Christina Zurfluh (* 15. April 1961 in Goldau im Kanton Schwyz) ist eine Schweizer Künstlerin mit Bürgerort Attinghausen. Ihr Werk umfasst sowohl Malerei, Textil- und Objektkunst, abstrakte Materialbilder, Skulpturen, Installationen, Fotografie und Zeichnungen. Sie lebt und arbeitet seit 1995 als freischaffende Künstlerin in Wien und Zürich.
Leben Zurfluh studierte von 1989 bis 1994 an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. In den Jahren von 2008 bis 2011 war sie Vizepräsidentin der Secession in Wien und von 2010 bis 2011 Professorin an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg.
Werk Zurfluh hat sich mit Acrylbildern einen Namen gemacht, «deren Malprozess über Schichtungen, Aufbrechen der Bildoberfläche und Hinzufügen von dabei anfallendem Farbmaterial führt und als Farbobjekte wahrgenommen werden».
Das Farbtagebuch 1996–2012 dokumentiert den von Zurfluh zwischen 1996 und 2012 entwickelten Prozess der Schichtmalerei, die zwischen 50 und 60 Schichten aufweist. Die Farbe jeder Schicht wird festgehalten und mit einer Nummer versehen, so dass die Farben geortet und in späteren Arbeitsschritten aus den tieferen Schichten hervorgeholt werden können. Dabei sind die Aufzeichnungen selbst Malereien und Zeichnungen, die wiederum den Prozess zum Thema machen. Zurfluh fertigt zudem Objekte und Skulpturen sowie Zeichnungen mit Tusche, Markern und Bleistift an.
Ausstellungen Einzelausstellungen (Auswahl) 1996: Christina Zurfluh: Malerei, Zeichnungen; 19. April – 18. Mai 1996, Galerie im Traklhaus, Salzburg 1996: Galerie Bau Holding AG, Klagenfurt 1997: Christina Zurfluh, Galerie Brigitte Weiss, Zürich 1998: flow, Galerie Brigitte Weiss, Zürich 1999: information decade, Galerie Mezzanin, Wien 2000: Galerie Brigitte Weiss, Zürich 2002: Christina Zurfluh – the thin blue line, Galerie Mezzanin, Wien 2003: Galerie Schloss Mondsee, Mondsee 2003: hulfruz, Galerie Brigitte Weiss, Zürich 2004: Christina Zurfluh. New Faces – New Forces, Galerie Mezzanin, Wien 2004: kanone, Gruppe Österreichische Guggenheim, Wien 2005: Christina Zurfluh – flätthüntschsauft, Neue Galerie Graz 2006: Christina Zurfluh – ghostpainting, Galerie Brigitte Weiss, Zürich 2007: Christina Zurfluh – new forces – new faces, Kunstraum Kreuzlingen, Kreuzlingen 2008: Christina Zurfluh – new realism, Galerie Mezzanin, Wien 2012: In Bluete, Galerie Mathias Güntner, Hamburg 2012: Viennafair The New Contemporary, mit Galerie Mezzanin, Wien 2013: Galerie Anna Wenger, Zürich 2014: Christina Zurfluh, Darling Foundry, Montreal 2014: Christina Zurfluh – Shed, Strabag Kunstforum, Wien
Gruppenausstellungen (Auswahl) 1986: Kunstszene Schwyz, Goldau 1995: Unveiled Painting, Kunstraum Wien, Wien 1996: abstrakt/real, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Wien 1997: a box is a box is a box, Sargfabrik, Wien 1997: Jubilämsausstellung, Lentos Kunstmuseum Linz (ehemalige Neue Galerie der Stadt Linz), Linz 1997: Jahresausstellung, Salzburger Kunstverein, Salzburg 1999: de Coraz(i)on, Tecla Sala, L’Hospitalet, Barcelona 1999: Photo Graphic’s, Austrian Embassy, Washington 2000: Das Gedächtnis der Malerei, Aargauer Kunsthaus, Aarau 2000: Dive in, Kunsthalle Luzern (ehemals Kunstpanorama), Luzern 2000: new austrian spotlight – Contemporary Art in Austria, Marmara-Universität, Istanbul 2000: Kampfzone, Ottakringerstrasse 20, Wien 2001: Art from Austria, contemporary paintings, Abu Dhabi 2001: Positionen – Malerei in Österreich, Kunsthalle Attersee, Attersee 2002: ten years after (zusammen mit Bernhard Fruehwirth), Galerie 422, Gmunden 2002: Volpinum, Wien 2002: Preview III, Galerie Brigitte Weiss, Zürich 2002: Musik, Ausstellungsraum im WUK, Wien 2003: Volpinum, Wien 2003: Jahresausstellung 2003, Kunstmuseum Luzern, Luzern 2004: Paula’s home, Lentos Kunstmuseum, Linz 2004: Farb, Kunstpanorama, Luzern 2005: Die Ortung der Natur, Offenes Kulturhaus Oberösterreich, Linz 2007: Top of Central Switzerland, Kunstmuseum Luzern 2008: Variation 1, Wiener Konzerthaus, Wien 2009: Secession Wichtelgasse, Wien 2010: Malerei: Prozess und Expansion, Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien 2012: Abstraction/Figuration. Austrian Contemporary Art, Strabag Artforum, Sotschi Art Museum 2013: Swiss Art Award Exhibition 2013 (in Zusammenarbeit mit Art Basel 2013), Messe Basel, Basel
Auszeichnungen und Stipendien 1996: Auszeichnung mit dem Vorläufer des heutigen Strabag Artaward International, dem Kunstförderungspreis der Bau Holding AG, Klagenfurt 1997: Werk- und Atelierstipendium der Stadt Zürich, Helmhaus, Zürich 2001: Staatsstipendium für Bildende Kunst in Österreich 2003: Zentralschweizerischer Kunstpreis, Kunstmuseum Luzern 2003: Cantrade Kunstpreis, Zürich 2005: New York Stipendium für Kulturschaffende des Kantons Schwyz – Zug 2007: Preis der Stiftung Thyll-Dürr
Publikationen Christina Zurfluh: Malerei, Zeichnungen. 19. April – 18. Mai 1996, Galerie im Traklhaus. Amt d. Salzburger Landesregierung, 1996. Christina Zurfluh: Farbtagebuch 1996 – 2012. Passagen Verlag, Wien 2014, ISBN 978-3-7092-0148-0.
Rezeption Madeleine Schuppli beschreibt Christina Zurfluhs Werk im Rahmen einer Einzelausstellung in der Galerie Brigitte Weiss im Jahre 1998 folgendermassen:
Einzelnachweise
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