Wingillen, 1938 bis 1945: Feuchtwiesen, , ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.

Die Ortsstelle befindet sich drei Kilometer südsüdöstlich von Pobedino (Schillehnen/Schillfelde) an dem kleinen Fluss Osjornaja (dt. See-Graben, früherSo auf der Schroetter-Karte von 1802 Alxnuppe) und ist über einen Weg zu erreichen, der von der Regionalstraße 27A-026 (ex R 511) abzweigt.

Geschichte mini|Die Gemeinde Wingillen auf einem Messtischblatt von 1936 Der Ort wurde seit 1660 erwähnt und hieß zunächst Warschallen.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Feuchtwiesen Um 1780 war Wingillen ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 183. In der Folge wurde eine Abdeckerei eingerichtet, die mit Klein Wingillen bezeichnet wurde, während der Hauptort nun Groß Wingillen genannt wurde. 1857 wurde die Abdeckereibesitzung Klein Wingillen an die Landgemeinde Groß Wingillen angeschlossen. 1874 wurde die Landgemeinde Groß Wingillen in den neu gebildeten Amtsbezirk Schillehnen im Kreis Pillkallen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Schillfelde Später wurde sie (wieder) einfach mit Wingillen bezeichnet. 1938 wurde Wingillen in Feuchtwiesen umbenannt. 1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Einen russischen Namen erhielt er nicht mehr.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 170 1871 167 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 144 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 148 davon 46 litauischsprachige 1910 158 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 146 1939 127

Kirche Wingillen/Feuchtwiesen gehörte zum evangelischen Kirchspiel Schillehnen. Die katholische Minderheit (1905: 11 von 148 Bewohnern) war bis 1930 in Bilderweitschen und dann in Schillehnen eingepfarrt.

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk