miniatur|Bildnis Rainer Maria Rilke Das Bildnis Rainer Maria Rilke ist ein Gemälde von Oskar Zwintscher (1870–1916) von 1902. Es wurde ohne Wissen Rilkes fertiggestellt und verbreitet, wogegen er konsequent vorging.
Geschichte miniatur|Bildnis Clara Rilke-Westhoff 1901 wandte sich Rainer Maria Rilke (1875–1926) an den Maler Oskar Zwintscher und suchte den Kontakt zu ihm. Für das Frühjahr 1902 lud er ihn nach Worpswede ein, um seine Frau Clara Westhoff zu porträtieren.Birgit Nachtwey: Rainer Maria Rilke und der Maler Oskar Zwintscher in Worpswede. Eine Dokumentation. 1999 Dabei ließ er sich selbst auch „vier- oder fünfmal“ zeichnen, allerdings offenbar mit der Verabredung, kein Gemälde danach zu schaffen.
Im Mai 1902 schrieb er an Zwintscher noch begeistert
Oskar Zwintscher schuf später, trotz der gegenteiligen Vereinbarung, ein Gemälde von Rilke und zeigte es in Ausstellungen. Als dieser davon erfuhr, war er sehr erbost und versuchte, dagegen vorzugehen. Trotzdem fanden sich auch später noch Reproduktionen davon.Albert Soergel: Dichter und Dichtungen. 1916.
1922 schrieb Rilke an die Gräfin Sizzo – Alexandra von Anhalt (1868–1958), Ehefrau von Sizzo von Schwarzburg –, dass es ihm sehr unangenehm sei, dass sie dieses Porträt gesehen habe.Brief an die Gräfin Sizzo vom 17. März 1922, in Ingeborg Schnack (Hrsg.): Rainer Maria Rilke. Die Briefe an Gräfin Sizzo. 1921–1926. 1977, S. 33; Text auch in Der Spiegel, 15/1956, vom 10. April 1956, Briefe (4) online
Inzwischen ist es kaum noch in Publikationen zu finden. Auch sein Verbleib ist unbekannt.
Literatur Rainer Maria Rilke. Die Briefe an Gräfin Sizzo 1921–1926. Insel, Frankfurt am Main 1977, S. 32–33, mit ausführlicher Beschreibung der Ereignisse
Einzelnachweise
Kategorie:Werk der Porträtmalerei Kategorie:Rainer Maria Rilke Kategorie:Gemälde (20. Jahrhundert)