Die Fußball-Regionalliga ist die dritthöchste Leistungsstufe in der österreichischen Fußballmeisterschaft im Männer-Fußball. Seit 2026/27 gliedert sie sich in vier gleichrangige „regionale“ Ligen (Regionalliga Ost, Regionalliga Nord, Regionalliga Süd und Regionalliga West).
Die Regionalliga Ost umfasst die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland.
Zur Regionalliga Nord gehören die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich.
Zur Regionalliga Süd gehören die Bundesländer Steiermark, Kärnten und das Gebiet von Osttirol.
Zur Regionalliga West gehören die Bundesländer Tirol (ohne Osttirol) und Vorarlberg.
Die vier Regionalliga-Meister bzw. die Aufstiegsberechtigten Mannschaften nehmen an Relegationsspielen um zwei Aufstiegsplätze in die 2. Liga teil.
Aufstiegsmodus Ab der Saison 2014/15 gab es nach einem Beschluss des ÖFB-Präsidiums zwei Fixaufsteiger aus den Regionalligen in die Erste Liga. Dabei stieg einer der drei Meister der Regionalligastaffeln als Direktaufsteiger in die zweithöchste österreichische Spielklasse auf, während die beiden verbleibenden Regionalliga-Meister den zweiten Aufsteiger in einem Play-off ermittelten. Der Direktaufsteiger wurde in einem Rotationsmodus jährlich von einer anderen Regionalliga gestellt. Die Reihenfolge war dabei wie folgt ausgelost worden:
2014/2015: Meister der Regionalliga West 2015/2016: Meister der Regionalliga Ost 2016/2017: Meister der Regionalliga Mitte
Seit der Ligareform 2018/19 sind Amateurteams von Bundesligavereinen für die 2. Liga wieder aufstiegsberechtigt, wobei maximal drei in dieser Liga spielen dürfen und steigen seit Wiedereinführung der Regionalliga West 2023/24, Voraussetzung Zulassung durch die Bundesliga, die Meister der nunmehr wieder drei Regionalligen in die 2. Liga auf. Sollte sie nicht erteilt werden, steigen die Zweiten, erteilt die Bundesliga ihnen die Zulassung, auf.
Seit der Ligareform 2026/27 nehmen die vier Meister bzw. die Aufstiegsberechtigten Mannschaften an den Relegationsspielen für die zwei Aufstiegsplätze in die 2. Liga teil. Die Paarungen werden jede Saison neu ausgelost. In der Regionalliga Süd wird der Teilnehmer im Rahmen eines Play-offs, das an die vorherige Gruppenphase anschließt, ermittelt.
Geschichte Saison Meister Tauernliga 1949/50 Villacher SV Mit der Umwandlung der Ersten Klasse in die Liga A in der Saison 1949/50, die erstmals seit Kriegsende wieder als Profiliga konzipiert war, kam es auch zu einer Änderung der Klasseneinteilung im Amateurfußball: Am Ende der einzelnen Meisterschaften in den Bundesländern wurde eine Aufstiegsrelegation zwischen den Landesmeistern aus dem Burgenland, Oberösterreich, Niederösterreich, der Steiermark, Vorrundenrelegation der Landesmeister aus Tirol oder Vorarlberg und der Tauernliga (Kärnten und Salzburg) in zwei Dreier-Gruppen gespielt. Der Erstplatzierte aus diesen Dreier-Gruppen war für die Staatsliga A qualifiziert, der Zweitplatzierte für die Staatsliga B und der letzte musste wieder in seiner Landesliga spielen. Der Meister der Wiener Liga war direkt aufstiegsberechtigt. In der folgenden Übergangssaison 1950/51 wurde die Liga B (auch Staatsliga B) geschaffen. Diese erstreckte sich geografisch auf das Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, die Steiermark, Tirol und Wien, Vereine aus Kärnten, Salzburg und Vorarlberg konnten sich nicht qualifizieren.
Saison Meister Staatsliga BTauernliga Arlbergliga 1950/51 1. Simmeringer SC Klagenfurter AC SC Schwarz-Weiß Bregenz 1951/52 VfB Union Mödling Salzburger AK 1914 SC Schwarz-Weiß Bregenz 1952/53 Wiener Sport-Club SV Austria Salzburg Innsbrucker AC 1953/54 Kapfenberger SV WSG Radenthein SC Schwarz-Weiß Bregenz 1954/55 SK Sturm Graz SK Austria Klagenfurt FC Dornbirn 1913
Saison Meister Staatsliga B Tauernliga Süd Tauernliga Nord Arlbergliga 1955/56 Wiener AC WSG Radenthein SK Bischofshofen SC Schwarz-Weiß Bregenz1956/57 SC Olympia 33 WSG Radenthein SK Bischofshofen SC Schwarz-Weiß Bregenz 1957/58 Linzer ASK WSG Radenthein SV Austria Salzburg FC Lustenau 07 1958/59 1. Wiener Neustädter SC WSG Radenthein SV Austria Salzburg FC Lustenau 07 Die zweitklassigen Mannschaften aus Kärnten und Salzburg spielten bereits 1949/50 in der neu gegründeten Tauernliga und von der Saison 1955/56 bis zur Saison 1958/59 in der Tauernliga Süd für Kärnten und Tauernliga Nord für Salzburg. Ab der Saison 1950/51 bis zur Saison 1959/60 spielten auch die Klubs aus Tirol mit den Vereinen aus Vorarlberg in der Arlbergliga. Diese Ligen können als zweite Spielstufen – neben der Liga B – angesehen werden, da ihre Meister in direkten Duellen um den Aufstieg in die Liga A spielten. mini|links|300px|Zweite Leistungsstufe Gruppen bis 1959:Grün = Staatsliga B, Rot = Tauernligen, Blau = Arlbergliga
Saison Meister Regionalliga Ost Regionalliga Mitte Landesliga Salzburg Arlbergliga 1959/60 1. Schwechater SC SV Stickstoff Linz Salzburger AK 1914 FC Dornbirn 1913 Saison Meister Regionalliga Ost Regionalliga Mitte Regionalliga West 1960/61 SK Admira Wien Kapfenberger SV Salzburger AK 1914 1961/62 SC Wacker Wien SK Austria Klagenfurt SV Austria Salzburg 1962/63 1. Wiener Neustädter SC Kapfenberger SV FC Dornbirn 1913 1963/64 SC Wacker Wien SK Sturm Graz FC Wacker Innsbruck 1964/65 1. Simmeringer SC SK Austria Klagenfurt SV Austria Salzburg 1965/66 SC Wacker Wien SK Sturm Graz SC Schwarz-Weiß Bregenz 1966/67 SC Eisenstadt WSG Radenthein SV Austria Salzburg 1967/68 SC Wacker Wien WSV Donawitz SV Wattens 1968/69 First Vienna FC 1894 SK VÖEST Linz FC Dornbirn 1913 1969/70 1. Simmeringer SC WSG Radenthein SC Schwarz-Weiß Bregenz 1970/71 SC Eisenstadt WSV Donawitz SK Bischofshofen 1971/72 SV Admira Wiener Neustadt SK Austria Klagenfurt SC Schwarz-Weiß Bregenz 1972/73 1. Simmeringer SC WSG Radenthein FC Rätia Bludenz 1973/74 SV Heid Stockerau Kapfenberger SV FC Dornbirn 1913 In der Saison 1959/60 kam es zur Einführung der Regionalligen Ost und Mitte und im Jahr darauf zur Einführung der Regionalliga West. Die Regionalliga zählte bis zur Saison 1973/74 als zweithöchste Liga in Österreich. Die jeweiligen Meister durften direkt in die oberste Spielklasse aufsteigen.
Regionalliga wird drittklassig Regionalliga Ost und Alpenliga Saison Meister Regionalliga Ost Regionalliga Mitte Alpenliga 1974/75 SC Tulln Aufstiegsplayoff der Landesligen-Meister Aufstiegsplayoff der Landesligen-Meister 1975/76 Kremser SC 1976/77 ASV Kittsee 1977/78 Favoritner AC USK Anif 1978/79 SV Heid Stockerau SPG Innsbruck 1979/80 SC Neusiedl am See Salzburger AK 1914 In der Saison 1974/75 kam es zur Einführung der ersten und zweiten Bundesliga mit jeweils zehn Vereinen und zur Auflösung der Regionalligen West und Mitte. Um den Aufstieg in die zweite Bundesliga spielten die Meister der Landesligen aus Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten, Oberösterreich und der Steiermark, die Relegationsspiele absolvieren mussten; der Meister der Regionalliga Ost durfte direkt aufsteigen. In der Saison 1977/78 schalteten die Bundesländer Salzburg und Tirol ihren Landesligen die Alpenliga als dritte Stufe vor.
Regionalliga Ost und Regionalliga West Saison Meister Regionalliga Ost Regionalliga Mitte Regionalliga West 1980/81 Aufstiegsplayoff der Landesligen-Meister Aufstiegsplayoff der Landesligen-Meister ASK Salzburg 1981/82 IG Bregenz/Dornbirn 1982/83 SC Kufstein 1983/84 USV Salzburg 1984/85 IG Bregenz/Dornbirn II 1985/86 VfB Mödling SC Kufstein 1986/87 VSE St. Pölten USV Salzburg 1987/88Slovan HAC FC Dornbirn 1913 1988/89 ASV Austria Vösendorf WSG Swarovski Wattens 1989/90 SR Donaufeld Wien FC Salzburg 1990/91 Favoritner AC SCR Altach 1991/92 SV Oberwart ASVÖ FC Puch Saison Meister Regionalliga Ost Regionalliga Mitte Regionalliga West (PO) 1992/93 1. Wiener Neustädter SC Aufstiegsplayoff der Landesligen-Meister FC Kufstein 1993/94 ASKÖ Klingenbach SC Austria Lustenau 1994/95 Favoritner AC SAK Klagenfurt WSG Swarovski Wattens 1995/96 SV Stockerau TSV Hartberg SC Schwarz-Weiß Bregenz In der Saison 1980/81 wurde die Regionalliga West inklusive Vorarlberg als dritte Spielklasse wieder installiert. Die Regionalliga Ost hingegen wurde von 1980/81 bis 1984/85 nicht ausgespielt und erst 1985/86 wieder eingeführt. Bis zur Saison 1995/96 hatten die Meister der Regionalligen West und Ost direktes Aufstiegsrecht in die zweite Bundesliga. Die Regionalliga Mitte hingegen wird erst seit der Saison 1994/95 wieder ausgespielt. Die Meister der Landesverbände Oberösterreich, Kärnten (mit Osttirol) und Steiermark spielten in Relegationsspielen den Aufsteiger in die zweite Liga aus.
Regionalliga Ost, Mitte und West Saison Meister Regionalliga Ost Regionalliga Mitte Regionalliga West 1996/97 ASK Kottingbrunn SK Eintracht Wels SCR Altach 1997/98 SC Untersiebenbrunn FC Austria/VSV Kärnten SV Wörgl 1998/99 SC Untersiebenbrunn TSV Hartberg WSG Swarovski Wattens 1999/2000 SV Mattersburg BSV Bad Bleiberg FC Lustenau 07 2000/01 ASK Kottingbrunn ASKÖ Pasching FC Lustenau 07 2001/02 Wiener Sportklub Kapfenberger SV FC Hard 2002/03 SV Schwechat FC Blau-Weiß Linz SpG WSG Wattens-FC Wacker Tirol 2003/04 SC-ESV Parndorf 1919 FC Gratkorn SCR Altach 2004/05 FK Austria Wien II SC Schwanenstadt FC Kufstein 2005/06 SC-ESV Parndorf 1919 TSV Hartberg FC Lustenau 07 2006/07 ASK Schwadorf SV Bad Aussee FC Red Bull Salzburg II 2007/08 SKN St. Pölten 1. FC Vöcklabruck SV Grödig 2008/09 First Vienna FC 1894 TSV Hartberg FC Dornbirn 1913 2009/10 FC Waidhofen/Ybbs SpG WAC/St. Andrä SV Grödig 2010/11 SC-ESV Parndorf 1919 LASK Linz II FC Red Bull Salzburg II 2011/12 SV Horn Grazer AK WSG Wattens 2012/13 SC-ESV Parndorf 1919 LASK Linz FC Liefering 2013/14 FAC Team für Wien LASK Linz SV Austria Salzburg 2014/15 SC Ritzing SK Austria Klagenfurt SV Austria Salzburg 2015/16 SV Horn FC Blau-Weiß Linz WSG Wattens 2016/17 First Vienna FC TSV Hartberg USK Anif 2017/18 SV Horn SV Lafnitz USK Anif 2018/19 ASK Ebreichsdorf Grazer AK FC Dornbirn 1913 Zwischen der Saison 1996/97 und 2003/04 mussten die drei Meister der Regionalligen mit dem Vorletzten der Ersten Liga, der zweithöchsten Spielklasse Österreichs, Relegationsspiele um zwei Aufstiegsplätze durchführen. Nachdem eine Aufstockung der Ersten Liga ab der Saison 2005/06 auf zwölf Vereine beschlossen worden war (aufgrund von verweigerten Lizenz wurde jedoch zunächst noch mit zehn Vereinen weitergespielt und erst in der folgenden Saison tatsächlich auf zwölf Vereine aufgestockt), konnten die Sieger der Regionalligen wieder direkt aufsteigen. Seit der Saison 2009/10 wurden wieder Relegationsspiele der drei Regionalligen und des Neunten der Ersten Liga ausgetragen, da diese ab der Saison 2010/11 auf zehn Vereine reduziert wurde. Mit der Saison 2014/15 wurde der aktuelle Aufstiegsmodus mit einem Direktaufsteiger und einem Play-off um den zweiten Aufsteiger in die Erste Liga eingeführt. mini|links|300px|Regionalligaeinteilung von 1994 bis 2026:Grün = Ost, Rot = Mitte, Blau = West
Regionalliga Ost, Mitte und West Saison Meister Regionalliga Ost Regionalliga Mitte Regionalliga West 2019/20 abgebrochen abgebrochen S: Salzburger AK 1914T: SV WörglV: Dornbirner SVEL: nicht stattgefunden 2020/21 Meisterschaft abgebrochen 2021/22 First Vienna FC SK Sturm Graz II S: TSV St. JohannT: SC SchwazV: VfB Hohenems EL: SC Schwaz 2022/23 SV Stripfing DSV Leoben S: SK BischofshofenT: FC KufsteinV: SW Bregenz EL: SW Bregenz