Hauptmannsdorf, bis 1928 Kaptainischken und Baragehlen, ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.

Die Ortsstelle befindet sich sechs Kilometer westsüdwestlich von Kutusowo (Schirwindt) zwei Kilometer südlich der Regionalstraße 27A-012 (ex R 509). Die westliche Grenze der ehemaligen Gemeinde Hauptmannsdorf bildet der kleine Fluss Lipowka (dt. Warup, 1938 bis 1945: Siegwasser).

Geschichte mini|Die Gemeinde Hauptmannsdorf auf einem Messtischblatt von 1937 Die Landgemeinde Hauptmannsdorf wurde im Jahr 1928 durch Zusammenschluss der Landgemeinde Kaptainischken (s. u.) mit dem Gutsbezirk Baragehlen (s. u.) gebildet. Sie gehörte zum Amtsbezirk Pieragen im Kreis Pillkallen.Rolf Jehke, Amtsbezirk Nicklashagen 1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Einen russischen Namen erhielt er nicht mehr.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 66 1939 57

Kaptainischken Um 1780 war Grunappen oder Capitainischken ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 46. 1874 wurde die Landgemeinde Kaptainischken in den neu gebildeten Amtsbezirk Pieraggen eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874 19 1871 14 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 20 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 11 1910 16

Baragehlen Um 1780 war Barragehlen ein kölmisches Gut.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 9. 1874 wurde auch der Gutsbezirk Baragehlen in den Amtsbezirk Pieraggen eingegliedert. Auch nach dem Anschluss an die Landgemeinde Hauptmannsdorf im Jahr 1928 wurde der Name Baragehlen für das Gut zunächst beibehalten, im Jahr 1938 aber aufgehoben.Gemäß der zeitgenössischen Messtischblätter

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867 36 1871 36 1885 43 1905 17 1910 34 1925Zeitschrift des Preussischen Statistischen Landesamts, Band 67, 1927 59

Kirche Hauptmannsdorf und seine Vorgängerorte gehörten zum evangelischen Kirchspiel Schirwindt.

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk