Morindin ist ein Glycosid der β-Primverose mit dem Aglycon Morindon. Es ist eng verwandt mit der Ruberythrinsäure und zeitweise wurde angenommen, dass beide Verbindungen identisch sind.
Vorkommen mini|links|Nonibaum Morindin kommt in der Wurzelrinde verschiedener Morinda-Arten vor, darunter dem Nonibaum (Morinda citrifolia), Morinda tinctoria, Morinda lucida und Morinda persicifolia. Daneben kommt es auch in Neonauclea calycina vor, ebenfalls aus der Familie der Rötegewächse.
Eigenschaften Morindin hat eine auffällige gelbe bis gelb-orangefarbene Färbung. Es ist ein Antioxidationsmittel und möglicherweise ein Inhibitor der Xanthin-Oxidase.
Reaktionen Morindin geht verschiedene Farbreaktionen ein und bildet mehrere Hydrate. Es kann durch Salzsäure in Ethanol am Rückfluss hydrolysiert werden, wobei Morindon entsteht.
Synthese Ausgehend von Opiansäure und 4-Brom-2-methylphenol kann Morindon synthetisiert werden, das dann zu Morindin glycosyliert werden kann.
Verwendung Morindin ist für die Färbewirkung natürlicher Morinda-Extrakte verantwortlich, die traditionell als Farbstoff für rote, violette oder bräunliche Färbungen verwendet werden, z. B. in Indien und Bangladesch.
Einzelnachweise
Kategorie:Dihydroxyanthrachinon Kategorie:Alkylphenol Kategorie:Toluol Kategorie:Phenolether Kategorie:Anthrachinonfarbstoff Kategorie:Pflanzenfarbstoff Kategorie:Primverosid Kategorie:2-Aryloxyoxan