mini|Claire Simon (2023) Claire Simon (* Juli 1955 in London) ist eine französische Drehbuchautorin, Schauspielerin, Kamerafrau, Filmeditorin und Regisseurin. Sie ist Autorin mehrerer ausgezeichneten Dokumentarfilme.

Leben Claire Simon wuchs in Frankreich im Département Var auf und studierte Ethnologie, lernte Arabisch und Berbersprachen. Als Autodidaktin begann sie ihre Filmkarriere über den Filmschnitt. Sie war als Schnittmeisterin tätig und drehte einige Kurzfilme. Sie lernte die Praxis des Direct Cinema in den Ateliers Varan.. 1997 präsentierte sie mit Sinon, oui ihren ersten Langspielfilm bei der Quinzaine des réalisateurs.

Sie hielt eine Meisterklasse an der La Fémis und einen Regieworkshop an der Universität Paris VIII..

2000 erhielt sie für ihren Spielfilm Ça, c’est vraiment toi den Großen Preis des Entrevues Belfort Film Festival. Sie arbeitete zwischen 2008 und 2012 am Bahnhof Paris-Nord, wo sie den Stoff für ein Theaterstück, einen Dokumentarfilm, eine Web-Installation fand.. 2016 drehte sie Le Concours, der die Auswahlprüfungen der Bewerber für die Aufnahme an der Filmhochschule La Fémis thematisiert, wo sie zuvor gearbeitet hatte..

Sie ist Mitglied des Collectif 50/50, das sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern und die Vielfalt im Film und in den audiovisuellen Medien einsetzt. Das Filmmuseum München widmete Simon 2024 eine Retrospektive.

Filmografie

Regie

Kurzfilme

Dokumentarfilme

Dokumentarfilmreihen 2019: Le Village (20 Folgen)

Langspielfilme 1997: Die Lüge (Sinon, oui) 1999: Ganz typisch Du! (Ça, c’est vraiment toi) 2006: Ça brûle 2008: Les Bureaux de Dieu 2013: Gare du Nord 2021: Vous ne désirez que moi

Drehbuch 1997: Die Lüge (Sinon, oui) 1999: Ganz typisch Du! (Ça, c’est vraiment toi) 2006: Ça brûle 2008: Les Bureaux de Dieu

Kamera 1992: Récréations 2000: 800 km de différence / Romance 2002: Mimi 2008: Les Bureaux de Dieu

Schnitt 1976: Chantons sous l’Occupation – Regie: André Halimi 1979: La Ville à prendre – Regie: Patrick Brunie 1981: Plogoff, des pierres contre des fusils – Regie: Nicole Le Garrec 1982: Faux-fuyants Regie: Alain Bergala und Jean-Pierre Limosin 1986: Gardien de la nuit – Regie: Jean-Pierre Limosin 2002: 800 km de différence / Romance 2003: Mimi

Auszeichnungen

Filmfestivals Drei ihrer Filme wurden für die Quinzaine des réalisateurs in Cannes ausgewählt: Sinon oui (1997), Ça brûle (2006) und Les Bureaux de Dieu (2008).

Der Film Gare du Nord und der dazugehörige Dokumentarfilm Géographie humaine wurden im Oktober 2013 beim Festival international du film francophone in Namur gezeigt, wo Gare du Nord im offiziellen Wettbewerb präsentiert wurde.

2013 wurde Claire Simon auf dem 54. Internationalen Filmfestival Thessaloniki eine Retrospektive gewidmet. Dabei wurden die Spielfilme Sinon, oui, Les Bureaux de Dieu, Ça brûle und Gare du Nord gezeigt.

Im Jahr 2023 wählt die Berlinale ihren Dokumentarfilm Notre Corps aus.

Verdienstorden

2014: Offizier des französischen Verdienstordens Ordre des Arts et des Lettres 2018: Ritter des französischen Verdienstordens Ordre national du Mérite

Siehe auch Liste von Filmemacherinnen

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Träger des Ordre des Arts et des Lettres (Offizier) Kategorie:Träger des französischen Nationalverdienstordens (Ritter) Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Kameramann Kategorie:Filmeditor Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Ethnologe Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1955 Kategorie:Frau