Forsthaus Falkenau ist eine von 1988 bis 2013 im Auftrag des ZDF produzierte Familienserie der neuen deutschen Filmgesellschaft (ndF).

Im Zentrum des Geschehens standen die Försterfamilien Rombach (bis 2006) und Leitner (von 2007 bis 2013). Zunächst spielte die Serie in dem fiktiven Ort Küblach im Landkreis Freyung-Grafenau im Bayerischen Wald, von 2011 bis 2013 war die ebenfalls fiktive Gemeinde Störzing am Ammersee Schauplatz der Handlung.

Mit der Ausstrahlung der 24. Staffel vom 11. Oktober bis zum 27. Dezember 2013 wurde die Serie nach 25 Jahren Laufzeit beendet.

Rahmenhandlung und Grundkonzept Staffel 1 bis 17 hochkant|mini|Christian Wolff stellte Martin Rombach in Staffel 1–17 dar.

Der erste Handlungsbogen der Serie ist an die Hauptrolle des Försters Martin Rombach geknüpft. Es ging in dieser Zeit um die Familien- und Alltagsgeschichten eines Försters und seiner Familie. Es wurde gezeigt, dass durch ökologisches Wirtschaften im Wald die Lebenskreisläufe im Gleichgewicht gehalten werden können.

Ausgangspunkt der Handlung ist der Umzug des verwitweten Holzeinkäufers Martin Rombach und seiner Familie von Augsburg nach Küblach im Bayerischen Wald, wo er eine Stelle als Revierförster antritt und später zum Forstamtmann befördert wird. Zur Familie gehören seine Kinder Andrea, Markus und Rica, seine Schwiegermutter Herta sowie seine Mutter Inge, die häufig zu Besuch kommt – anfangs aus Augsburg, wo sie eine Parfümerie besitzt und später aus Lanzarote, wo sie mit ihrem zweiten Ehemann Justus Feininger lebt. In Ricas Lehrerin Jutta Marquart findet Martin zunächst eine neue Lebensgefährtin. Aus der anfänglichen Annäherung zwischen ihm und Silva Baroness von Bernried entsteht eine Jahre währende, enge Freundschaft. Auch sein Vorgesetzter Forstdirektor Leonhard und sein Vorgänger Vinzenz Bieler, der später Oma Herta heiratet, werden enge Vertraute.

Im weiteren Verlauf der Handlung ist das turbulente Leben Martin Rombachs von stetigen Veränderungen gekennzeichnet. So stehen ihm wechselnde Partnerinnen und ein wachsendes familiäres Netzwerk zur Seite: Nachdem er sich von Jutta getrennt hat, die daraufhin nach Kenia ausgewandert ist, heiratet er die Tierärztin Angelika Grassmann. Mit ihr adoptiert er Peter Bellinghaus, den Sohn eines verstorbenen Waldarbeiters, und bekommt einen weiteren Sohn namens Florian. Nachdem sie bei einem Reitunfall ums Leben gekommen ist, lebt Martin mit seiner späteren dritten Ehefrau, der Apothekerin Susanna Mangold zusammen. Diese Ehe scheitert, als Susanna aus beruflichen Gründen in ihre Heimatstadt Berlin zurückkehrt. In der Tierärztin Sophie von Haunstein findet Martin eine neue Lebensgefährtin.

Auch Martin Rombachs Kinder bringen wechselnde Partner in die Familie. Andrea heiratet den Wildbiologen Tobias Arnhoff und lässt sich nach ihrem Studium als Tierärztin in Küblach nieder. Ihre Tochter Katharina entstammt einer Affäre mit dem Ballonfahrer Falko Wachsmuth. Nachdem Tobias Andrea verlassen hat und sie bei einem Waldbrand ums Leben gekommen ist, nehmen Martin und Susanna Katharina zu sich. Markus, der eine Ausbildung zum Tischler absolviert und später das Sägewerk Walzinger übernimmt, heiratet seine siebte Lebensgefährtin, die Försterin Lisa Carstens. Doch die Ehe der beiden scheitert. Anna Hansen wird Markus' zweite Ehefrau und die Mutter seines Sohnes David. Rica tritt in die Fußstapfen ihrer Stiefmutter und ihrer Schwester und studiert ebenfalls Tiermedizin. Sie findet in Falko Wachsmuth einen Lebensgefährten. Adoptivsohn Peter studiert Gartenbau, eröffnet dann aber zusammen mit seiner Ehefrau, der Arzthelferin Melanie, eine Bio-Pension auf dem elterlichen Hof. Nachdem sie diese haben aufgeben müssen, ziehen sie zusammen nach Regensburg. Doch Peter verlässt seine Frau und den gemeinsamen Sohn Manuel. Er arbeitet als Koch im „Ochsen“, bevor er nach einer Versöhnung wieder zu ihnen zieht.

Neben der Familie Rombach wird die Serie von weiteren Säulen getragen, die im Laufe der Jahre jeweils durch wechselnde Rollen fortbestehen. Martins beste Freunde sind Silva und Viktor Fabritius. Nach dem Scheitern der gemeinsamen Ehe bleibt Viktor in Küblach und verwaltet das Schloss von Silvas Familie, auf dem Herta und Vinzenz Wohnrecht auf Lebenszeit haben. Auch seine späteren Lebensgefährtinnen Beate Wellmann und Maria Claasen gehören zum Freundeskreis der Rombachs. Daneben gibt es die Wald- und späteren Gemeindearbeiter von Küblach: Franz Breitkreuz, Hermann Koller und Toni Lederer. Koller lebt zwischenzeitlich in Kanada und wird von Max Moser und später Schorsch Binder ersetzt. Er selbst kehrt zurück und nimmt wiederum Lederers Stelle ein. In seiner Funktion als Förster steht Martin außerdem in engem Kontakt zum Sägewerksbesitzer und späteren Bürgermeister Walzinger. Nach dessen Tod wird die Juristin Annegret Richter neue Bürgermeisterin von Küblach. Im Zentrum des Gemeindelebens steht das Gasthaus „Zum Ochsen“, das anfangs von Herrn Karger, dann von seinem Sohn Toni und später seiner Tochter Sibylle bewirtschaftet wird. Im Verlauf der Serie kommen als weitere Säule die Waldbauern von Küblach hinzu, die Martin immer wieder vor Probleme und Herausforderungen stellen. Dazu gehören neben der Aussiedlerfamilie Weißgerber, Wastl Schlüter, Erwin Maurer, Hans und Ferdinand Sailer, Walter Brucks, Vitus Kreidtmayr, Max Berger, Hubert Gassner, Stefan Brenner, Laura Bergmeister und Moritz Maiberger.

Nachdem Martin Rombach von seinem alten Freund Franz Staudinger das Naturreservat „Kumlumu“ in Südafrika geerbt hat, endet für ihn die Zeit in Küblach. Als Sophie und er sich das Reservat ansehen, kann Rombach Großwildjägern das Handwerk legen. Florian und Katharina folgen ihnen nach Afrika, wo die Familie gemeinsam beschließt, dass Rombach das Erbe annimmt und sie künftig dort leben werden. So erfüllt sich für ihn ein lang gehegter Traum, denn ein Leben in Afrika hat er sich schon immer gewünscht.

Staffel 18 bis 21 mini|Hardy Krüger junior stellte Stefan Leitner ab Staffel 18 dar

Nachdem Martin Rombach Küblach verlassen hat, richtet sich der Fokus des Geschehens weg vom Großteil der bisherigen Haupt- und Nebencharaktere hin zu dem Förster Stefan Leitner.

Ausgangspunkt der Handlung ist die Familie von Stefan Leitner, einem kanadischen Ranger und Witwer, dessen Eltern Auswanderer sind und aus Küblach stammen. Nach seinem Studium und der Staatsprüfung war er seinen Eltern gefolgt. Stefan und seine bei einem Bootsunfall ertrunkene Ehefrau Carol haben eine 15-jährige Tochter namens Jenny, mit der er nach Küblach reist, um sein Elternhaus zu verkaufen. So erfährt er von der freien Försterstelle, auf die er sich erfolgreich bewirbt. Sein Vater Wolfgang, inzwischen ebenfalls verwitwet, und seine Tochter sind mit der Rückkehr nach Deutschland zunächst nicht einverstanden, wagen aber doch mit ihm zusammen den Neuanfang im Bayerischen Wald.

In Küblach lernt Stefan die Ärztin Sonja kennen, die selbst erst seit kurzem dort lebt. Aus ihrer Ehe mit Karsten Schwanthaler stammen die Kinder Daniel und Lisa. Sonja und Stefan verlieben sich ineinander und schon bald lebt die Patchworkfamilie gemeinsam in Stefans Elternhaus, welches nun das „Forsthaus Falkenau“ ist. Nachdem Sonja schwanger geworden ist, beschließen Stefan und sie, zu heiraten. Erst nach der Hochzeit gesteht Sonja Stefan, dass sie ihn mit Karsten betrogen hat und er nicht der leibliche Vater des kleinen Lukas ist. Die Familie zerbricht an diesem Fehltritt, und Sonja verlässt Küblach mit ihren drei Kindern. Nachdem sie auf dem Weg zu ihrem Scheidungsanwalt von einem Auto angefahren und tödlich verletzt worden ist, kehren Daniel, Lisa und Lukas ins Forsthaus zurück. Später lernt Stefan die Tierärztin Marie Stadler kennen und findet in ihr eine neue Lebensgefährtin. Maries in Scheidung lebende Schwester Daniela Königstein besitzt einen Reiterhof in der Nähe Küblachs.

Stefans Vater Wolfgang trifft in Küblach seine Jugendliebe Marianne Rainders wieder. Die Liebe der beiden entfacht erneut und so heiraten sie. Gemeinsam mit Mariannes Bruder Josef Neureuther leben sie auf dem Hof von Marianne und ihrem verstorbenen ersten Ehemann, wo sie eine Pension betreiben und nicht zuletzt das turbulente Familienleben von Stefan unterstützen.

Neben der Familie des Försters bestehen auch die anderen tragenden Säulen des Konzeptes weiterhin. Die drei Gemeindearbeiter Breitkreuz, Koller und Binder sind auch für Stefan tätig. Den Posten von Herrn Leonhard hat nun Julius Brandner übernommen und steht Stefan beratend zur Seite. Als neuer Förster hat dieser zunächst sehr mit den einheimischen Waldbauern zu kämpfen, die große Vorurteile gegen ihn haben. Nach und nach kann er die Küblacher allerdings von seinen Fähigkeiten überzeugen und gewinnt ihre Anerkennung. Als einzige der früheren Hauptcharaktere wurden Markus und Anna Rombach in den neuen Handlungsbogen übernommen. Sein Sägewerk markiert häufige Berührungspunkte von Markus und Stefan, wodurch auch eine Freundschaft der beiden entsteht. Und Anna wird Küblachs neue Bürgermeisterin, nachdem Annegret Richter aus familiären Gründen umgezogen ist. In dieser Eigenschaft steht sie Stefan wohlwollend zur Seite. Die Ehe von Markus und Anna geht in die Brüche. Sie verliebt sich in den Unternehmer Max Bachhofer, den unehelichen Sohn von Mariannes verstorbenem Ehemann Franz, und zieht zusammen mit ihrem Sohn David vorübergehend zu ihm. Doch die Beziehung ist nur von kurzer Dauer.

Am Ende dieses Handlungsbogens ist die Zukunft für Stefan und Marie in Küblach ungewiss. Sie hat zwischenzeitlich in einer Klinik am Tegernsee als Tierärztin gearbeitet und diese Stelle wieder aufgegeben, um mit ihm keine Fernbeziehung führen zu müssen. Zeitgleich wurde die Forstdienststelle Küblach geschlossen, so dass Stefan nun ebenfalls arbeitslos ist. Seine Tochter Jenny wiederum verlässt Küblach, um ein Jahr lang mit ihrem Freund Jan in den USA zu verbringen.

Staffel 22 bis 24