Prienzing ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Willmering im Landkreis Cham des Regierungsbezirks Oberpfalz im Freistaat Bayern.

Geografie Prienzing liegt auf dem Nordwesthang des 522 Meter hohen Buchberges, 1,5 Kilometer nordöstlich von Willmering und von der Bundesstraße 22. 300 Meter westlich von Prienzing verläuft die Bahnstrecke Cham–Waldmünchen. Die nächsten Haltepunkte sind Willmering 1 Kilometer südwestlich von Prienzing und Waffenbrunn 900 Meter nordwestlich von Prienzing. 500 Meter westlich von Prienzing fließt der Katzbach nach Süden dem Regen zu.

Prienzing lässt sich nur schwer von Willmering und Geigen abgrenzen. Die sich unter dem Einfluss des nahen Chams ständig vergrößernden Siedlungen dieser Ortschaften gehen immer mehr ineinander über. Das gesamte Siedlungsgebiet, bestehend aus Prienzing, Geigen, Prienzing-Siedlung, Prienzing-Tradl, Pfannen und einigen umliegenden Grundstücken, hatte zum Zensus 2011 680 Einwohner.

Geschichte Prienzing (auch: Prenzing, Prinzing) hatte 1752 11 Anwesen, darunter ein Gemeinde-Hüthaus. Die Eigentümer hießen Kern, Höpfl, Hörmer, Mayr, Bach, Lausser, Schießl, Althammer, Schneider, Geiger.

1808 wurde die Verordnung über das allgemeine Steuerprovisorium erlassen. Mit ihr wurde das Steuerwesen in Bayern neu geordnet und es wurden Steuerdistrikte gebildet. Dabei kam Prienzing zum Steuerdistrikt Waffenbrunn. Der Steuerdistrikt Waffenbrunn umfasste die Orte Waffenbrunn, Maiberg, Pointmühle, Weiher, Prienzing, Stegmühle, Neugeigen, Willmering und Zifling.

1821 wurden im Landgericht Cham Gemeinden gebildet. Aus dem Steuerdistrikt Waffenbrunn gingen die Gemeinden Waffenbrunn und Willmering hervor. Die Gemeinde Willmering erhielt dabei die Orte Prienzing, Stegmühle, Neugeigen, Willmering und Zifling. 1861 umfasste die Gemeinde Willmering die Ortschaften Brennet, Mühlwiese, Neugeigen, Nunsting, Prienzing, Stegmühle, Willmering und Zifling.

Pfarreizugehörigkeit Prienzing gehörte zunächst zur Pfarrei Chammünster. 1923 wurde Prienzing der neu gegründeten Pfarrei Waffenbrunn zugeteilt. 1997 hatte Prienzing 379 Katholiken.

Einwohnerentwicklung ab 1838 + 1838–1913 Jahr Einwohner Gebäude 1838 132 7 1861 88 41 1871 93 52 1885 122 19 1900 147 20 1913 136 22

+ 1925–2011 Jahr Einwohner Gebäude 1925 129 20 1950 198 34 1961 187 42 1970 212 k. A. 1987 369 101 2011 370 k. A.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise Zensus 2011 bei atlas.zensus2011.de. Abgerufen am 27. Februar 2022. Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 759 Prienzing bei Bayernatlas. Abgerufen am 12. Juni 2023. Prienzing bei Bayernatlas, historische Karte. Abgerufen am 12. Juni 2023.

Kategorie:Willmering Kategorie:Ort im Landkreis Cham Kategorie:Ersterwähnung 1752