Maria Nelly Carrillo Tarazona de Espinoza (* 2. November 1927 in Chiquián; † 12. August 2017 in Lima) oder Nelly Carrillo Espinoza war eine peruanische Herpetologin.

Leben und Wirken Der Vater hieß Manuel Carillo, die Mutter Daria Tarazona. Am 22. September 1959 heiratete sie in San Isidro den Ingenieur Rubén Espinoza Chávez (* 1923), mit dem sie die Kinder Rubén Dario Espinoza Carillo (* 1961) und Nelly Rosario Espinoza Carrillo (* 1962) hatte.

Nelly Carrillo Espinoza studierte Biologie an der Fakultät für Biologie der Universidad Nacional Mayor de San Marcos (UNMSM), ein Studium, welches sie im Jahr 1950 abschloss. Im Jahr 1973 promovierte sie an UNMSM mit dem Titel “Una nueva especie del género Sibynomorphus (Serpentes: Colubridae)” (deutsch: Eine neue Art der Gattung Sibynomorphus (Serpentes: Colubridae)). Sie wandte sich der Erforschung von Amphibien und Reptilien zu, wobei aus ihren Publikationen ersichtlich ist, dass ihr Forschungsschwerpunkt eindeutig auf dem Gebiet der Reptilien lag. Sie trat die Nachfolge des Franzosen Jehan Albert Vellard (1901–1996) an, der das herpetologische Labor des Museo de Historia Natural wesentlich vorangetrieben hatte. Als Leiterin der Abteilung Herpetologie entwickelte Carrillo Espinoza die Forschungseinrichtung weiter. In ihrer 25-jährigen Tätigkeit am Museum kümmerte sie sich als Kuratorin um die Pflege und den Erhalt der bedeutenden wissenschaftlichen Sammlung der Abteilung.Javier Icochea Monteza (2017), S. 229.

Carrillo Espinoza galt als großzügig und tauschte gerne ihr Wissen mit anderen Wissenschaftlern aus. Ihr Umgang mit Schlangen und anderen Reptilien war bemerkenswert und umsichtig. In ihrer Zeit am Museum war es alles andere als selbstverständlich, dass eine Frau auf diesem Fachgebiet und dies auch noch in leitender Position arbeitete. Trotz der Widrigkeiten erregte sie in wissenschaftlichen Kreisen Aufmerksamkeit und erarbeitete sich einen ausgezeichneten Ruf. Mit Javier Icochea Monteza, Víctor Raúl Morales und Hernán Ortega publizierte sie wichtige Bestandslisten für ihr Land Peru, die von vielen Fachleuten gerne genutzt wurden.Javier Icochea Monteza (2017), S. 230.

Erstbeschreibungen von Nelly Carrillo Espinoza Carrillo Espinoza hat alleine und gemeinsam mit Edgar Lehr und Peter Joseph Hocking eine für die Wissenschaft neue Art beschrieben. Dabei handelte es sich um: Willams-Dickkopfnatter (Dipsas williamsi (, 1974)) benannt nach Ernest Edward Williams Apurimac Waldrennnatter (Drymoluber apurimacensis , & , 2004)

Dedikationsnamen 1988 beschrieb Victor Raul Morales Mondoñedo die neue Pfeiffrösche-Art Telmatobius carrillae zu ihren Ehren.Victor Raul Morales Mondoñedo (1988), S. 603–606. Gunther Köhler und Edgar Lehr widmeten ihr 2004 die Zwergtejus-art Euspondylus nellycarrillae.Gunther Köhler u. a. (2004), S. 510–514.

Publikationen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

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