mini|Wappen der Familie Schücking im Wappenbuch des Westfälischen Adels Schücking ist der Name eines westfälischen Patriziergeschlechts, aus dem zahlreiche hohe Juristen und Beamte sowie bekannte Gelehrte, Wissenschaftler und Schriftsteller hervorgegangen sind.

Geschichte Die Familie Schücking wird 1362 erstmals urkundlich erwähnt und im Mittelalter zu den ritterbürtigen ratsfähigen Stadtgeschlechtern der Stadt Coesfeld gezählt. Der Diplomat und münsterscher Kanzler Christoph Bernhard Engelbert Schücking (1704–1774) wurde 1757 von Kaiser Franz I. Stephan als von Schüching in den Reichsadelsstand erhoben. Das bekannteste Mitglied der Familie ist Levin Schücking (1814–1883), der ein enger Vertrauter der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff war, und selbst in die Literaturgeschichte eingegangen ist.

Stammliste

Haus Schücking mini|Haus Schücking in Sassenberg Das Haus Schücking in Sassenberg ist ein barocker, eingeschossiger Backsteinbau mit Walmdach, der 1754 für den bischöflich münsterschen Kanzler Christoph Bernhard Engelbert Schücking (1704–1774) erbaut wurde. Die Pläne entwarf der westfälische Baumeister Johann Conrad Schlaun. Das Haus wurde 1882 umgebaut und steht seit 1982 unter Denkmalschutz.

Wappen Blasonierung: In Grün ein nach rechts springendes silbernes Einhorn. Auf dem gekrönten Helm das Einhorn wachsend. Die Helmdecken sind grün-silbern.

Weblinks

Österreichisches Staatsarchiv, AT-OeStA/AVA Adel RAA 381.12 Schüching, Christoph Bernhard, Kurkölner geheimer Rat, Adelsstand, privilegium denominandi, Wappenbestätigung, Lehenberechtigung, besucht am 27. Juni 2023.

Literatur (Nach Erscheinungsjahr sortiert.) Levin Schücking: Hauschronik der Familie Schücking 1154 – 1362 – 1862, Hamm 1862. Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 115; Band 2, Görlitz 1903, Tafel 289. Clemens Steinbicker: Die Ahnenbildersammlung Levin Schückings in Sassenberg, in: Westfalen – Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde, Band 42, Münster 1964, S. 401–414. Clemens Steinbicker: Ahnentafeln berühmter Deutscher 126 – Der Schriftsteller Levin Schücking, in: Genealogisches Jahrbuch, Band 4, Neustadt 1964, S. 73–108.

Clemens Steinbicker: Schücking, ein westfälisches Geschlecht in seiner sozialen Entwicklung, in: Archiv für Sippenforschung und alle verwandten Gebiete 42, 1971, S. 88–99 Artikel: Schüching, in: Adelslexikon, Band 13 (Genealogisches Handbuch des Adels, Band 128 der Gesamtreihe), C. A. Starcke, Limburg an der Lahn 2002, S. 128.

Ulf Morgenstern: Bürgergeist und Familientradition. Die liberale Gelehrtenfamilie Schücking im 19. und 20. Jahrhundert (zugl. phil. Dissertation, Univ. Leipzig). Schöningh, Paderborn 2012, ISBN 978-3-506-77353-1).

Kategorie:Deutsches Patriziergeschlecht Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht