mini|Zur goldenen Kanne mini|hochkant|Zur goldenen Kanne
Das Haus „Zur goldenen Kanne“, Schloßstraße 30 in Neuweilnau steht unter Denkmalschutz.
Geschichte Das Fachwerkhaus wurde im späten 17. Jahrhundert erbaut. Der Kniestock wurde anlässlich einer späteren Baumaßnahme aufgesetzt, das Haus ist daher an der Fachwerkqualität erkennbar aus zwei Teilen zusammengesetzt. Eine Inschrift im Fachwerk beschreibt unzutreffend eine Erbauung des Hauses durch Heinrich III. von Weilnau:
Das Haus wurde als Wohnhaus genutzt. Im 20. Jahrhundert war dort zeitweise ein kleines Heimatmuseum eingerichtet. Später wurde das Haus durch den Buchkünstler Herrmann Rapp genutzt, der 2015 hier verstarb.
Beschreibung Das Haus steht unterhalb der Ringmauer und auf Felsgrund. Es ist das Gebäude, welches dem Schloss Neuweilnau am nächsten liegt. Das traufständige Fachwerkhaus hat ein einseitig abgewalmtes Satteldach. Das Fachwerk ist im Schwellenbereich mit geschuppten Füllhölzern, mit Rauten in den Brüstungsgefachen zur Rechten und Flachschnitzerei an den Eckpfosten verziert. Diese Rankengewächse und goldgefasste Kannen sind der Grund, warum das Haus nachträglich den Namen „Zur Goldenen Kanne“ erhielt.
Das Gebäude ist als Straßenraumbegrenzung der zum Schloss führenden Hauptstraße von städtebaulichem Interesse und weiterhin baukünstlerisch bedeutsam. Aus diesem Grund steht es als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz.
Literatur
Frank Saltenberger: Ein Gemäuer, das immer noch Geschichte atmet; in: Taunuszeitung vom 3. Juli 2023, S. 15.
Weblinks
Kategorie:Bauwerk in Weilrod Kategorie:Kulturdenkmal in Weilrod Neuweilnau Kategorie:Fachwerkhaus im Hochtaunuskreis