Schnabelmühle ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Waffenbrunn im Landkreis Cham des Regierungsbezirks Oberpfalz im Freistaat Bayern.
Geografie Schnabelmühle liegt am Katzbach 2 Kilometer nordöstlich von Waffenbrunn an der Staatsstraße 2146. Östlich von Schnabelmühle verläuft die Bahnstrecke Cham–Waldmünchen. Die nächsten Haltepunkte dieser Bahn befinden sich in Balbersdorf 1 Kilometer nördlich und in Waffenbrunn 2 Kilometer südlich von Schnabelmühle. Südlich der Schnabelmühle mündet der Himmelmühlbach in den Katzbach.
Geschichte Schnabelmühle (auch: Schnablmühl) hatte 1752 1 Anwesen.
1808 wurde die Verordnung über das allgemeine Steuerprovisorium erlassen. Mit ihr wurde das Steuerwesen in Bayern neu geordnet und es wurden Steuerdistrikte gebildet. Dabei kam Schnabelmühle zum Steuerdistrikt Kolmberg. Der Steuerdistrikt Kolmberg umfasste die Orte Balbersdorf mit Klinglhof und Klinglmühle, Klessing, Kolmberg, Saisting mit Schnabelmühle.
1821 wurden im Landgericht Cham Gemeinden gebildet. Diese Gemeinden stimmten zunächst mit den Steuerdistrikten überein. Kolmberg wurde patrimonialgerichtische Gemeinde. 1821 wurde jedoch die Gemeindebildung überarbeitet. Es wurde nun darauf Wert gelegt, dass die Gemeindeteile zur selben Pfarrei gehörten. Landgerichtische Orte und patrimonialgerichtische Orte wurden getrennt. Große Steuerdistrikte wurden in kleinere Gemeinden aufgeteilt. Bei diesem Prozess entstanden sehr viele kleinere Gemeinden, darunter auch die Gemeinde Klessing mit den Ortschaften Klessing, Saisting und Schnabelmühle. Diese starke Gliederung in kleine und kleinste Gemeinden hatte teilweise jedoch wenig Bestand. Bereits im Topographisch-statistischen Handbuch des Königreichs Bayern von 1867 wurde die Gemeinde Klessing nicht mehr erwähnt, sondern unter Kolmberg aufgelistet. Die Gemeinde Kolmberg umfasste 1867 die Orte Klessing, Kolmberg, Saisting und Schnabelmühle. Bei der Gebietsreform in Bayern wurde 1972 die Gemeinde Kolmberg in die Gemeinde Waffenbrunn eingemeindet.
Pfarreizugehörigkeit Schnabelmühle gehörte zunächst zur Pfarrei Chammünster. 1923 wurde Schnabelmühle der neu gegründeten Pfarrei Waffenbrunn zugeteilt. 1997 hatte die Schnabelmühle 2 Katholiken.
Einwohnerentwicklung ab 1838 + 1838–1913 Jahr Einwohner Gebäude 1838 14 2 1861 11 4 1871 15 5 1885 16 2 1900 11 2 1913 10 1
+ 1925–2011 Jahr Einwohner Gebäude 1925 6 2 1950 7 1 1961 7 1 1970 4 k. A. 1987 2 1 2011 3 k. A.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise Zensus 2011 bei atlas.zensus2011.de. Abgerufen am 27. Februar 2022. Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 759 Gebietsänderungen vom 01.01. bis 31.12.1972 Excel-Tabelle, Habersdorf: Blatt 1972, Zeile 6013, Spalte E; bei destatis.de. Abgerufen am 22. Februar 2023. Schnabelmühle bei Bayernatlas. Abgerufen am 12. Juni 2023.
Kategorie:Geographie (Waffenbrunn) Kategorie:Ort im Landkreis Cham Kategorie:Ersterwähnung 1752