mini|Gégène
Eine Gégène ist im französischen Militärjargon ein Diminutiv für Stromgenerator, ist aber vor allem als Gerät bekannt geworden, das zwar für die Stromversorgung von Feldtelefonen gedacht war, aber während des algerischen Unabhängigkeitskrieges auch als Folterinstrument eingesetzt wurde.
Verwendung Die Verwendung von Elektrizität als Foltermethode war seit langem bekannt. In der französischen Armee wurde die Gégène dafür gerne benutzt, weil sie leicht zu transportieren und überall einsetzbar war. Ihre Verwendung geht zwar auf den Französischen Indochinakrieg zurück, besonders häufig wurde sie jedoch während des Algerienkrieges eingesetzt.lariposte.com: La Torture pendant la guerre d’Algérie Die Verwendung wurde in Colonel Bigeards Buch Le manuel de l’officier de renseignementfranzösisch Contre-guérilla (livre) ausführlich beschrieben.Ausgabe Armée française, gedruckt bei Lavauzelle, Boulevard Saint-Germain, Paris. Das Prinzip besteht darin, eine der beiden Elektroden (+/-) am Ohr und die andere entweder an den männlichen Genitalien oder bei Frauen an einer der Brustwarzen zu befestigen und dann Strom durch sie hindurchzuleiten.
Die verwendeten Folterinstrumente und -methoden waren vielfältig:
Siehe auch Französische Doktrin Jacques Massu
Literatur Catherine Simon: La gégène algérienne in: Algérie, les années pieds-rouges: Des rêves de l'indépendance au désenchantement (1962–1969). (2011), S. 173–189 (in Teilansicht)
Weblinks gégène – fr.wiktionary.org
Einzelnachweise und Fußnoten
Kategorie:Folterinstrument Kategorie:Militärgeschichte (20. Jahrhundert) Kategorie:Elektrogerät Kategorie:Kommunikationstechnik