Krastudy ( Krastuden, früher Krastudi) ist eine Ortschaft in der Landgemeinde (Gmina) Mikołajki Pomorskie im Powiat Sztumski der polnischen Woiwodschaft Pommern.

Geographische Lage Die Ortschaft liegt im ehemaligen Westpreußen, etwa neun Kilometer südöstlich von Sztum, vier Kilometer nördlich von Mikołajki Pomorskie und drei Kilometer südwestlich von Nowy Targ.

Geschichte mini|Ortseingang (Juli 2022) Ältere Ortsbezeichnungen sind Cracztude (1402), Kraczthut (1408), Cracztude sowie Craczttudo (15. Jh.), Kranzstuden (1442) und Krastudy (1608).Friedrich Wilhelm Ferdinand Schmitt: Geschichte des Stuhmer Kreises. Thorn 1868, S. 234 (Google Books). Das Gut gehörte 1608 der Margaretha Brant, geb. Rabe, und befand sich seit Mitte des 17. Jahrhunderts im Besitz der Familie Szeliski. 1804 war von Kodlinski Besitzer, und das Gut war auf 15.000 Taler abgeschätzt worden. Um 1896 befand sich das Rittergut Krastuden mit Ziegelei und Mahlmühle im Besitz des Landschaftsdirektors Ludwig Plehn.C. Leuchs: Adressbuch aller Länder der Erde der Kaufleute, Fabrikanten, Gewerbetreibenden, Gutsbesitzer etc. Band 11a: Westpreussen, Nürnberg 1896, S. 243 (Google Books).

Am 1. April 1927 hatte des Gut Krastuden eine Flächengröße von 437 Hektar.

Am 30. September 1929 wurde der Gutsbezirk Krastuden in die Landgemeinde Neumark, Kreis Stuhm, eingegliedert.Amtsbezirk Krastuden (Territorial.de)

Demographie

+ Bevölkerungsentwicklung bis 1925 Jahr Einwohner Anmerkungen 1783 – adliges Dorf und Krug, 13 Feuerstellen (Haushaltungen), in WestpreußenJohann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Zweiter Theil welcher die Topographie von West-Preussen enthält. Anhang (mit neu beginnender Seitenzählung): Volständige Topographie vom West-Preußischen Cammer-Departement, Marienwerder 1789, S. 101 (Google Books). 1818 123 Dorf, adlige BesitzungAlexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 3: Kr–O, Halle 1822, S. 6, Ziffer 4885 (Google Books). 1864 147 Rittergut, darunter 60 Evangelische und 87 KatholikenEmil Jacobson: Topographisch-statistisches Handbuch für den Regierungsbezirk Marienwerder. Danzig 1868. Ortschaft-Verzeichnis des Regierungsbezirks Marienwerder, S. 198–199, Ziffer 65 (Google Books). 1910 83 Gutsbezirk, am 1. Dezember, darunter sechs Evangelische und 68 Katholiken; 58 Personen mit polnischer MutterspracheKöniglich Preußisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon der Regierungsbezirke Allenstein, Danzig, Marienwerder, Posen, Bromberg und Oppeln. Auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und anderer amtlicher Quellen. Berlin 1912, Heft III: Regierungsbezirk Marienwerder, 3. Kreis Deutsch Krone, S. 76–77, Ziffer 104 (Google Books). 1925 97 Gutsbezirk, am 16. JuniKurt Albrecht: Die preußischen Gutsbezirke, in: Zeitschrift des Preussischen Statistischen Landesamts, 67. Jahrgang, Berlin 1927, S. 344–477, insbesondere S. 382 (Google Books).

Kirche

Die Protestanten der hier bis 1945 anwesenden Dorfbevölkerung gehörten zur evangelischen Pfarrei Groß Rohdau.Agathon Harnoch: Chronik und Statistik der evangelischen Kirchen in den Provinzen Ost- und Westpreußen, Neidenburg 1890, S. 529 (Google Books).

Literatur Krastuden, Gut, Kreis Stuhm, Regierungsbezirk Marienwerder, Provinz Westpreußen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Krastuden (meyersgaz.org). Friedrich Wilhelm Ferdinand Schmitt: Geschichte des Stuhmer Kreises. Thorn 1868 (Google Books).

Weblinks

Amtsbezirk Krastuden (Territorial.de)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Pommern Kategorie:Gmina Mikołajki Pomorskie