Chalturino (, , ) ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.
Die Ortsstelle befindet sich vier Kilometer östlich von Pobedino (Schillehnen/Schillfelde).
Geschichte mini|Die Gemeinde Albrecht-Naujehnen auf einem Messtischblatt von 1936 Der Ort wurde kurz vor 1722 gegründet.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Albrechtswalde Um 1780 war Albrecht-Naujehn ein kölmisches Gut.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 2. 1874 wurde die Landgemeinde Albrecht-Naujehnen in den neu gebildeten Amtsbezirk Wisborienen im Kreis Pillkallen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Grenzhöhe 1938 wurde Albrecht-Naujehnen in Albrechtswalde umbenannt.
1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 erhielt er den russischen Namen ChalturinoDie Zuordnung von Chalturino zu Albrecht-Naujehnen bzw. Albrechtswalde erscheint nicht ganz sicher. Im Umbenennungserlass wurde als deutscher Ort „Naspenen“ angegeben, was für Naujehnen noch angehen könnte und in der administrativ-territorialen Einteilung der Oblast Kaliningrad von 1975 wird die Entfernung von Chalturino zum Zentrum Pobedino mit fünf Kilometer angegeben, wobei es hier eher vier Kilometer sind. Aber vor allem, welcher Ort sollte es sonst gewesen sein? und wurde gleichzeitig dem neu gebildeten Dorfsowjet Pobedinski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Chalturino wurde vor 1988 aus dem Ortsregister gestrichen.In der Административно-территориальное деление Калининградской области 1989 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1989 (mit Stand von 1988), herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei) taucht der Ort nicht mehr auf.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 45 1871 35 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 43 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 36 1910 37 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 34 1939 38
Kirche Albrecht-Naujehnen/Albrechtswalde gehörte zum evangelischen Kirchspiel Schillehnen.
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk