mini|hochkant|Wappen derer von Eicke Eicke, auch Eicke und Polwitz, ist der Name eines schlesischen Uradelsgeschlechts.

Geschichte Das Geschlecht wurde mit Peczko Eycke am 14. August 1343 zuerst urkundlich genannt.Colmar Grünhagen und Hermann Markgraf: Lehns- und Besitzurkunden Schlesiens und seiner einzelnen Fürstenthümer im Mittelalter. Band 1, Leipzig 1881, S. 489–490 (books.google.de). Die Familie trat in zwei Stämmen auf, wovon sich der ältere, schlesische Stamm nach seinem Stammgut Polwitz im Fürstentum Ohlauzu preußischer Zeit Landkreis Ohlau nennt und gegenwärtig im Haus Mittel-Damsdorf fortbesteht. Weiterer Gutsbesitz bestand zu Marschwitz, Peltschütz und Poppelwitz, alle ebenfalls Kreis Ohlau.Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2, Rauh, Berlin 1858, S. 246 (digitale-sammlungen.de). Der jüngere pommersche Stamm ist im Mannesstamm erloschen.

Angehörige Adam Friedrich von Eicke und Polwitz (1706–1770), preußischer Landrat im Kreis Falkenberg Johann von Eicke und Polwitz (1716–1789), preußischer Landrat im Kreis Leobschütz Johann August von Eicke (1740–1805), preußischer Oberst Theodor Ernst von Eicke (1764–1850), preußischer Generalleutnant Ernst Friedrich von Eicke (1828–1887), preußischer Rittergutsbesitzer und Politiker, MdR Katharina von Eicke und Polwitz, seit 1975 Ehefrau des Dramaturgen Reinhard Urbach Ernst von Eicke und Polwitz, Landwirt und Ehemann von Katharina von Eicke und Polwitz, geborene Rehm Ernst von Eicke und Polwitz, Sohn von Ernst und Katharina von Eicke und Polwitz und Urenkel Landrats und Reichstagsabgeordneten Emil Ernst von Eicke und Polwitz (ein Vertrauter Bismarcks), ab 1959 Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für OsteuropakundeWalter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 261.

Wappen Das Stammwappen zeigt in Silber ein in grünem Schilf stehendes natürliches Wasserhuhn, das einen Fisch im Schnabel hält. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken die Schildfigur.

Das Wappen des pommerschen Stammes ist dem Stammwappen weitestgehend gleich, das Wasserhuhn im Schild jedoch begleitet von 3 (2, 1) goldenen Sternen und auf dem Helm überhöht von einem goldenen Stern.

Literatur Walter von Boetticher: Geschichte des Oberlausitzischen Adels und seiner Güter 1635–1815. Band 1, 1912, S. 333–336 (digital.ub.uni-duesseldorf.de). Genealogisches Handbuch des Adels. Teil A, Band 3, C. A. Starke, Limburg/Lahn 1957, S. 183 ff. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser Teil A. Justus Perthes, Gotha 1900, S. 279 ff. (digital.ub.uni-duesseldorf.de); 1917, S. 294 ff. (); 1919, S. 273; 1921, S. 264; 1926, S. 182; 1931, S. 130; 1939, S. 129–131. Jahrbuch des Deutschen Adels. Band 3, Berlin 1899, Verlag von W. T. Bruer, S. 129–132 (viewer.rsl.ru). Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 3, Friedrich Voigt, Leipzig 1861, S. 62–63 (digital.ub.uni-duesseldorf.de).

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1343 Kategorie:Schlesisches Adelsgeschlecht Kategorie:Pommersches Adelsgeschlecht