mini|St. Konrad in Vaalserquartier St. Konrad ist eine römisch-katholische Nebenpfarrkirche in Vaalserquartier, einem Stadtteil der Stadt Aachen in der Städteregion Aachen in Nordrhein-Westfalen. Sie wurde zwischen 1948 und 1951 nach Plänen von Wilhelm Jacobs erbaut und gehört zur Pfarre Hl. Maria Magdalena/Aachen im Pastoralen Raum Aachen-West/Nordwest.
Geschichte Vaalserquartier besaß lange kein eigenes Gotteshaus und gehörte zur Pfarre St. Jakob. Da St. Jakob aber recht weit entfernt ist, übernahmen Patres des Redemptoristenordens aus dem benachbarten niederländischen Vaals 1934 die Seelsorge. Die Gottesdienste für die Bewohner vom Vaalserquartier fanden in der Pfarrkirche St. Paulus in Vaals statt. Dies änderte sich 1940, da die niederländische Grenze im Zuge des Zweiten Weltkrieges geschlossen wurde. Die Gottesdienste fanden fortan in der Klosterkirche St. Franziskus auf dem Westfriedhof statt. Ab 1943 war auch ein eigener Seelsorger für Vaalserquartier zuständig, jedoch fehlte nach wie vor eine eigene Kirche. Am 1. September 1945 wurde Vaalserquartier zum Rektorat erhoben; der zuständige Rektor unterstand nach wie vor dem Pfarrer von St. Jakob.
Kurz nach der Währungsreform konnte der Bau einer eigenen Kirche verwirklicht werden. Die Pläne zum Neubau schuf Architekt Wilhelm Jacobs. Der Grundstein wurde am 21. November 1948 gelegt. Die Kirche wurde am 11. November 1951 vom Aachener Bischof Johannes Joseph van der Velden geweiht. Die Erhebung zur eigenständigen Pfarrei und endgültige Loslösung von St. Jakob erfolgten am 1. Oktober 1955.
1978 erfolgte ein Umbau der Kirche nach Plänen von Erich Heyne.Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 159 f.
Die Pfarre St. Konrad wurde zum 1. Januar 2026 aufgehoben und mit weiteren aufgehobenen Pfarreien zur Großpfarre Hl. Maria Magdalena/Aachen fusioniert. Seitdem ist St. Konrad keine Pfarrkirche mehr, sondern eine Nebenpfarrkirche. Zur Pfarre zählten bis zur Aufhebung auch die Filialkirche St. Philipp Neri sowie Gut Kullen, Paffenbroich, Seffent und Gaßmühle.
Baubeschreibung St. Konrad ist eine einschiffige Saalkirche aus Bruch- und Backsteinen in Formen der Moderne.
Ausstattung Die Buntglasfenster aus den Jahren 1975 und 1983 sind Werke von Wilhelm Buschulte. Die 14 Kreuzwegstationen schuf der aus den Niederlanden stammende Bildhauer Heinrich Püts, die Ewig-Licht-Ampel fertigte Fritz Schwerdt und die 7 Bronzeleuchter sowie den Osterleuchter schuf Peter Hodiamont.Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 160.
Orgel
Die Orgel ist ein Werk der Aachener Orgelbauanstalt Georg Stahlhuth aus dem Jahr 1990 mit 12 Registern auf zwei Manuale und Pedal verteilt.
I Hauptwerk C–g3Rohrflöte 8′Principal 4′Quinte ′Octave 2′Terz ′Mixtur III–IV ′ II Schwellwerk C–g3Holzgedeckt 8′Blockflöte 4′Flageolet 2′Larigot ′ Pedal C–f1Subbaß 16′Gedecktbaß 8′ Koppeln: II/I, I/P, II/P
Glocke Im Dachreiter von St. Konrad befindet sich eine Bronzeglocke, die 1951 von Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher gegossen worden ist. Der Schlagton ist f′′.Norbert Jachtmann: Glocken in der Region Aachen-Stadt. S. 140.
Pfarrer Folgende Priester waren bis zur Aufhebung der Pfarre Rektor (bis 1955) bzw. Pfarrer an St. Konrad:Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 159. 1945–1975: Johannes Thoma 1975–1983: Wilhelm Losberg CO 1984–2016: Bernhard Föhr CO 2021–2023: Thorsten Aymanns 2023–2024: Josef Wolff 2024–2025: Frank Hendriks (Pfarradministrator)
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Einzelnachweise
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