Schillingen, , ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.
Die Ortsstelle befindet sich nahe der Kommunalstraße 27K-058 zwei Kilometer nördlich von Tretjakowo (Sodargen) an dem kleinen Fluss Poddubnaja (dt. Padoduppe, 1938 bis 1945: Bruche).
Geschichte mini|Die Gemeinde Schillingen auf einem Messtischblatt von 1937 Das Gut Schillingen wurde 1631 mit der Verleihung von sechs kölmischen Hufen begründet. Es hieß zunächst wie das Nachbardorf Kubillen bzw. Kubbillehlen.Aus den Prästationstabellen der Domänenämter Dörschkehmen und Budweitschen sowie dem Landkreis Pillkallen: Schillingen, ausgewählt und bearbeitet von Erwin Spehr Um 1780 war Schillingen ein kölmisches Gut.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 142. 1874 wurde der Gutsbezirk Schillingen in den neu gebildeten Amtsbezirk Pieraggen im Kreis Pillkallen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Nicklashagen 1928 wurden die beiden Gutsbezirke Schillingen und Klein Kubillehlen (s. u.) mit der Landgemeinde Groß Kubillehlen (s. u.) zur neuen Landgemeinde Schillingen zusammengefasst. 1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Einen russischen Namen erhielt er nicht mehr.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874 64 1871 63 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 56 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 46 1910 57 1925Zeitschrift des Preussischen Statistischen Landesamts, Band 67, 1927 31 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 81 Einschließlich Groß Kubillehlen und Klein Kubillehlen 1939 92
Groß Kubillehlen Der Ort tauchte erstmals im Jahr 1580 als Doguppenen in den Akten auf als Abzweigung der 1540 erstmals erwähnten Streusiedlung Warlauc. Mitte des 17. Jahrhunderts hieß das Dorf auch Kubillen.Aus den Prästationstabellen der Domänenämter Dörschkehmen und Budweitschen sowie dem Landkreis Pillkallen: Groß Kubillehlen, ausgewählt und bearbeitet von Erwin Spehr Um 1780 war Groß Kubillehlen ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 78. 1874 wurde auch die Landgemeinde Groß Kubillehlen in den Amtsbezirk Pieraggen eingegliedert. Zeitweise gehörte der Ort auch zum Amtsbezirk Warningken. Nach der Eingliederung von Groß Kubillehlen in die Landgemeinde Schillingen wurde sein Ortsteilname 1938 aufgehoben.Gemäß der zeitgenössischen Messtischblätter
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867 44 1871 33 1885 32 1905 32 1910 33
Klein Kubillehlen Klein Kubillehlen wurde im Rahmen der Ödlandkolonisation unter Friedrich dem Großen 1777 als Erbfreigut gegründet.Klein Kubillehlen auf wiki.genealogy.netJohann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 78. 1874 wurde auch der Gutsbezirk Klein Kubillehlen in den Amtsbezirk Pieraggen eingegliedert. Nach der Eingliederung von Klein Kubillehlen in die Landgemeinde Schillingen wurde sein Ortsteilname 1938 aufgehoben.Gemäß der zeitgenössischen Messtischblätter
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867 9 1871 10 1885 8 1905 8 1910 8
Kirche Schillingen, Groß und Klein Kubillehlen gehörten zunächst zum evangelischen Kirchspiel Schirwindt; Groß Kubillehlen und Schillingen seit der Errichtung der dortigen Kirche 1895 dann zum evangelischen Kirchspiel Groß Warningken.
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk