Orsolya Teréz Friedrich (* 1977 in Budapest) ist eine ungarische Philosophin, Ärztin und Hochschullehrerin.

Leben Friedrich studierte von 1996 bis 2006 an der Universität Regensburg und der Technischen Universität München Medizin und Philosophie. 2004 erhielt sie die Approbation als Ärztin. Von 2004 bis 2008 hatte sie ein Promotionsstipendium der DFG am Interfakultären Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen. 2008 folgte bei Dan Rujescu die Promotion in Medizin an der Universität München. Im selben Jahr wurde sie bis 2010 ebenda Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Philosophie I bei Thomas Buchheim. 2010 promovierte sie an der Universität München in Philosophie bei Wilhelm Vossenkuhl. Von 2009 bis 2011 war Friedrich wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institutsbereich Ethik in den Neurowissenschaften des Forschungszentrums Jülich. Ab Mai 2011 war sie am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin der Universität München erst als wissenschaftliche Mitarbeiterin, später als akademische Rätin tätig. 2019 erfolgte ebenda die Habilitation im Fach Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin. Ab Mai 2019 lehrte sie erst als Juniorprofessorin, ab 2022 als Professorin für Philosophie der Medizin und der Technik an der Fernuniversität in Hagen. Seit Januar 2026 ist sie W3-Professorin und Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin an der Universität zu Köln.

Zu Friedrichs Forschungsschwerpunkten gehören die Philosophie der Person, Philosophie der Neurowissenschaften, (Medizin-)Ethik und Metaethik sowie Technikphilosophie.

Friedrich ist verheiratet und Mutter von drei Kindern.

Schriften (Auswahl) Die Bedeutung des Dopamin-D2-Rezeptorgens für das Krankheitsbild Schizophrenie. 2008, . Persönlichkeit im Zeitalter der Neurowissenschaften. Eine kritische Analyse neurowissenschaftlicher Eingriffe in die Persönlichkeit. Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-2307-9. zus. mit Diana Aurenque Hrsg.: Medizinphilosophie oder philosophische Medizin? Philosophisch-ethische Beiträge zu Herausforderungen technisierter Medizin (=Medizin und Philosophie, Bd. 11). Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7728-3033-4. zus. mit Michael Zichy als Hrsg.: Persönlichkeit. Neurowissenschaftliche und neurophilosophische Fragestellungen. Münster 2014, ISBN 978-3-89785-656-1. zus. mit Diana Aurenque, Galia Assadi und Sebastian Schleidgen als Hrsg.: Nietzsche, Foucault und die Medizin. Philosophische Impulse für die Medizinethik. Bielefeld 2016, ISBN 978-3-8376-2875-3. Autonomie - Neurotechnologien. Philosophisch-ethische Untersuchungen eines komplexen Verhältnisses. 2019. zus. mit Claudia Bozzaro als Hrsg.: Philosophie der Medizin. Paderborn 2021, ISBN 978-3-95743-224-7. zus. mit Johanna Seifert und Sebastian Schleidgen als Hrsg.: Mensch-Maschine-Interaktion. Konzeptionelle, soziale und ethische Implikationen neuer Mensch-Technik-Verhältnisse. Paderborn 2023, ISBN 978-3-95743-260-5. zus. mit Sebastian Schleidgen und Andreas Wolkenstein als Hrsg.: Bedeutung und Implikationen epistemischer Ungerechtigkeit. Baden-Baden 2023, ISBN 978-3-8288-4660-9. zus. mit Jan-Hendrik Heinrichs und Birgit Beck als Hrsg.: Neuro-prosthEthics. Ethical implications of applied situated cognition. Berlin 2024, ISBN 978-3-662-68361-3.

Weblinks fernuni-hagen.de

Einzelnachweise

Kategorie:Philosoph (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Fernuniversität in Hagen) Kategorie:Hochschullehrer (Universität zu Köln) Kategorie:Ungar Kategorie:Geboren 1977 Kategorie:Frau