mini|Ansichtskarte (Revers) Nr. 267 „Amtliche Ausgabe der Königlichen Zeughaus-Verwaltung“ zur Artillerie-Ausstellung; Verlag von Julius Bard; Druck der Reichsdruckerei
Der Julius Bard Verlag, mit Varianten teils Bard-Verlag für Literatur und Kunst und zeitweilig auch Bard, Marquardt & Co. genannt,Angaben nebst Querverweisen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek war der Verlag des gleichnamigen Verlegers Julius Bard. Er bestand von 1910 bis in die 1930er Jahre.
Geschichte und Verlagsprogramm Der Verlag hatte seinen Sitz am Ludwigkirchplatz 7 im Berliner Zentrum und gab im Zeitraum von 1900 (obwohl er offiziell erst 1910 gegründet wurde) bis 1931 zahlreiche Kunstbücher und Kataloge für Museen heraus.Julius Bard Verlag auf der Seite des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg.
Während des Ersten Weltkriegs brachte der Verlag die Zeitschrift Krieg und Kunst mit „Original-Steinzeichnungen [von Künstlern] der Berliner Sezession“ auf den Markt.Krieg und Kunst in der Zeitschriftendatenbank (ZDB)
Der Verlag Julius Bard ging während der Zeit des Nationalsozialismus an die ebenfalls in Berlin ansässige Frankfurter Verlags-Anstalt AG über.
1937 wechselten rund 2400 Fotonegative im Auftrag des Bard-Verlages entstandener Aufnahmen von Gemälden aus Museen in Berlin, Bremen, Budapest und Kassel ihren Besitzer: Die Negative wurden später Teil der Sammlungen des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg.
Publikationen (Auswahl) um 1900: Malcolm Bell, Richard Muther (Hrsg.): Burne-JonesBücher vom Verlag Julius Bard, abgerufen am 26. Juli 2023. 1901: Eduard Nascher: Handbuch der Geschichte der Weltliteratur. Nach den besten Quellen bearbeitet. 1902: Paul Gottschalk: Der Anarchist, Novellen. Umschlagzeichnung und Buchschmuck entworfen von Georg Tippel 1902: Julius Meier-Graefe: Manet und sein Kreis 1902: Arthur Möller-Bruck: Das Variete 1902: Barbey d’Aurevilly, Jules Amedee: Finsterniss. (OT: Une histoire sans Nom). Buchschmuck von Georg Tippel 1903: Eine empfindsame Reise im Automobil von Berlin nach Sorrent und zurück an den Rhein, in Briefen an Freunde geschildert von Otto Julius Bierbaum. Mit vierzig Abbildungen teils nach der Natur und teils nach Kunstwerken. Lerne zu reisen ohne zu rasen. Im Verlage von Julius Bard in Berlin Weihnachten MCMIII. 1905: Georg Münzer: Wunibald Teinert. Eine trag-komische Musikanten- und Kritikergeschichte 1907: Emanuel von Brodman: Der Wanderer und der Weg 1908: Julius Vogel: Goethes Tagebuch der italienischen Reise Mit sechs landschaftlichen Zeichnungen des Dichters 1908: Ernst Heidrich (Hrsg.): Albrecht Dürers schriftlicher Nachlass. Familienchronik / Gedenkbuch / Tagebuch der niederländischen Reise / Briefe / Reime / Auswahl aus den theoretischen Schriften. Mit neun Zeichnungen und drei Holzschnitten Dürers 1909–1911: Hans Posse: Königliche Museen zu Berlin. Die Gemäldegalerie des Kaiser-Friedrich-Museums. 1910: Laurence Sterne: Yoricks empfindsame Reise durch Frankreich und Italien. Deutsch von Johann Joachim Bode. 1910: Casimir von Chledowski: Der Hof von Ferrara; autorisierte Übersetzung aus dem Polnischen von Rosa Schapire. Titelzeichnung und Entwurf des Originaleinbandes von Walter Tiemann. 1910: Weihnachts-Katalog 1910. Das moderne Buch des Jahres 1910, ein neuer Weihnachtskatalog 1911: Amtliche Veröffentlichung der Königlichen Nationalgalerie zu Berlin. Erwerbungen für die Königliche Nationalgalerie von 1910 und 1911, Ausgestellt in der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin 24. September bis 18. Oktober 1911 1911: Karl Lachmann (Hrsg.): Der Nibelunge Noth. Nach der ältesten Überlieferung herausgegeben 1913: Katalog der königlichen Gemäldegalerie zu Cassel. Berlin 1913 1914: Daniel Chodowiecki, Paul Landau: Chodowieckis Illustrationen zu den deutschen Klassikern 1914: William Hogarth: Aufzeichnungen 1914: M. Leitner: William Hoogarths Aufzeichnungen. Seine Abhandlung Analyse der Schönheit 1916: Gabriel von Térey: Die Gemäldegalerie des Museums für Bildende Künste in Budapest 1916: Bernhard Kellermann: Der Krieg im Argonnerwald 1919: Emil Waldmann: Die Bremer Kunsthalle. Amtlicher Führer 1920: Jaro Springer (Hrsg.): Fünfzig Bildniszeichnungen von Albrecht Dürer 1920: Ludwig Justi: Deutsche Malkunst im neunzehnten Jahrhundert 1921: Erinnerungsbüchlein an die Brautzeit Alfred Rethels. Zeichnungen von Alfred Rethel für seine Braut mit Versen, die sie den Blättern hinzugefügt dem Jahre 1851. 1923: Ernst Kühn: Antikes Schreibgerät (Meisterwerke in Berlin) 1923: Bruno Schröder: Römische Bildnisse ? : Cornelius Gurlitt: Das französische Sittenbild des achtzehnten Jahrhunderts im Kupferstich 1926: Ernst Guggenheim: Das böse Weib. Alte Schwänke und Geschichten. Neu erzählt 1928: Gustav Glück, Franz Martin Haberditzl: Die Handzeichnungen von Peter Paul Rubens 1929: L. Fischel: Katalog der Badischen Kunsthalle Karlsruhe mit 24 Abbildungen 1929: Wilhelm Stein: Holbein 1929: Die staatliche Gemäldesammlung zu Dresden 1930: Max Martersteig: Giovanni Segantini (Die Kunst: Sammlung illustr. Monographien, Band 21) ? : Richard Muther (Hrsg.): Auguste Rodin. (Die Kunst, Band X.) 1930: Hanns Sachs: Bubi: Die Lebensgeschichte des Caligula 1931: Ludwig Justi: Von Corinth bis Klee ? : Rainer Maria Rilke: Auguste Rodin. Mit zwei Photogravüren und sechs Vollbildern in Tonätzung (Die Kunst. Herausgegeben von Richard Muther, Bd. 10)
Weblinks
Julius Bard Verlag, Berlin auf der Seite des Museum of Modern Art (MoMA)
Einzelnachweise
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