Seehuben, bis 1938 Jogschen, , war eine Gemeinde im Landkreis Schloßberg in Ostpreußen. Sie bestand seit 1939 auch aus dem Ortsteil Ambruch, bis 1938 Skroblienen, . Heute ist es ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.
Die Ortsstelle befindet sich am Ozero Borodinskoje (Willuhner See) sieben bzw. acht Kilometer südlich von Pobedino an der Regionalstraße 27A-026 (ex R 511).
Geschichte Jogschen mini|Die Gemeinde Jogschen auf einem Messtischblatt von 1936 Jogschen war um 1780 ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 58. 1874 wurde die Landgemeinde Jogschen in den neu gebildeten Amtsbezirk Lindicken im Kreis Pillkallen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Lindicken 1938 wurde Jogschen in Seehuben (s. u.) umbenannt.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874 139 1871 131 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 160 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 130 davon 23 litauischsprachige 1910 133 1933 121
Skroblienen (Ambruch) mini|Die Gemeinde Skroblienen auf einem Messtischblatt von 1936 Auch das einen Kilometer nördlich von Jodschen am Rande des Hochmoores Große Plinis, auch Königsbruch genannt (heute russisch Bolschije Kusty „Große Sträucher“), gelegene Skroblienen war um 1780 ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 152. 1874 wurde die Landgemeinde Skroblienen in den neu gebildeten Amtsbezirk Girrehlischken im Kreis Pillkallen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Jägerswalde 1938 wurde Skroblienen in Ambruch umbenannt. Die Gemeinde Ambruch wurde 1939 an die Gemeinde Seehuben (s. u.) angeschlossen.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867 57 1871 62 1885 55 1905 56 1910 31 1933 41
Seehuben mini|Die Gemeinde Seehuben auf einem Messtischblatt von 1939 Die Gemeinde Seehuben, bis 1938 Jogschen, wurde am 1. April 1939 um die Gemeinde Ambruch (ex Skroblienen) erweitert. Die erweiterte Gemeinde gehörte zum Amtsbezirk Lindicken. 1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Einen russischen Namen erhielt er nicht mehr.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1939 145
Kirche Jogschen/Seehuben und Skroblienen/Ambruch gehörten zum evangelischen Kirchspiel Willuhnen.
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk