohlmuthausen an Hohenlohe-Neuenstein. Von 1835 bis zum 30. November 1971 war Wohlmuthausen eine selbstständige Gemeinde. Seit dem 1. Dezember 1971 ist Wohlmuthausen mit den umliegenden Ortschaften Metzdorf, Schwarzenweiler, Orbachshof, Hohensall und Haberhof ein Stadtteil der Stadt Forchtenberg. Am 31. Dezember 2008 waren in Wohlmuthausen 407 Einwohner gemeldet.
Wappen Gemeindewappen der ehemaligen Gemeinde Wohlmuthausen. Blasonierung: In Rot ein silberner Pflug, darunter drei silberne Schildchen (2:1).
Kommunale Vertreter 1. Schultheißen, Bürgermeister und Ortsvorsteher 1835–1859: Metz 1859–1875: Bürkert 1876–1891: Hirsching 1891–1912: Johann Christian Megerle 1912–1936: Hebeiß 1936–1937: Gotthold Megerle 1937–1945: Albert Krepp 1945–1946: Streckfuß (kommissarisch vom Landrat eingesetzt) 1946–1954: Wilhelm Wolf 1954–1976: Ernst Hertrich (Bürgermeister bis 30. November 1971, danach Ortsvorsteher) 1977–1985: Friedrich Streckfuß (sen.) 1985–2004: Wolfgang Megerle 2004–2014: Friedrich Streckfuß (jun.) Seit 2014: Dietmar Marmein
2. Ortschafstrat seit 2024 Dietmar Marmein (OV) David Steffl Günter Braun Achim Kärcher (Stv. OV) Jens Michelfelder Heiko Hammel
Wirtschaft Das Dorf ist landwirtschaftlich geprägt.
Kultur Der hohenlohische Dialekt ist noch lebendig und wird nicht nur von den älteren Bewohnern gesprochen. Die Freiwillige Feuerwehr, der Gesangverein, der Landfrauenverein und der Motorsportclub HWRT bereichern das kulturelle Angebot mit einer Vielzahl von Angeboten.
Seit 2024 gibt es den neuen Verein JODA e .V. mit Sitz in Wohlmuthausen, dessen Namen sich aus Jagd, Oldtimer, Darts und Angeln zusammen setzt und sich für den Kulturerhalt im Teilort Wohlmuthausen einsetzt.
Regelmäßige Veranstaltungen: Der Gesangverein und die Feuerwehr veranstalten jährlich eine Hocketse. Am Samstag vor dem vierten Advent findet die Dorfweihnacht statt, an der sich alle ansässigen Vereine aktiv beteiligen.
Persönlichkeiten Jürgen Geist, Rallye Fahrer, Meister DRS (Deutsche Rallye Serie 2013 und 2014) Heiko Hammel, Rennfahrer, ADAC GT Masters, DTC (Deutsche Tourenwagen Challenge) Meister 2014
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Forchtenberg) Kategorie:Ort im Hohenlohekreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Hohenlohekreis) Kategorie:Ersterwähnung 1231 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971