Road to Joy ist ein Lied des englischen Singer-Songwriters und Rockmusikers Peter Gabriel. Es ist am 1. Dezember 2023 auf Gabriels zehntem Studioalbum i/o erschienen.

Geschichte Das Lied wurde erstmals als Weltpremiere bei dem ersten Konzert der I/o The Tour am 18. Mai 2023 in der Tauron Arena in Krakau, Polen live gespielt und gehörte fast immer zur Setlist der Tournee.

Die Erstveröffentlichung von Road to Joy erfolgte als sechste Single des Albums i/o am 4. Juni 2023. Diese wurde als Einzeltrack zum Download und Streaming durch Real World Records veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um den sogenannten Bright-Side Mix, der von Mark „Spike“ Stent abgemischt wurde. Ähnlich wie bei den in den fünf Monaten zuvor veröffentlichten Titeln Panopticom, The Court, Playing for Time, i/o und Four Kinds of Horses wurde das erste Veröffentlichungsdatum der Single so gewählt, dass es mit einem Vollmond zusammenfällt.

Insgesamt wurden drei verschiedene Mixe des Titels veröffentlicht: Nach dem Bright-Side Mix (gemixt von Mark „Spike“ Stent) wurde am 18. Juni 2023 der Dark-Side Mix (gemixt von Tchad Blake) und der Atmos In-Side Mix (von Hans-Martin Buff) an dem darauffolgenden Neumond veröffentlicht.

Artwork Das Cover-Artwork der Single zeigt ein mehrfaches Bild eines in zwei Kreisen angeordneten Stinkefingers des Künstlers Ai Weiwei, der zuvor nicht wusste, wer Peter Gabriel ist, mit dem Titel Middle Finger in Pink.

Es handelt sich um Zweifarb-Siebdruck auf Papier im Format 60 × 60 cm und ist eine von drei Farbvarianten, die Ai Weiwei erstellt hat. Sein Motiv geht zurück auf Ai Weiweis Foto-Reihe mit dem Namen Study Of Perspective, die aus subjektiver Sicht seinen ausgestreckten Arm mit erhobenen Mittelfinger vor verschiedenen Hintergründen zeigt. Etwa einem der Tore zur Verbotenen Stadt in Peking, dem Weißen Haus in Washington, D.C. oder dem Reichstagsgebäude in Berlin. Die Bilder werden wegen Ai Weiweis Bestrebungen nach Meinungsfreiheit meist politisch gedeutet. Die provokative Geste soll das vermeintlich über einem Stehende relativieren. Von diesem Grundgedanken hat Ai Weiwei eine Grafik abgeleitet, die vielfach wiederholt den Stinkefinger alleine oder mit einem Arm und angedeutetem Oberkörper dran zeigt. Die eher übersichtliche Gesamtanzahl an einzelnen Elementen wird mehrfach wiederholt und teilweise auch gespiegelt angeordnet, dass eine verschlungene Rundgrafik entsteht. Man kann sie als verworren auffassen oder als eine Art von Mandala.

Während sich Ai Weiweis Mittelfinger gegen das politische Autoritäre richtet, ist es bei Peter Gabriel der Tod, dem der aus dem Koma erwachende den Stinkefinger zeigt. Die Single Road to Joy verwendet wie auch Olive Tree eines von zwei Artworks eines Titels für das Album i/o, das nicht das i/o-Albumlogo rechts beinhaltet.

Hintergrund Aufgenommen in Gabriels Real World Studios in Box, Wiltshire, im Beehive und in den British Grove Studios in London und in den High Seas Studios in Johannesburg sind auf Road to Joy unter anderem wieder Tony Levin an der Bassgitarre, David Rhodes an der E-Gitarre, Manu Katché am Schlagzeug, weitere Mitglieder der Liveband der I/o The Tour, das ständige New Blood Orchestra und zum zweiten Mal der Soweto Gospel Choir zu hören. Der Bright-Side Mix der Single wurde am sechsten Vollmond des Jahres 2023 veröffentlicht, genannt Strawberry Moon. Gabriel kündigte bei der Veröffentlichung des Titels Panopticom an, dass weitere Bright-Side Mixe von Titeln des Albums von Mark „Spike“ Stent und weitere Dark-Side Mixe von Tchad Blake veröffentlicht werden. Der erste Mix wurde jeweils bei Vollmond und die weiteren bei Neumond veröffentlicht. Darüber hinaus wurden von allen Titeln In-Side Mixe in Dolby Atmos von Hans-Martin Buff angekündigt, die von ihm im Red Room der Real World Studios und seinem eigenen Tonstudio Aural Majority Pad in Boofland erstellt wurden. Diese können auf Apple Music, Amazon Music wie auch der Audio-Blu-ray des Albums gehört werden. Als Stereo-Variante steht bzgl. der Streamingdienste der jeweilige Dark-Side Mix zur Verfügung.

Das Lied ist laut Peter Gabriel einer der letzten Titel, die für das Album i/o entstanden sind, wurde aber aus einem früheren Projekt entwickelt. Seiner Erinnerung nach begann er das Lied unter dem Namen Pukka für sein Soundtrack-Album OVO für die Millennium Dome Show, es war aber letztendlich nicht Teil dieses Albums. Mit Brian Eno machte er daraus etwas mit Aufregung und Energie, was vorher seiner Ansicht nach zu wenig in dem Album vorhanden war.

Inhalt und Bedeutung Peter Gabriel sagt, dass der Song von einer im Koma liegenden Person handelt, die nach Zeiten der absoluten Reglosigkeit zurück ins Leben kommt.

Über den Ursprung des Liedes sagte Gabriel:

Bandcamp Exclusives Für die Abonnenten des Kanals von Peter Gabriel bei dem Online-Musikdienst Bandcamp wurden zusätzlich zu den Bright-Side und den Dark-Side Mixen alternative Versionen der veröffentlichten Titel des Albums i/o auch zum Download zur Verfügung gestellt, wie auch Videoclips, die deutlich mehr in die Tiefe gehen als die Clips auf YouTube, die an jedem Vollmond regulär erscheinen (meistens an Neumond, manchmal später).

Road to Joy (Post Band Version) – 6:37 – Rohe Abmischung, die verschiedene Zusatz-Sounds enthält. Es fehlen jedoch die Orchester- und Gospelchor-Anteile. Es gibt auch noch keinen endgültigen Liedtext, sondern nur gesungenen Fülltext, der von Peter Gabriel selbst Gabrielese genannt wird. Diese Version ist um 1:13 länger als der schon minimal längere Dark-Side Mix. Das kommt durch eine zusätzliche Strophe plus Refrain, die vor dem Schlussteil sitzen.

Musikvideos Am 23. Januar 2025 wurde die KI-Musikvideocreator-Plattform 50:50 gestartet, die eine fairere Aufteilung der Aufmerksamkeit und der Einnahmen zwischen dem Urheber der Musik und dem der visuellen Elemente erreichen soll.

Das erste Musikvideo zu Road to Joy wurde zu dem für das Video stark um 92 s gekürzten Bright-Side Mix im Rahmen von 50:50 am 13. März 2025 veröffentlicht. Das KI-generierte animierte Video wurde wie bereits das zweite zu The Court von Junie Lau erstellt. Es zeigt am Anfang Peter Gabriel in verschiedenen Ansichten, wie er mir klassischen US-amerikanischen Straßenkreuzern fährt. Danach folgt eine visuelle Reise durch eine Welt mit sich ständig rasant wechselnden bunten psychedelischen Bildern, die sich teilweise explosionsartig entwickeln.

Das zweite Musikvideo zu Road to Joy wurde zu dem Dark-Side Mix im Rahmen von 50:50 am 2. April 2025 veröffentlicht. Das KI-generierte animierte Video wurde von Tristan Zand erstellt. Dieses zeigt am Anfang das Gesicht eines alten Menschen. Im Laufe des Videos ist immer wieder ein sich bildender Planet im Urzustand zu sehen und jeweils ein Auge verschiedener Menschen. Ein Komet und ein Asteroid fliegen durch das Weltall. Wolken und Meer sind zu sehen. Aus dem Asteroid entspringt pflanzliches Leben. Die Gesichter verschiedener Menschen werden gezeigt. Mikroskopische Aufnahmen eines Blutkreislaufes und ein gefiederter Mensch, der aus dem Meer steigt führen zum Ende des Videos, an dem ein Mensch ins Wasser springt.

Über das Video sagte Tristan Zand:

Das dritte Musikvideo zu Road to Joy wurde zu dem Bright-Side Mix im Rahmen von 50:50 am 26. Juni 2025 veröffentlicht. Das KI-generierte animierte Video wurde von Michael Rhoades erstellt. Wie der Titel des Liedes schon beinhaltet, war die Erstellung des Videos zu Road to Joy für Rhoades eine wirklich freudige Erfahrung, bei der aus seiner Sicht viel gelernt und ausgedrückt wurde. Das Video ist von ihm nicht als eine erzählerische Interpretation der Musik gedacht. Stattdessen soll es auf eine komplizierte Weise mit der Musik von Gabriel auf einer gleichen Wahrnehmungsebene und im Kontrapunkt interagieren. So könnte man den Tanz der visuellen Objekte als eine Reihe von Musikinstrumenten ansehen, die die Tiefe und Breite der vorhandenen Musik erweitern. Für Künstler verschwimmt oft die Grenze zwischen den verschiedenen Ausdrucksmitteln zu einer einzigen Perspektive.

Mitwirkende (Quelle:)

Liedproduktion Ron Aslan – zusätzliche Synthesizer Tchad Blake – Mixing (Dark-Side Mix) Hans-Martin Buff – Dolby-Atmos-Mixing (In-Side Mix), zusätzliche Synthesizer, zusätzliche Perkussion (nur Bright-Side-Mix und In-Side-Mix), Rhythmus-Programmierung Richard Chappell – Vorproduktion-Toningenieur Tom Coath – Assistenz-Orchester-Toningenieur Matt Colton – Mastering Faye Dolle – Assistenz-Toningenieurin Brian Eno – zusätzliche Synthesizer, manipulierte E-Gitarre, Ukulele, Rhythmus-Programmierung, Produzent Peter Gabriel – Hauptgesang, Begleitgesang, Klavier, Synthesizer, manipulierte Charango, Produzent, Rhythmus-Programmierung Oli Jacobs – Toningenieur Lewis Jones – Orchester-Toningenieur Manu Katché – Schlagzeug Tony Levin – Bassgitarre Katie May – Toningenieurin Don McLean (Don-E) – Bass-Keyboards David Rhodes – E-Gitarre, Begleitgesang Dom Shaw – Toningenieur Josh Shpak – Trompete Mark „Spike“ Stent – Mixing (Bright-Side Mix) Luie Stylianou – Assistenz-Orchester-Toningenieur

Orchesterproduktion Mitglieder des New Blood Orchestra: Orchester-Arrangements – John Metcalfe Geigen – Everton Nelson, Ian Humphries, Louisa Fuller, Charles Mutter, Cathy Thompson, Natalia Bonner, Richard George, Marianne Haynes, Martin Burgess, Clare Hayes, Debbie Widdup, Odile Ollagnon Bratschen – Bruce White, Fiona Bonds, Peter Lale, Rachel Roberts Celli – Ian Burdge, Chris Worsey, Caroline Dale, William Schofield, Tony Woollard, Chris Allan Kontrabass – Chris Laurence, Stacy Watton, Lucy Shaw Dirigent – John Metcalfe Konzertmeister – Everton Nelson Betreuer der Noten – Dave Foster Auftragnehmer des Orchesters – Lucy Whalley und Susie Gillis für Isobel Griffiths Ltd.

Chorproduktion Chorgesang – Soweto Gospel Choir Sopran – Linda Sambo, Nobuhle Dhlamini, Phello Jiyane, Victoria Sithole Alt – Maserame Ndindwa, Phumla Nkhumeleni, Zanele Ngwenya, Duduzile Ngomane Tenor – George Kaudi, Vusimuzi Shabalala, Xolani Ntombela, Victor Makhathini Bass – Thabang Mkhwanazi, Goodwill Modawu, Warren Mahlangu, Fanizile Nzuza Toningenieur – Jacques Du Plessis Musikdirektor, Gesangs-Arrangeur – Bongani (Honey) Ncube

Unternehmen Aural Majority Pad – Tonstudio (Dolby Atmos Mix) The Beehive – Tonstudio British Grove – Tonstudio (New Blood Orchestra) High Seas Studios – Tonstudio (Soweto Gospel Choir) Metropolis Mastering – Mastering Real World Studios – Tonstudio

Siehe auch Liste der Lieder von Peter Gabriel

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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