Groß Königsbruch, , ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.

Die Ortsstelle befindet sich sechs Kilometer nördlich von Kutusowo (Schirwindt) am Rande des Hochmoores Bolschije Kusty „Große Sträucher“ (dt. Große Plinis, auch Königsbruch genannt).

Geschichte mini|Die Gemeinde Groß Königsbruch auf zwei Messtischblättern von 1934 und 1936 Der Ort wurde nach 1765 gegründet.Erwin Spehr: Aus der Geschichte des Kreises Schloßberg (Pillkallen), auf wiki.genealogy.net Um 1780 war Groß Königsbruch ein adeliges Dorf, dem auch eine (königliche) Windmühle zugehörte.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 73. 1874 wurde die Landgemeinde Groß Königsbruch in den neu gebildeten Amtsbezirk Doristhal im Kreis Pillkallen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Doristhal 1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Einen russischen Namen erhielt er nicht mehr.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 80 1871 84 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 63 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 74 davon 14 litauischsprachige 1910 49 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 37 1939 27

Kirche Groß Königsbruch gehörte zum evangelischen Kirchspiel Schirwindt. Die katholische Minderheit (1905: 17 von 74 Bewohner) war bis 1930 in Bilderweitschen und dann in Schillehnen eingepfarrt.

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk