Czechyń ( Zechendorf, früher Zechendorff) ist ein Dorf in der Landgemeinde (Gmina) Wałcz im Powiat Wałecki der polnischen Woiwodschaft Westpommern.

Geographische Lage Das Dorf liegt im Netzedistrikt des ehemaligen Westpreußen, an der Piława, etwa 14 Kilometer ostnordöstlich von Wałcz, neun Kilometer nordnordwestlich von Stara Łubianka und fünf Kilometer nordöstlich von Wiesiółka (Wałcz).

Geschichte mini|Dorfstraße beim evangelischen Friedhof (Aufnahme 2010) Das Dorf hieß 1634 Zechendorf, 1660 Czechy, auch Cechy, und ist nach dem Gründer Zech benannt. Die Gemarkung des Dorfs grenzte an das Gratialgut Wissulke.Friedrich Wilhelm Ferdinand Schmitt: Geschichte des Deutsch Croner Kreises. Lambeck, Thorn 1867, S. 229 (Google Books).

Um 1930 hatte die Gemeinde Zechendorf zwei Wohnplätze: Forsthaus Hirschthal Zechendorf

Im Jahr 1945 gehörte Zechendorf zum Landkreis Deutsch Krone im Regierungsbezirk Grenzmark Posen-Westpreußen der preußischen Provinz Pommern des Deutschen Reichs. Zechendorf war dem Amtsbezirk Wissulke zugeordnet.

Im Februar 1945 wurde Zechendorf von der Roten Armee besetzt. Nach Beendigung der Kampfhandlungen wurde die Region seitens der sowjetischen Besatzungsmacht zusammen mit ganz Hinterpommern und der südlichen Hälfte Ostpreußens – militärische Sperrgebiete ausgenommen – der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Es wanderten nun Polen zu. Der Ort wurde unter der polnischen Bezeichnung „Czechyń“ verwaltet. Die einheimische Bevölkerung wurde von der polnischen Administration aus Zechendorf vertrieben.

Demographie

+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 Jahr Einwohner Anmerkungen 1783 – königliches Dorf nebst einer Mahl-Wassermühle, im Netzedistrikt, Kreis Krone, 19 Feuerstellen (Haushaltungen)Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Zweiter Theil welcher die Topographie von West-Preussen enthält. Anhang (mit neu beginnender Seitenzählung): Volständige Topographie vom West-Preußischen Cammer-Departement, Marienwerder 1789, S. 268 (Google Books). 1818 125 königliches Dorf, Amt LebehnkeAlexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 5: T–Z, Halle 1823 (Google Books). 1910 331 am 1. Dezember, darunter 230 Protestanten, 95 Katholiken und sechs JudenKöniglich Preußisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon der Regierungsbezirke Allenstein, Danzig, Marienwerder, Posen, Bromberg und Oppeln. Auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und anderer amtlicher Quellen. Berlin 1912, Heft III: Regierungsbezirk Marienwerder, 3. Kreis Deutsch Krone, S. 14–15, Ziffer 93 (Google Books). 1925 271 darunter 202 Evangelische und 58 KatholikenDie Gemeinde Zechendorf im ehemaligen Kreis Deutsch Krone in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011). 1933 291 1939 370

Kirche Die bis Kriegsende 1945 anwesende Dorfbevölkerung war überwiegend evangelisch. Die Protestanten des Dorfs gehörten zum Kirchspiel Deutsch Krone.Agathon Harnoch: Chronik und Statistik der evangelischen Kirchen in den Provinzen Ost- und Westpreußen, Neidenburg 1890, S. 464–465 (Google Books).

Literatur Zechendorf, Dorf, Kreis Deutsch Krone, Regierungsbezirk Marienwerder, Provinz Westpreußen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Zechendorf (meyersgaz.org). Friedrich Wilhelm Ferdinand Schmitt: Geschichte des Deutsch Croner Kreises. Lambeck, Thorn 1867, S. 229 (Google Books). Agathon Harnoch: Chronik und Statistik der evangelischen Kirchen in den Provinzen Ost- und Westpreußen, Neidenburg 1890, S. 464–465 (Google Books).

Weblinks

Die Gemeinde Zechendorf im ehemaligen Kreis Deutsch Krone in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011). Amtsbezirk Wissulke (Territorial.de)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Westpommern Kategorie:Gmina Wałcz