Brunhild von Oertzen (* 29. Juni 1930; † 2. Dezember 2002) war als Äbtissin die Leiterin des evangelischen Damenstifts Kloster Isenhagen.Kloster Isenhagen, Hankensbüttel, Kloster Isenhagen.de, Stand 22. Februar 2024.

Leben mini|hochkant|Grabstein Frau von Oertzen entstammte einem alten mecklenburgischen Adelsgeschlecht mit slawischem Ursprung. Ihre Eltern waren der Offizier und Gutsbesitzer auf Herrenhaus Büttelkow Wilhelm von Oertzen und dessen zweite Ehefrau Brunhild von Zitzewitz-Bornzin.Genealogie der Mutter, Hrsg. Reinhard von Goetze-Berlin, Stand 22. Februar 2024. Der Vater, zuletzt Oberst a. D., konvertierte vor dem Eingehen seiner dritten Ehe zum Katholizismus und wurde Devotionsritter des souveränen Malteserordens, seine erste Ehe war kirchlich annulliert worden. Brunhild hatte fünf Geschwister, alle aus derselben Ehe des Vaters, sie blieben evangelisch. Ihr Halbbruder Ulrich dagegen war katholisch.

Als junge Frau in der Region Isenhagen ansässig geworden, übernahm Brunhild von Oertzen die Leitung des Klosters Isenhagen.Kloster Isenhagen, Äbtissinnen, in: Kloster Isenhagen, Stand 22. Februar 2024. Typisch für junge Frauen aus adligen Familien, galt der Kulturort Kloster als eine gute Lebensform. Die Mutter der jungen Äbtissin mit ca. 40 Jahren zog mit in die Region, sie wurde auf dem Friedhof des Klosters Isenhagen beigesetzt. Das Grab der Äbtissin ist auf dem Friedhof Isenhagen erhalten.

Als Äbtissin plädierte sie für die Installation einer Kunsthalle für moderne Kunst. Zudem engagierte sie sich für den Ost-West-Dialog.Ein Orden für die Domina, in: 1998: Damals schenkte die Äbtissin Brunhilde von Oertzen aus dem Heidekloster Isenhagen dem Klosterbauleiter die Dobbertiner Klosterordnung aus dem Jahre 1910. Sie war im Frühling jenes Jahres von der damaligen Domina Hedwig von Schack, handschriftlich aufgezeichnet worden. Die Wiederherstellung des barocken Klostergartens war Oertzens letztes Projekt.Klostergarten, ab 2000, in: Der Garten des Klosters Isenhagen, Stand 22. Februar 2024.

Literatur Hans Friedrich von Ehrenkrook: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser, A (Uradel), Band V, Band 24 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1960, S. 343 f. Auch ein Kloster braucht Management. In: Braunschweiger Zeitung 4. August 2006 (Braunschweiger Zeitung).

Einzelnachweise

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