Die Bahnstrecke Mas-des-Gardies–Les Mazes-le-Crès ist eine größtenteils stillgelegte Bahnstrecke in Südfrankreich. Die 62,6 km lange, eingleisige Eisenbahnstrecke in den südfranzösischen Départements Hérault und Gard verbindet Mas des Gardies in der Gemeinde Vézénobres mit Les Mazes in der Gemeinde Saint-Aunès und Le Crès. Sie wurde 1875 eröffnet und in seinem zentralen Abschnitt Sommières–Lézan am 18. Dezember 1991 stillgelegt.Retranchements et declassements de lignes ou sections de lignes d’interet general des chemins de fer Francais. Auf: Lignes-oubliees, Seite 10 Zeitweise wurde sie auch als Bahnstrecke Alès–Montpellier geführt.

Geschichte

Dieser 20,3 km lange Streckenteil von Quissac nach Sommières gehörte ursprünglich zur Bahnstrecke Le Vigan–Quissac, die am 11. Juni 1863 von der Compagnie des chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée (PLM) eröffnet wurde. Am 11. Juli 1881 kam die nördliche Verlängerung an die Bahnstrecke Saint-Germain-des-Fossés–Nîmes hinzu, sodass die Streckenlänge nun 41,1 km betrug. Schon im Folgejahr wurde der Lückenschluss nach Süden zur Bahnstrecke Tarascon–Sète-Ville vollzogen. Kriegsbedingt war die Strecke vom 6. April 1940 bis 17. Dezember 1945 für den Personenverkehr geschlossen. Die Streckenschließungen sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:Ligne Mas-des-Gardies - Les Mazes-le-Crès. Auf: Infrastructure ferroviaire française, Occitanie, Gard (30), Hérault (34), 23. August 2017

Reiseverkehr 15. Mai 1938: Sommières–Les Mazes-le-Crès 6. Juni 1940: Mas-des-Gardies–Quissac 9. März 1969: Mas-des-Gardies–Sommières 18. Januar 1970: Sommières–Les Mazes-le-Crès

Güterverkehr 18. Januar 1970: Sommières–Saint-Christol 5. Juli 1971: Saint-Christol–Castries 27. Mai 1977: Castries–Vendargues 1. Oktober 1989: Mas-des-Gardies–Sommières 2000er Jahre: Vendargues–Les Mazes-le-Crès

Mit der 15,6 km langen Entwidmung zwischen Sommières und Castries begann der Rückzug der Bahn aus dem Hinterland. Es folgten die oben genannten 34,4 km zwischen Lézan und Sommières sowie 2015 und 2016 weitere 4,6 km zwischen Ribaute-les-Tavernes und Lézan. An beiden Streckenende existieren noch kurze, 2,6 bzw. 3,5 km lange Gleisstummel.

In einer Studie der Gemeinde Ribaute-les-Tavernes von Mai 2019 wird beklagt, dass 92 % der Haushalte ein Auto benutzen, um zur Arbeit zu gelangen, während Öffentlicher Verkehr gar nicht genutzt werden kann, weil die Eisenbahn 1969 den Betrieb eingestellt hat. Zudem würde der Großteil der Wege innerhalb der Gemeinde mit dem Privatwagen zurückgelegt.Plan Local d’Urbanisme de Ribaute les Tavernes. PLU de la commune de Ribaute les Tavernes Rapport de présentation mai 2019 – L’Atelier AVB - Otéis, Seite 40.

Einzelnachweise

Weblinks

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