Born for this – Mehr als Fußball ist eine deutsche Dokumentarfilmserie über den Frauenfußball und die Entwicklung der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft. Die Serie verfolgt in zwei Staffeln den Weg der Nationalmannschaft zur Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2022 und der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2023.

Produktion und Ausstrahlung Die drei ersten Episoden der ersten Staffel wurde im Juli 2022 zu Beginn der EM ausgestrahlt,Born for this – Mehr als Fußball - ARD, abgerufen am 14. Juli 2023. die letzten beiden Folgen nach der EM im November 2022."Born for this - mehr als Fußball": Doku-Staffelfinale bald auf Sky, abgerufen am 14. Juli 2023. Episode 1 der zweiten Staffel wird am 15. Juli 2023, die die restlichen drei Folgen nach Ende der WM ausgestrahlt.ZDF sichert sich zweite «Born for this»-Staffel exklusiv, abgerufen am 14. Juli 2023.

Für die erste Staffel traten als Sponsoren/Partner der DFB, Adidas und Volkswagen auf, Lizenznehmer waren die ARD, Sky, Magenta TV, discovery+ und der NDR.Vgl. Abspann der Episoden. Für die zweite Staffel sicherte sich das ZDF exklusiv die Rechte.Zwischen Fußball, Familie und Fan-Verehrung: ZDF-Doku porträtiert DFB-Damen vor WM, 10. Juli 2023, abgerufen am 14. Juli 2023.

Episodenliste

Staffel 1 Die erste Staffel umfasst fünf Episoden, von denen drei vor bzw. während der EM 2022 gezeigt wurden, letztere zwei nach Ende der EM.

In den Interviews den ersten Staffel kommen neben Trainerin Martina Voss-Tecklenburg und Mitarbeitern des DFB die folgenden Nationalspielerinnen zu Wort: Nicole Anyomi, Ann-Katrin Berger, Jule Brand, Klara Bühl, Selina Cerci, Sara Däbritz, Linda Dallmann, Sara Doorsoun, Laura Freigang, Merle Frohms, Giulia Gwinn, Kathrin Hendrich, Svenja Huth, Sophia Kleinherne, Lena Lattwein, Melanie Leupolz, Sydney Lohmann, Lina Magull, Dzsenifer Marozsán, Sjoeke Nüsken, Lena Oberdorf, Alexandra Popp, Felicitas Rauch, Lea Schüller, Almuth Schult und Tabea Sellner (damals noch Waßmuth). Ep.Veröffent- lichungInhalt1.0106.07.2022Die Episode beginnt im Frühjahr 2021 mit der anstehenden Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2023, wodurch sich die Mannschaft gleichsam auf die wegen der COVID-19-Pandemie um ein Jahr verschobenen Europameisterschaft der Frauen 2022 vorbereitet. Die Mannschaft absolviert drei Spiele gegen Bulgarien am 18. September (7:0), Serbien am 21. September (5:1) und Israel am 21. Oktober (1:0), wobei das Team noch Schwierigkeiten hat sich zu finden. Hervorzuhebende Themen sind die schwierige Rückkehr mehrerer Spielerinnen aufgrund von Verletzungen (Lina Magull, Giulia Gwinn und Alexandra Popp,) bzw. Schwangerschaften (Almuth Schult). Ein weiteres Thema ist Sexismus, vor dem Hintergrund der im Oktober 2021 erhobenen Vorwürfe der sexuellen Nötigung gegen den US-amerikanischen Trainer Paul Riley. Britta Carlson erwähnt für den deutschen Raum Fälle von übergriffigen Verhalten durch Funktionäre gegenüber Spielerinnen. 1.0206.07.2022Nach dem Hinspiel gegen Israel besucht das Team die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem und die Jerusalemer Altstadt. Wenige Tage später trifft die Mannschaft am 26. Oktober in Deutschland im Rückspiel erneut auf die israelische Nationalmannschaft (7:0). Es folgen am 26. November das Spiel gegen die Türkei (8:0) und gegen Portugal am 30. November 2021 (3:1). Thematisiert wird weiter Martina Voss-Tecklenburgs Rolle als alleinerziehende Mutter und ihre Bisexualität, Alexandra Popp kämpft mit ihrer Regeneration nach einer schweren Knieverletzung. Lea Schüller trumpft als Tormacherin auf. Laura Freigang stellt ihr Leben und ihrer Mannschaft bei Eintracht Frankfurt vor, darunter das Stadion am Brentanobad. Kathrin Hendrich und Lina Magull sprechen über ihre Beziehungen und mögliche zukünftige Kinderwünsche. Die vier Torwart-Spielerinnen Almuth Schult, Merle Frohms, Ann-Kathrin Berger und Laura Benkarth konkurrieren um die Rolle als Stammspielerin.1.0306.07.2022Februar 2022. Kurz vor der Teilnahme zum Arnold Clark Cup 2022 grassiert eine Covid-19-Infektionswelle unter den Spielerinnen, wodurch 14 aus dem Kader ausfallen und neu ersetzt werden müssen. Nachnominiert werden unter anderem Nicole Anyomi, Selina Cerci und Sara Doorsoun. Deutschland trifft auf Spanien (1:1), Kanada (0:1) und England (1:3), geht jedoch als Gruppenletzter aus dem 4er-Turnier hervor. Die Stimmung ist gedrückt. Weitere Themen sind die Verhandlungen der Spielerinnen mit dem DFB und Oliver Bierhoff über die Höhe der Prämien an die Spielerinnen für die anstehende Europameisterschaft, Sara Däbritzs Leben in Paris und Arbeit als Spielerin bei Paris St. Germain, gesellschaftlicher Rassismus, von dem etwa Nicole Anyomi berichtet. Weiter präsentieren Linda Dallmann und Lina Magull den FC Bayern Campus. Sara Doorsoun outet öffentlich ihre Homosexualität.1.0419.11.2022April 2022. Alexandra Popp kehrt nach langer Verletzungspause in die Nationalmannschaft zurück. Es folgen WM-Qualifikationsspiele gegen Portugal (3:0) und gegen Serbien (2:3). Voss-Tecklenburg trifft die Entscheidung Merle Frohms als Stammtorhüterin einzusetzen, zum Nachteil der enttäuschten Almuth Schult. Der Kader wird für die EM reduziert. Dzjenifer Marozsán fällt wegen einer Verletzung aus, Melanie Leupolz wegen ihrer Schwangerschaft (letzteres in der Doku nicht erwähnt). Jana Feldkamp, Sjoeke Nüsken, Chantal Hagel, Maxi Rall und Martina Tufekovic müssen das Team verlassen. Die Mannschaft reist im Juli zur EM nach England. Im ersten Spiel der Gruppenphase trifft das Team auf Dänemark (4:0, Tore: Magull, Schüller, Lattwein, Popp), Magull wird Spielerin der Partie, was ihr mehr Selbstvertrauen gibt. Stürmerin Lea Schüller infiziert sich mit Covid-19 und muss daher in Quarantäne bleiben, wodurch Alexandra Popp wieder in die Startelf rückt. Im zweiten Spiel siegt die Mannschaft gegen Spanien (2:0, Tore: Bühl, Popp) und sichert sich damit den Einzug ins EM-Viertelfinale. 1.0519.11.2022Lea Schüller ist von ihrer Covid-19-Infektion genesen und kehrt ins Training zurück. Das Team trifft im dritten Gruppenspiel auf Finnland (3:0, Tore: Kleinherne, Popp, Anyomi). Nach Alexandra Popps Torerfolgen rückt sie – zum Nachteil von Lea Schüller – in die Startelf. Schüller, zuvor die torgefährlichste Stürmerin, hadert mit dieser Zurücksetzung, Laura Freigang wiederum damit, dass sie nach Popp und Schüller erst die Drittbesetzung ist. Im Viertelfinale siegt Deutschland gegen Österreich (2:0, Tore. Magull, Popp). Klara Bühl infiziert sich mit Covid-19 und fällt damit für das Halbfinale und Finale aus. Im Halbfinale siegt Deutschland gegen Frankreich (2:1, Tore der Deutschen: beide Popp). Alexandra Popp verletzt sich beim Training und kann daher nicht spielen. Im Finale unterliegt das Team gegen England mit 1:2 (dt. Tor von Magull). Nach der Rückkehr nach Deutschland wird die Mannschaft von tausenden Fans auf dem Römerberg in Frankfurt empfangen. Viele Spielerinnen und Voss-Tecklenburg blicken positiv in die Zukunft, da sie sehen, welche neue Aufmerksamkeit der Frauenfußball in Deutschland durch sie erreicht hat.

Staffel 2 In den Interviews den zweiten Staffel kommen neben Trainerin Martina Voss-Tecklenburg, Britta Carlson und weiteren Mitarbeitern des DFB die folgenden Nationalspielerinnen zu Wort: Nicole Anyomi, Ann-Katrin Berger, Jule Brand, Klara Bühl, Sara Däbritz, Sara Doorsoun, Laura Freigang, Merle Frohms, Giulia Gwinn, Chantal Hagel, Kathrin Hendrich, Svenja Huth, Stina Johannes, Sophia Kleinherne, Paulina Krumbiegel, Melanie Leupolz, Sydney Lohmann, Lina Magull, Dzsenifer Marozsán, Janina Minge, Sjoeke Nüsken, Lena Oberdorf, Alexandra Popp, Felicitas Rauch, Lea Schüller, Almuth Schult, Tabea Sellner und Carolin Simon. Ep.Veröffent- lichungInhalt2.0114.07.2023Nach der EM 2022. Die deutschen Spielerinnen berichten von der Ehre, aber auch Überforderung, die der in Deutschland aufgekommene plötzliche Medienhype für sie darstellt. Lina Magull spricht von einer emotionalen Achterbahn der Spielerinnen, da sie kaum eine Woche Zeit hatten das Turnier zu verarbeiten, ehe sie wieder zurück in ihre jeweiligen Vereine mussten. Magull zufolge, habe ihr diese Überforderung sogar den Spaß am Fußball genommen. Im Oktober folgt ein Spiel gegen Frankreich (2:1) und im November zwei Spiele gegen die USA (2:1, dt. Tore: Eigentor, Krumbiegel). Paulina Krumbiegel kehrt nach Genesung eines Kreuzbandrisses in die Nationalmannschaft zurück und erzielt das Siegestor im ersten Spiel gegen die USA, Rückspiel (1:2, dt. Tor: Brand). Ann-Katrin Berger spricht über ihre Schilddrüsenkrebserkrankung. Giulia Gwinn zieht sich beim Training ihren zweiten Kreuzbandriss zu, wodurch sie den Anschluss verliert und als Spielerin für die kommende WM ausfallen wird. Es folgt ein Besuch beim VfL Wolfsburg und Jule Brand, Kathrin Hendrich, Svenja Huth, Alexandra Popp.