Der Rieneck-Tunnel ist ein 422 m langer Eisenbahntunnel und der südlichste im Zuge der Bahnstrecke Flieden–Gemünden.
Geografische Lage Der Tunnel liegt in der Gemarkung von Rieneck, nördlich des gleichnamigen Haltepunkts, im Bereich von Streckenkilometer 49,3.Eisenbahnatlas Deutschland. [12. Auflage]. Schweers + Wall, Köln 2023. ISBN 978-3-8446-6440-9, S. 78.
Geschichte Strecke und Tunnel wurden 1872 – zunächst eingleisig – eröffnet, 1936/37 zweigleisig ausgebaut. Damals wurde auch der Tunnel grundlegend saniert und bereits auf ein Profil erweitert, das die Oberleitung bei elektrischem Betrieb berücksichtigte. Die Elektrifizierung erfolgte dann allerdings erst 1962/64. Auch erhielt der Tunnel damals neue Portale. Eine weitere Sanierung folgte in den 1950er Jahren. Geplant ist, den Tunnel ab 2028 erneut in Angriff zu nehmen,Klee, S. 46. offen ist noch, ob eine „Tunnel-in-Tunnel-Sanierung“ bei eingleisigem Betrieb oder ein Neubau die Lösung ist.Klee, S. 53.Vgl. auch: Dr. Sprang Ingenieurgesellschaft für Bauwesen, Geologie und Umwelttechnik mbH, Tunnelbau, Ausgewählte Referenzen; abgerufen am 13. Juni 2023.
Bauwerk Die Strecke verläuft im Bereich des Tunnels in einem Gleisbogen. Die Tunnelportale stammen aus den 1930er Jahren, das südliche trägt die Jahreszahl 1936.
Literatur Wolfgang Klee: Es gibt immer was zu tun … Die Tunnelbauwerke der klassischen Nord-Südstrecke, Teil 2. In: Eisenbahngeschichte 3/2023, S. 46–57.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Eisenbahntunnel in Bayern Kategorie:Tunnel in Europa Kategorie:Verkehrsbauwerk im Landkreis Main-Spessart Kategorie:Rieneck Kategorie:Bahnstrecke Flieden–Gemünden Kategorie:Erbaut in den 1930er Jahren Kategorie:Verkehrsbauwerk in Europa