Torreón ist eine 1893 gegründete Stadt im mexikanischen Bundesstaat Coahuila und liegt 1000 km nördlich von Mexiko-Stadt. Die Stadt liegt hoch und ihre Einwohneranzahl beträgt 608.836 Menschen (Stand: 2010)Principales resultados por localidad 2010 (ITER) (Info des Instituto Nacional de Estadística y Geografía).

Geografie Die Städte Torreón, Gómez Palacio und Ciudad Lerdo liegen im La Laguna („die Lagune“) bzw. Comarca Lagunera genannten Becken, welches seit jeher durch eine große ökonomische Aktivität gekennzeichnet ist. Der Name La Laguna leitet sich von zwei einstigen, mittlerweile jedoch ausgetrockneten Lagunen her: der Lagune von Mayran und der Lagune von Viesca.

Klima

Geschichte Aufgrund des hier florierenden Baumwollanbaues entwickelte sich Torreón schon bald nach seiner Gründung zu einem wirtschaftlichen Zentrum. Die Stadt beherbergte seit dem 19. Jahrhundert eine wirtschaftlich sehr aktive chinesische Gemeinde, die 600 bis 700 Mitglieder zählte. Als während der Mexikanischen Revolution 1911 revolutionäre Streitkräfte Torreón einnahmen, wurde sie zum Ziel pogromartiger Übergriffe. Ein im Gefolge der Revolutionstruppen auftauchender plündernder Mob fiel damals über die chinesische Kolonie her und ermordete fast die Hälfte ihrer Mitglieder (303 MenschenMexiko entschuldigt sich für Massaker an Chinesen von 1911, Webseite: orf.at vom 17. Mai 2021.). Das Massaker an den chinesischen Bewohnern der Stadt war ein bis dahin einzigartiger Fall in Mexiko, der sich in diesem Ausmaß auch nachher nicht mehr wiederholen sollte.

Die Tatsache, dass die Stadt auch ein wichtiger Bahnknotenpunkt war, den alle in den Norden und Süden Mexikos fahrenden Züge passieren mussten, machte sie in militärischer Hinsicht äußerst wertvoll. Daher lieferten sich während der Mexikanischen Revolution die von der jeweiligen mexikanischen Regierung kontrollierten Bundestruppen, die federales, mit den Revolutionsarmeen harte Kämpfe um den Besitz der Stadt. Dreimal (1913, 1914 und 1916) gelang beispielsweise dem mexikanischen Revolutionsführer Pancho Villa die Einnahme von Torreón. Im Jahr 1914 waren auch weibliche Soldaderas unter der Führung von Petra Herrera an der Einnahme der Stadt beteiligt.

Kirchenorganisation Seit 1957 ist die Stadt Sitz de römisch-katholischen Bistums Torreón.

Partnerstädte Torreón hat sechzehn Partnerstädte: StadtLandseitChihuahuaCoroCuliacán2007Durango2012El PasoFresnoHamburg-Harburg2011HermosilloLaredo2004MonterreyParis2006ReynosaSaltillo2013San AntonioSão Paulo2011Xalapa

Söhne und Töchter der Stadt Carlos Acevedo (* 1996), Fußballspieler Baby Arizmendi (1914–1962), Boxweltmeister Bibiana Candelas (* 1983), Beachvolleyballspielerin Guillermo Cantú (* 1968), Fußballspieler José Luis Cerra Luna (* 1963), römisch-katholischer Geistlicher, Bischof von Nogales Rubén Chávez (1953–2013), Fußballspieler Ronaldo Cisneros (* 1997), Fußballspieler Félix Cruz Barbosa (* 1961), Fußballspieler und -trainer Sergio Flores (* 1995), Fußballspieler Bernard Francis Law (1931–2017), US-amerikanischer Geistlicher, Erzbischof von Boston und Erzpriester der römischen Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore Evan Hoyt (* 1995), britischer Tennisspieler Osmar Mares (* 1987), Fußballspieler Juan Carlos Medina (* 1983), Fußballspieler Oribe Peralta (* 1984), Fußballspieler Joaquín Reyes Chávez (* 1978), Fußballspieler Hugo René Rodríguez (* 1959), Fußballspieler Miguel Riquelme Solís (* 1970), Politiker Ricardo Rodríguez-Cavazos (1940–1983), US-amerikanischer Autorennfahrer Rafael Romo Muñoz (* 1940), katholischer Geistlicher, emeritierter Erzbischof von Tijuana Jorge Sánchez (* 1997), Fußballspieler Miguel Ángel Soto Arenas (1963–2009), Botaniker Sergio Enrique Villarreal (* 1969), Verbrecher

Weblinks

Einzelnachweise

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