mini|Ehemalige Kathedrale Notre-Dame-de-la-Sède (Saint-Lizier) mini|Langhaus und Apsis mini|Gotisches Archivoltenportal Die römisch-katholische Kathedrale Notre-Dame-de-la-Sède in der südfranzösischen Kleinstadt Saint-Lizier im Département Ariège ist der ehemalige Bischofssitz des Bistums Couserans und neben der Kathedrale Saint-Lizier eine der beiden Bischofskirchen der Stadt. Der Kirchenbau ist seit dem Jahr 1944 als Monument historique anerkannt.Saint-Lizier – Kathedrale Notre-Dame-de-la-Sède Im Jahr 1998 wurden die beiden Ex-Kathedralen, der Bischofspalast und die Überreste der Stadtmauer von der UNESCO als Welterbe-Stätten im Zusammenhang mit den Wegen der Jakobspilger in Frankreich eingestuft.
Lage Die ca. hoch gelegene und etwa 1500 Einwohner zählende Kleinstadt Saint-Lizier liegt auf einer Anhöhe über dem Flüsschen Salat etwa 100 km (Fahrtstrecke) südlich von Toulouse bzw. ca. 45 km westlich von Foix; der Wallfahrtsort Lourdes ist ca. 130 km in westlicher Richtung entfernt. Die Kathedrale Notre-Dame liegt am Südrand der Altstadt.
Geschichte Das Bistum Couserans existiert schon seit dem 4. Jahrhundert. Mit dem Bau der Kathedrale Notre-Dame wurde gegen Ende des 11. Jahrhunderts begonnen. Im 14. Jahrhundert wurde das romanische Tonnengewölbe des Langhauses erhöht und durch ein gotisches Kreuzrippengewölbe ersetzt, welches ca. 150 Jahre später mit Fresken versehen wurdeSaint-Lizier – Kathedrale Notre-Dame, Fresken. Auch das Portal wurde erneuert. Das Bistum Couserans wurde im Verlauf der Französischen Revolution aufgelöst und im Jahr 1822 größtenteils dem Bistum Pamiers zugeschlagen. Beide Kathedralen wurden zu Pfarrkirchen.
Architektur Der Kirchenbau hat einen runden Turm mit kleinem Glockengiebel über der Apsis; auf der Südseite befinden sich die Reste eines Kreuzgangs (cloître) sowie der imposante Bischofspalast (palais épiscopal) aus der Zeit um 1675, der heute als Museum dient.Saint-Lizier – Bischofspalast mit Museum Das über ein figuren- und schmuckloses gotisches Archivoltenportal erreichbare einschiffige Langhaus führt zu einer erhöht liegenden Apsis, in welcher sich das Chorgestühl (stalles) befindet.
Ausstattung Sehenswert sind die erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts restaurierten figürlichen und ornamentalen Malereien aus der Zeit um 1500. Das Chorgestühl stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Die Orgel eines unbekannten Herstellers aus dem 17. Jahrhundert verfügt über elf Register auf zwei Manualen und Pedal.Orgues en France et dans le monde – Cathédrale St Lizier ()
Weblinks
Kathedralen von Saint-Lizier – Stadtplan, Foto + Kurzinfos (französisch) Kathedrale Notre-Dame – Luftbild, Fotos + Kurzinfos (französisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Département Ariège Kategorie:Monument historique im Département Ariège Kategorie:Monument historique (Kathedrale) Kategorie:Monument historique seit 1944 Kathedrale Kategorie:Marienkirche Kategorie:Kirchengebäude im Bistum Pamiers Kategorie:Ehemalige Kathedrale in Frankreich Kategorie:Romanische Kirche Kategorie:Bauwerk der Romanik in Okzitanien Kategorie:Gotische Kirche Kategorie:Gotisches Bauwerk in Okzitanien Kategorie:Kirchengebäude in Europa