mini|Katholische Pfarrkirche Unbefleckte Empfängnis im Saggen mini|Zentralraum, Blick zur Altarwand Die römisch-katholische Pfarrkirche Saggen steht im Stadtteil Saggen in Innsbruck. Die dem Patrozinium Unbefleckte Empfängnis unterstellte Pfarrkirche gehört zum Dekanat Innsbruck in der Diözese Innsbruck. Die Kirche steht unter Denkmalschutz ().

Geschichte Bereits seit 1862 befand sich an der Kettenbrücke das Kloster der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul mit der 1881–1883 errichteten Klosterkirche. Der Saggen wurde ab 1886 als typisches Gründerzeitviertel bebaut, erhielt zunächst aber keine katholische Pfarrkirche. 1930/1931 ließen die Barmherzigen Schwestern gegenüber dem Kloster an der Falkstraße durch Baumeister Alois Wörle ein großes Schulgebäude mit Kapelle errichten. Nach dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland 1938 wurde die Schule geschlossen. Die Kapelle diente von 1940 bis 1966 als Notkirche für die katholische Bevölkerung des Saggen.Renate Ursprunger: Die Notkirche im Saggen. In: Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck: Innsbruck erinnert sich, 9. April 2020

1948/49 erstellte Clemens Holzmeister einen Entwurf für eine Kirche auf dem Haydnplatz, der nicht verwirklicht wurde.Niko Hofinger: Holzmeister grüßt Haydn. In: Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck: Innsbruck erinnert sich, 25. Dezember 2022 1962 wurde der Schulhof für den Bau einer Kirche erworben. Die Kirche wurde nach den Plänen des Architekten Walter Anton Schwaighofer erbaut, 1965 war die Grundsteinlegung und am 8. Dezember 1966 wurde die Kirche von Diözesanbischof Paulus Rusch geweiht.Geschichte der Pfarre Saggen. Pfarre Saggen, abgerufen am 15. Juni 2023.

Architektur Das zweigeschoßige Gebäude über gestrecktem sechseckigem Grundriss beherbergt im Untergeschoß Kapelle und Pfarrsaal, im Obergeschoß den Kirchenraum, der über eine östlich vorgelagerte Eingangsrampe erreicht wird. Nördlich an die Rampe schließt der Turm an, der im Untergeschoß die Taufkapelle beherbergt. Die Fassaden der Stahlbetonkonstruktion sind weitgehend ungegliedert. Der hohe Saalraum mit schwerer Faltdecke aus Holz fällt zum Altarbereich hin ab und wird im Norden und Süden von Nebenräumen flankiert.

Der Altarraum ist durch Stufen abgesetzt und wird durch seitliche Lichtschlitze indirekt beleuchtet.https://www.generationlicht.eu/referenzen/pfarrkirche-saggen/Helmut Schiestl: Innsbrucks moderne Kirchenbauten – Pfarrkirche Saggen. provinnsbruck.at, 31. Mai 2015.

Das Glasfenster im Turm mit der Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit schuf Norbert Drexel.

Einrichtung Ein Natursteinmosaik an der Altarwand aus 1979 nach einem Entwurf von Benedikt Schmitz, ausgeführt von Georg Poschner zeigt die sieben Sakramente, Priesterweihe, Sündenvergebung, Taufe, Eucharistie, Firmung, Krankensalbung und Ehe.

Den Tabernakel, mit zwölf Bergkristallen geschmückt, schuf der Schwazer Goldschmied Herbert Schneider. Das Altarkreuz mit rotem Email auf Messing schuf der Bildhauer Hans Bruno Fay (1914–1981) aus Neustadt bei Speyer 1968, wie auch das Bronze-Relief Mutter Gottes 1969.

Die Kreuzwegstationen im Aufgang der Kirche schuf Esther Szabados 1967.

Die Orgel (19 Register, 1358 Pfeifen) baute Orgelbau Reinisch-Pirchner 1970. Die Glocken nennen die Gottesmutter Maria, den hl. Vinzenz, den hl. Jakobus und die Sterbeglocke den hl. Michael, sie wurden 1976 geweiht.

Literatur Innsbruck, Saggen, Pfarrkirche Mariae Unbefleckte Empfängnis, Erzherzog-Eugen-Straße 8. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Tirol 1980. S. 72.

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