Die ehemaligen Ausweichsitze der Landesregierung Schleswig-Holstein befinden sich an verschiedenen Orten in Schleswig-Holstein. Sie trugen die Tarnnamen Wilhelm, Samuel, Ludwig und Simon.Karte Die Anlagen bestanden aus oberirdischen und unterirdischen Teilen. Nur ein Teil des (wichtigeren) Personals wäre im Schutzraum untergekommen.

Mit der Eröffnung der Akademie Sankelmark, Oeversee, im Jahre 1952 schuf Ministerpräsident Friedrich Wilhelm Lübke faktisch den ersten Ausweichregierungssitz, der noch in den Jahren 1984 bis 1986 erweitert wurde. Als Bunker Simon war er für das Sozialministerium und das Ministerium für Wirtschaft und Verkehr vorgesehen. Nahrungsvorräte, Wasser, medizinische Versorgung und Treibstoff für das Notstromaggregat wurden für 30 Tage vorgehalten.

Im Bunker Ludwig, Lindewitt, sollten Ministerpräsident, Innen-, Justiz- und Finanzminister nebst den dazugehörigen Ministerialbeamten unterkommen. Der Bunker Samuel befand sich in Schafflund und war für Abgeordnete des Landtages bestimmt. Der Bunker Wilhelm in Wimmersbüll war für rund 200 Mitarbeiter der Ministerien für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie Kultus vorgesehen.

Der Spiegel berichtete 1993:

Siehe auch Liste von Bunkeranlagen in Schleswig-Holstein

Einzelnachweise Zu besichtigen: Ein Staatsgeheimnis mit Stahltüren unter der Akademie Sankelmark. Nordschleswiger Der Keller dieses Hauses war jahrelang ein Staatsgeheimnis. SHZ. „Herr Ministerpräsident, es ist Zeit für den Bunker …“ ausweichsitz.de Der erste Ausweichregierungssitz Schleswig-Holsteins – Bunker „Simon“ in Sankelmark. unter-schleswigholstein.de Besichtigung Regierungsbunker der schleswig-holsteinischen Landesregierung „Ludwig“ in Lindewitt bei Flensburg. unter-schleswigholstein.de

Kategorie:Bunker in Schleswig-Holstein