Die Q ist ein Tier (englischer/internationaler Titel: The All Is One) ist eine deutsche philosophisch politische Gesellschaftssatire aus dem Jahr 2023 und behandelt die Frage, warum Menschen noch immer Fleisch essen.
Der Spielfilm von Regisseur Tobias Schönenberg und Drehbuchautorin Hilal Sezgin wurde nach einer Idee von Tobby Holzinger im Rahmen der Weiterbildung für Schauspieler „Für den Film“, mit 53 Schauspielern und dem Anspruch, für alle gleichwertig große Rollen zu kreieren, zum Teil mit den für die Weiterbildung zur Verfügung gestellten Fördermitteln der Agentur für Arbeit von der Tobby Holzinger Filmproduktion GmbH realisiert.
Eventuelle Gewinne, die aus der Vermarktung des Films erzielt werden könnten, werden ausschließlich für gemeinnützige Zwecke verwendet. Ein Sequel mit dem Titel Die Q ist noch immer ein Tier ist bereits in Planung.
Die Deutschlandpremiere hatte der Film im Mai 2023 auf dem 20. Neiße Filmfestival. Er erhielt von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) das Prädikat „wertvoll“.
Kinostart war der 16. Mai 2024. Seitdem läuft der Film in ausgewählten Kinos.
Als Stream ist der Film seit dem 14. Mai 2025 via Filmfriend verfügbar.
Inhalt
In einer Nacht-und-Nebel-Aktion werden dem Schlachthof-Betreiber Werner Haas Schlachtabfälle in seinen Vorgarten gekippt. Wutschnaubend erstattet er Anzeige gegen Unbekannt und löst damit eine Polizeiuntersuchung aus, bei der verschiedene Dorfbewohner und Tierwohl-Aktivisten ins Visier geraten. Die Polizei ermittelt, während eine engagierte Volontärin der Lokalzeitung auf Ungereimtheiten bei der Erweiterung des Schlachtbetriebs stößt.
Statement des Regisseurs
Musik Der Score wurde für den bereits fertig geschnittenen Film von hackedepicciotto (Alexander Hacke und Danielle de Picciotto) komponiert und aufgenommen. Es handelt sich dabei um ein einziges Musikstück, das ohne Unterbrechung den gesamten Film begleitet. Auch der Abspannsong stammt von hackedepicciotto. Er greift erneut das Thema des Scores auf.
Auszeichnungen Der von Tobby Holzinger initiierte Kino-Spielfilm wurde auf Filmfestivals weltweit mit zahlreichen Nominierungen und Preisen geehrt. Regisseur Tobias Schönenberg erhielt außerdem vom Mokkho International Film Festival (Indien) eine Auszeichnung als „Best Director“ und Schauspieler Martin Timmy Haberger vom Toronto Beaches Film Festival (Kanada) eine Auszeichnung als „Best Actor“.
Nominierungen 2023 (Auswahl) Best Feature Film – New Delhi Film Festival (Indien) Publikumspreis – Neiße Filmfestival (Deutschland) Oscow – Mostra Animal (Intern. Film Festival for the Animals) (Brasilien) Publikumspreis – Too Drunk To Watch – Punkfilmfest Berlin (Deutschland) Natural Hope · Fiction Film Award – China International Green Film Week (China) Preise 2023/2024/2025 (Auswahl) Award of Excellence – Nature Without Borders Int. Film Festival (USA) Domingo Award – Fauna Tepoztlán Animal Festival (Mexiko) Finalist – International Animal Future Film Festival (England) Best Feature Film – Toronto Beaches Film Festival (Kanada) Best Feature Film – Berlin Indie Film Festival (Deutschland) Best Feature Film – Kiez Berlin Film Festival (Deutschland) Social Impact Award – A Show For A Change Film Festival (USA) Audience Award – Intern. Environmental Film Festival of Patagonia (Argentinien) Prix du film long mordant – Silence, ça touille ! (Frankreich) Sunrise Trophy – Better World Filmfestival (Deutschland) Best Animal Feature Film – Festival Internacional de Cine Animal y Ambienta (Mexiko) Best Film on Animal: Winner Audience Award – My Name is Climate Film Festival (England) Bester deutschsprachiger Film - Sonderpreis der GfdS – Natourale Festival (Deutschland) Best Controversy – fliXfest Film Festival (USA) Best International Vegan Film – IISFF & The Writer’s Journey (Türkei)
Kritik
Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden bezeichnete den Film als satirischen Spielfilm „der sich auf trockenhumorige Weise mit einem hochaktuellen Thema auseinandersetzt. (…) Zum Thema Fleischessen hat fast jeder Mensch eine Meinung. Diese Perspektive adaptiert der Film auf konsequente Weise, indem er eine Vielzahl von Protagonisten in einer kammerspielähnlichen Verhörsituation filmt. Dabei entstehen viele absurde, unterhaltsame, komische und auch ernste Momente. Als zweiten Handlungsstrang begleitet der Film die Volontärin Emily bei ihren Gesprächen mit der Lokalpolitik. Und hier treten die ganze Hilflosigkeit und auch Verlogenheit des Systems nach vorne, die uns vor Augen halten, wie Profit und Habgier an die Stelle treten, wo eigentlich gesunder Menschenverstand und Empathie herrschen müssten. (…) Ohne explizit ein Experimentalfilm zu sein, funktioniert Die Q ist ein Tier als filmisches Experiment, als Spiegel für das Publikum, das sich mit einem bunten Strauß an Meinungen auseinandersetzen und dabei seine eigene Haltung reflektieren kann.“
Felicitas Kleiner (Filmdienst.de) urteilte, der Krimi-Plot „dient nur als Aufhänger und Rahmen für eine über die Dialoge vermittelte Ensemble-Satire rund um Lust und Frust am Essen von Tieren, die deutsche Fleischwirtschaft und unterschiedliche Haltungen dazu. Dabei verlässt sich die Inszenierung auf ein pointiertes Drehbuch und ein vortrefflich aufspielendes Ensemble – ein ebenso vergnügliches wie zum Nachdenken anregendes Diskurs-Gemetzel rund ums Reizthema Fleischkonsum.“
Filmkritiker Rüdiger Suchsland sah in dem Film „eine Satire und Farce aus dem Tierschützermilieu mit tieferer Bedeutung, die wichtige Fragen stellt“ und stellte fest „Dieser Film bietet eine bemerkenswerte und schlüssige Mischung aus gelassener Satire und politischem Aktivismus.“
Björn Schneider (Programmkino.de) stellte fest: „Die Q ist ein Tier ist vergnüglich, geistreich und in seiner Reduktion sowie inszenatorischen Schlichtheit erstaunlich.“
Stefanie Borowsky (Kino-Zeit) erkannte: „Der Film fordert jede/n einzelne/n zum Mitdenken und Reflektieren des Status quo auf: Versagen wir beim Thema Fleischkonsum kollektiv?“. Sie beschrieb den Film außerdem als „mutige Mischung aus klamaukigem Provinzkrimi und sprachgewaltiger ethisch-philosophischer Gesellschaftskritik“ und fügte in ihrer Filmkritik vom 16. Mai 2024 hinzu: „Die Q ist ein Tier ist ein engagiertes Filmprojekt, das Diskussionen anstoßen soll und wird. Trotz der vielen unterschiedlichen Meinungen, die Tobias Schönenberg gleichwertig nebeneinanderstellt, macht er seine Haltung deutlich: Im Abspann zitiert er zwei Paragraphen aus dem über 50 Jahre alten Tierschutzgesetz, mit denen er daran erinnert, dass der Mensch Verantwortung für das Mitgeschöpf Tier trägt, es schützen muss und nur aus einem „vernünftigen Grund“ töten darf. Die Frage, ob Fleischkonsum ein „vernünftiger Grund“ ist, ein Lebewesen zu töten, und Massenschlachtbetriebe wie der von Werner Haas weiterhin bestehen sollten, können sich die Zuschauer/innen nach dem Kinobesuch selbst beantworten.“
"DIE Q IST EIN TIER ist eine bissige, philosophisch-politische Gesellschaftssatire von Regisseur Tobias Schönenberg und Autorin Hilal Sezgin – ein Film, der mit Witz und Tiefgang fragt, warum wir Menschen eigentlich noch immer Fleisch essen. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion werden einem Schlachthofbetreiber Tierabfälle vor die Tür gekippt – und eine absurde Spirale der Ereignisse nimmt ihren Lauf. Statt blutiger Bilder setzt der Film auf Sprache, Haltung und 53 gleichwertig große Rollen, die ein vielstimmiges, scharfzüngiges Panorama unserer Gegenwart zeichnen.
Das Projekt wurde vollständig ohne Tierleid realisiert. Seit seiner Weltpremiere in Mexiko 2023 tourt der Film erfolgreich über internationale Festivals, von Argentinien bis Finnland, von Indien bis Kanada, und wurde mehrfach ausgezeichnet. Die Deutsche Film- und Medienbewertung verlieh ihm das Prädikat wertvoll, Regisseur Tobias Schönenberg wurde in Indien als Best Director geehrt, Schauspieler Martin Timmy Haberger in Kanada als Best Actor.
Ein Film, der provoziert, unterhält und zum Nachdenken einlädt – über Verantwortung, Gewohnheit und den Menschen als das vielleicht gefährlichste Tier von allen." – Bruchwerk Theater
Filmfestivals Nach der Weltpremiere in Mexiko 2023 wurde der Film von Filmfestivals in Argentinien, Brasilien, China, Deutschland, Ecuador, England, Finnland, Frankreich, Griechenland, Indien, Indonesien, Kanada, Malaysia, Neuseeland, Österreich, Polen, der Schweiz, der Türkei, den USA und Venezuela gezeigt.
Weblinks
Filmwebseite Filmverleih
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Einzelbelege
Kategorie:Filmtitel 2023 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Independent-Film Kategorie:Tierrechte Kategorie:Wirtschaftskritischer Film Kategorie:Essen und Trinken im Film Kategorie:Satirefilm
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