mini|St. Rochus in Oberforstbach mini|Innenansicht St. Rochus ist eine römisch-katholische Nebenpfarrkirche in Oberforstbach, einem Stadtteil von Aachen in der Städteregion Aachen in Nordrhein-Westfalen. Sie wurde zwischen 1960 und 1962 nach Plänen von Peter Salm erbaut. und gehört zur Pfarre St. Kornelius (Kornelimünster).

Geschichte Oberforstbach zählte seit jeher zur Pfarre Kornelimünster und verfügte lange Zeit über kein eigenes Gotteshaus. Erst 1791 wurde eine Kapelle im Ort erbaut, die 1862 erweitert wurde. Schon zwei Jahre darauf wurde der 1791 errichtete Teil abgerissen und durch einen größeren Bau ersetzt, sodass eine deutlich größere Kirche entstanden war. Ab 1857 erhielt Oberforstbach mit Hermann Großimlinghaus den ersten eigenen Rektor, der aber dem Pfarrer von Kornelimünster unterstand. 1893 erhielt das Rektorat vermögensrechtliche Selbstständigkeit, 1912 wurde Oberforstbach schließlich endgültig von Kornelimünster losgelöst und eigenständige Pfarrei.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung so stark an, sodass die Kirche aus den 1860er Jahren zu klein wurde. Daher wurde ein Neubau an anderer Stelle beschlossen. Baubeginn zur heutigen Kirche war 1960, zwei Jahre später war das neue Gotteshaus fertiggestellt. Die Pläne lieferte der Aachener Architekt Peter Salm. Die feierliche Kirchweihe fand schließlich am 3. Juni 1962 statt. Der Abriss der alten Kirche folgte noch im selben Jahr.Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausg. Aachen 1994, S. 101 f.

Die Pfarre St. Rochus wurde zum 1. März 2026 aufgehoben und mit weiteren aufgehobenen Pfarreien in die Pfarre St. Kornelius/Kornelimünster eingegliedert. Seitdem ist St. Rochus keine Pfarrkirche mehr, sondern eine Nebenpfarrkirche. Zur ehemaligen Pfarre zählten neben Oberforstbach auch Bierstrauch, Eich, Entenplatz, Kroitzheid, der Nerscheider Hof, Nütheim, Schleckheim und Wilburg.

Baubeschreibung St. Rochus ist eine flachgedeckte Saalkirche aus Bruchsteinen in Formen der Moderne mit halbkreisförmiger Apsis und seitlich angebautem Glockenturm.

Ausstattung mini|Kreuzigungsgruppe, 18. Jh. Altar und Ambo wurden 1962 nach Entwürfen von Peter Salm aus Blaustein geschaffen. Die in der Apsis hängende Kreuzigungsgruppe stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die 14 Kreuzwegstationen sind Werke der Künstlerin Maria Hasemeier aus dem Jahr 1964. In der Kirche befinden sich Buntglasfenster des Würzburger Künstlers Lucas Gastl aus dem Jahr 1976.

Die Orgel ist ein Werk der Aachener Orgelbauanstalt Karl Bach aus dem Jahr 1967. Sie verfügt über 15 Register, verteilt auf zwei Manuale und Pedal.

Glocken Im Glockenturm befindet sich ein dreistimmiges Bronze-Geläut:Norbert Jachtmann: Glocken in der Region Aachen-Stadt, S. 133. Nr. Name Gussjahr Gießer Durchmesser(mm) Gewicht Schlagton(HT-1/16) Inschrift1 - 1926 Albert Junker und Bernhard Edelbrock, Fa. Junker & Edelbrock, Brilon 780 290 c′′ –2 - 1926 Albert Junker und Bernhard Edelbrock, Fa. Junker & Edelbrock, Brilon 600 170 es′′ –3 - 1833 Karl Gauldard, Aachen 550 100 f′′ –

Pfarrer Folgende Priester wirkten als Rektor (bis 1912) bzw. bis zur Auflösung der Pfarre 2026 als Pfarrer an St. Rochus:Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausg. Aachen 1994, S. 102. 1857–1898: Hermann Großimlinghaus (Rektor) 1910–1933: Johannes Schmitz 1933–1945: Hubert Wilbert 1945–1963: Johannes Schwinning 1963–1971: Herbert Bock 1971–1981: Johannes Scheublein 1982–2004: Josef Hirsch 2023–2026: Andreas Möhlig

Weblinks

Einzelnachweise

Rochus Kategorie:Rochuskirche Kategorie:Nebenpfarrkirche des Bistums Aachen Kategorie:Saalkirche in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Kirchengebäude der Moderne Kategorie:Bauwerk der Moderne in Aachen Kategorie:Erbaut in den 1960er Jahren Kategorie:Geläut Oberforstbach Kategorie:Bauwerk von Peter Salm Kategorie:Pastoraler Raum Aachen-Kornelimünster/Roetgen Kategorie:Ehemalige Pfarrkirche Kategorie:Kornelimünster/Walheim