Philibert Secrétan (* 16. November 1926 in Genf; † 22. Dezember 2024 ebenda) war ein Schweizer Philosoph.

Leben Philibert Secrétan wurde als Sohn des Bundesbeamten und Kunstkritikers André Secretan und der Marie-Henriette geb. Gérold geboren. Er heiratete die Österreicherin Christiane Ullhofen. Nach einem abgebrochenen Noviziat bei den Dominikanern 1948 studierte Secrétan Philosophie in Strassburg, wo er durch Paul Ricœur in die Phänomenologie eingeführt wurde.

Secrétan bekleidete im Laufe seiner Karriere verschiedene berufliche Positionen. Er war von 1953 bis 1958 Sekretär des Verlags La Baconnière in Boudry, war Gymnasiallehrer in Sfax (Tunesien), arbeitete als Journalist bei der Tribune de Genève und unterrichte von 1962 bis 1990 am Collège Calvin in Genf. Er schrieb zudem Beiträge für die Zeitschrift Esprit.

Nach dem Doktorat 1969 in Philosophie war er von 1978 bis 1997 assoziierter Professor für Philosophie an der theologischen Fakultät der Universität Freiburg. Ausserdem war er Gastdozent an der Katholischen Universität Mailand und in Mexiko-Stadt.

Secrétan war Autor und Übersetzer philosophischer Werke, vor allem zum Verhältnis von Phänomenologie und Scholastik.

Schriften (Auswahl) Autorité, pouvoir, puissance. Principes de philosophie politique réflexive. Lausanne 1969, . Erkenntnis und Aufstieg. Einführung in die Philosophie von Edith Stein. Würzburg 1992, ISBN 3-429-01432-8. Edith Stein et la Suisse. Chronique d'un asile manqué. Genève 1997, ISBN 2-940090-23-8. Edith Stein, l'oeuvre philosophique. Une vue d'ensemble. Paris 2017, ISBN 2-343-13649-1.

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