Fjodorowka (, , ) ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.
Die Ortsstelle befindet sich drei Kilometer nordwestlich von Kutusowo (Schirwindt). Vor 1945 hatte der Ort einen Haltepunkt am nach Schirwindt führenden Strang der Pillkaller Kleinbahn, die nicht mehr betrieben wird.
Geschichte mini|Die Gemeinde Lindenhof auf vier Messtischblättern von 1934 bis 1937
Der Ort wurde 1685 gegründet.Erwin Spehr: Aus der Geschichte des Kreises Schloßberg (Pillkallen), auf wiki.genealogy.net Um 1780 war Warrupöhnen ein Schatull-kölmisches Dorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 177. In der Folge wurden dort auch ein Gut und ein Abbau eingerichtet, der mit Klein Warrupönen bezeichnet wurde, während das eigentliche Dorf Groß Warrupönen genannt wurde. Im Namen schliff sich das Doppel-r allmählich ab. 1874 wurden die Landgemeinde Warupönen und der Gutsbezirk Warupönen in den neu gebildeten Amtsbezirk Schirwindt im Kreis Pillkallen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Schirwindt 1928 wurde der Gutsbezirk an die Landgemeinde angeschlossen, welche nun Lindenhof genannt wurde.
1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 erhielt er (als „Gross Wardpen“) den russischen Namen Fjodorowka und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Pobedinski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Fjodorowka wurde vor 1975 aus dem Ortsregister gestrichen.In der Административно-территориальное деление Калининградской области 1975 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1975, herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei), taucht der Ort nicht mehr auf.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874 277 in der Landgemeinde 229, im Gutsbezirk 48 1871 239 im Dorf Großwarrupönen 168, in Abbau Kleinwarrupönen 37, im Gutsbezirk 34 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 252 in Groß Warrupönen 170, in Klein Warrupönen 34, im Gutsbezirk 48 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 254 in Groß Warupönen 174, in Klein Warupönen 27, im Gutsbezirk 53 1910 259 in der Landgemeinde 211, im Gutsbezirk 48 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 200 1939 170
Kirche Warupönen/Lindenhof gehörte zum evangelischen Kirchspiel Schirwindt.
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk